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Für jede Art wird zunächst ihre Stetigkeit, d. h. die Zahl ihrer Vorkommen
(hier zwei- bis dreimal) notiert (1. Ziffer hinter dem Namen). Mit Hilfe des
Diktierstreifens der Rohtabelle wird sodann festgestellt, in der wievielten
Spalte der geordneten Tabelle die Art zum ersten Mal auftreten wird. Dazu
setzt man auf dem Diktierstreifen unter die ursprünglichen Aufnahme-
Nummern der Rohtabelle die Reihenfolge der Aufnahmen in Tabelle 4 ein:
Aufnahme-Nr. 1 2 3 4 5 6 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17
Neue Reihenfolge 1 9 14 11 15 10 8 3 16 4 12 5 13 6 7 2
Die Nummer, in der die Art zum ersten Mal auftritt, wird zu der Stetig¬
keitszahl gesetzt (2. Ziffer hinter den Artnamen der Tabelle). Jetzt ergibt
sich die neue Reihenfolge der Arten, indem zuerst die Arten der Kenn¬
zahlen von 31 bis 38, dann die Arten mit den Kennzahlen von 21 bis 28
in die neue Tabelle eingesetzt werden 1 ). Wenn das erste Auftreten erst bei
einer laufenden Nummer über 10 oder darüber erfolgt, arbeitet man mit drei¬
stelligen Kennziffern (305, 309, 312, 202, 209, 216), indem das erste Auf¬
treten der Art durch eine zweistellige Zahl (05, 09, 12 usf.) angegeben wird.
Bei gleicher Stetigkeit soll die Art oben stehen, die in der Tabelle am wei¬
testen vorn beginnt. Die umgeordnete Artenfolge ergibt dann in der geord¬
neten Tabelle ein Bild, das jeweils für Arten gleicher Stetigkeit eine treppen¬
artige Abstufung und damit größte Klarheit zeigt.
Cardamine pratensis +.+.....1.......
Mnium rostratum 2. .. + ... .2......
Deschampsia caespitosa . . . 1 . +.......5..
Oxalis acetosella ...2...1. +......
Brachythecium rutabulum ....+2........+
Crataegus oxyacantha . . . . . .'.++. . . +
Catharinaea undulata ........22... + ..
Mentha aquatica +...........1
Ajuga reptans . + .........1
Rubus idaeus ........ + .... + ..
Brachythecium rivulare ........+ .-•• + ..
Diese Ordnung dient weniger formalen Zwecken als vielmehr einer klaren
Übersicht. Mit ihrer Hilfe werden nicht selten neue Trennarten-Gruppen
erkennbar, die vorher in der noch ungenügend geordneten Tabelle versteckt
waren.
Die neue Tabelle ergibt eine Reihe weiterer Ordnungs- und Auswertungs¬
möglichkeiten: Sie zeigt sofort, daß Aufnahme 1 für unsere Gesellschaft nicht
typisch sein kann, da sie nicht weniger als 7 Arten enthält, die in keiner der
übrigen Aufnahmen der Tabelle vorkommen. Sie wird daher vorläufig ge¬
strichen. Die Nachprüfung an Ort und Stelle ergab, daß die Bodenfläche
dieser ersten Aufnahme in Unkenntnis des Gebietes zu groß gewählt und
daher nicht einheitlich war. Eine neue Aufnahme an derselben Stelle paßt
nun viel besser in die Tabelle (Aufn. la, Tab. 6). Dies zeigt deutlich, wieviel
von der Genauigkeit der Analyse im Gelände abhängt und daß keineswegs
immer alle Aufnahmen, zumal von verschiedenen Bearbeitern, gleichwertig
J ) Dieses einfache Ordnungsverfahren wurde seinerzeit von Herrn G. Hentschel in
der Bundesanstalt für Vegetationskartierung in Stolzenau/Weser eingeführt.
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