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L. Adamovitf.
im Inhalt der Zellelemente; daher bin ich geneigt, die Erklärung erwähnter Erscheinung in der verschiedenen Plasmabeschaffenheit der Zungenblumen der erwähnten Arten zu suchen.
d. Boden. Der Sand der serbischen Steppen besteht aus losen, grauen, meistens scharfkantigen Körnern, welche aus der Zersetzung von Granit, Gneiß und Glimmerschiefer entstanden sind. Mehr oder weniger ist diesen Bestandteilen noch Quarz und Kalk beigemengt. Der Nährwert des Sandes variiert daher, je nachdem mehr Quarz oder Kalk in ihm vorhanden ist. Auch die Bindefähigkeit des Sandes, welche im allgemeinen immer eine geringe ist, hängt von der Natur der Gemengteile ab. Der Wassergehalt und das Absorptionsvermögen des Sandes ist bekanntlich sehr gering. Sehr groß ist dagegen das Erwärmungsvermögen in der Sonne. Nachts aber kühlt sich der Sand sehr rasch ab und kann daher vom Thau stark benetzt werden, und gerade dieser wichtige Umstand kommt der Sandvegetation zu gute. Wie sich die Vegetation für derartige Beschaffenheit des Bodens anpasst, wurde bereits bei der Besprechung der übrigen ökologischen Factoren hervorgehoben. Im allgemeinen sind mit tiefgehenden Wurzeln und namentlich mit Zwiebeln, Knollen und Rhizomen versehene Pflanzen am besten ausgerüstet, denn ihre reservestoffreichen unterirdischen Organe begünstigen eine üppige und rasche Entfaltung der oberirdischen Teile selbst bei sonst ungünstiger Wirkung der übrigen Lebensfactoren. Außerdem besitzen derartige Pflanzen in den unterirdischen Teilen vorzügliche Innovationsmittel, welche in vielen Fällen das durch die Sommerdürre bedingte Ausfallen der Samenproduction ersetzen.
Eine sehr charakteristische Eigenschaft der Sandpflanzen (insbesondere der Gramineen) ist die dauernde Verlängerung der Bhizom-Internodien nach aufwärts. Dadurch bekommt die Pflanze ein besonderes, eigentümliches Aussehen, weil die Innovationssprosse an der Spitze des Rhizoms gehäuft sind. Diese Wachstumsart wird durch die Bodenbeschaffenheit hervorgerufen. Der Sand überschüttet oft die ganze Pflanze, so dass sie dann gezwungen ist, durch kräftigeres und rascheres Wachstum sich Bahn zu brechen, was eben durch den erwähnten Vorgang erreicht wird. Andererseits bezweckt die Pflanze durch die Verlängerung der Rhizom-Internodien einen gewissen Halt in dem mobilen Boden der Sanddünen.
6. Herkunft, Verbreitung und Wanderung der Sandsteppenelemente.
Wie bereits hervorgehoben, treten die Sandsteppen in Serbien auf zwei gänzlich abgetrennten Stellen auf. Die eine dieser Stellen, die östliche, ist gegen Rumänien und somit auch Südrussland vollständig offen, so dass der Wanderung der pontischen Vegetation gar nichts im W T ege steht. Daher ist auch diese östliche Partie bedeutend reicher an derartigen Elementen als die westliche. Einem weiteren Vordringen dieser Pflanzen nach Westen

