Die Sandsteppen Serbiens. 589
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dichter angehäuft, zusammengedrängt und vergrößert werden. Sie treten sowohl auf Hügeln als auch in der Ebene auf und können sehr ausgedehnte Dimensionen einnehmen.
Um Ram ist diese Formation sehr weit verbreitet und hält sämtliche in der Gegend zwischen Ram und Zatonje vorkommenden Hügel inne. Diese Sandhügel stellen die wellige Hügellandschaft von Gorica zusammen. Die Hügel haben ziemlich sanft fallende Lehnen, welche durchweg aus nacktem Flugsand zusammengesetzt sind. Seltener sind dazwischen Sandhügelsteppen zu beobachten. Dasselbe gilt auch für die ziemlich abgerundeten Gipfel der Hügel. Die je zwei Hügel teilenden Schluchten sind mit reinem Flugsand moränenartig ausgefüllt.
Die Vegetation der Dünen dieser Hügel ist im allgemeinen sehr karg und arm. Stellenweise liegen sogar diese Sandmassen ohne jedwede Vegetation.
Die allerersten Ansiedler dieser Dünen sind Polygonum arenarium und Veronica triphyüos. Zunächst beobachtet man immer das Auftauchen der erstbenannten Pflanze und erst nachträglich sprießt die Veronica hervor. Augenscheinlich hat sie ein größeres Wärmebedürfnis als das Polygonum, daher das um etwas spätere Erscheinen.
Diesen zwei Pflanzen folgen mehrere einjährige Gewächse, namentlich Viola tricolor var. trimestris, Medicago minima var. elongata, Bromus tectorum, B. squarrosus, Elymus Caput Medusae u. s. a. Resonders häufig tauchen auch die Fruchtkörper von Agaricus undulatus auf. Gegen den Sommer wird ferner die Düne mit stellenweise zerstreut liegenden Rosetten zweijähriger und ausdauernder Pflanzen belebt.
Dies stellt die erste Entwickelungsphase nicht nur der Sanddüne dar, sondern dies ist zugleich auch der Ausgangspunkt jeder anderen Sandsteppenformation.
Auf dieser ersten Stufe der Düne fallen uns nur drei verschiedene Vegelationsformen auf. Zunächst der Typus mit anliegendem Stengel (wie bei Polygonum), dann derjenige der einjährigen Gräser (wie bei Bromus) und schließlich die Rlattrosettenform. Durch die Polygonum- und Rosettenform erzielen die Pflanzen eine gewisse Rindung des Sandes, einen Schutz gegen Windschaden und eine Reschränkung der Transpiration. Die Grashalmform ermöglicht eine sehr dichte Repflanzung, wodurch gleichfalls der Sand gebunden wird.
Im zweiten Jahre erscheinen neben den bereits erwähnten Leitpflanzen auch andere tonangebende Gewächse, welche durchweg ausdauernd sind.
Resonders häufig tritt die bläulich-graue Festuca vaginata hinzu. Die Abb. I (im Vordergrunde links) stellt uns eine solche Sanddünenpartie in secundärer Entwickelungsphase mit einem reinen Restande erwähnter Schwingelart am Gipfel der Hügellandschaft von Gorica bei Ram dar.
Auch die Wolfsmilcharten (Euphorbia Cyparissias, E. Gerardiana,

