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A. Engler, Monographieen afrikanischer Pflanzen. V.

neben den Grundnerven von nur 3i stärkeren, unterseits mehr als oberseits vorspringenden Nerven rechts und links vom Medianus durchzogen und ist getrocknet bräunlich grün. Der Stiel der Kapsel ist 1,5 cm lang; die letztere selbst hat 1,5cm im Durchmesser. Der schwarze Same ist 11 mm lang.

Ghasalquellengebiet: Um Linduku im Lande der Niamniam (Scweinfürth n. 3069, blühend im Februar 1 870).

Abbildung auf Taf. VIII. Fig. D, a, b. a Fruchtstand, b Same.

8. Leptonychia pallida K. Schum. in Engl.-Prtl. Nat. Pflzf. Nachtr. 241; arbor parva ramis gracilibus

teretibus novellis ipsis vix tomentellis mox glabratis; foliis petiolatis, amplis oblongis vel subrhombeis breviter

acuminalis, acumine acutiusculo, basi rotundatis vel late acutis trinerviis pallidis herbaceis utrinque glaberrimis;

stipulis caducissimis haud visis; floribus e ligno vetere fasciculatis, pro rata longiuscule pedicellatis vel dicliasia

breviter pedunculata referentibus, bracteis minutis subulatis ut pedicelli glaberrimis; sepalis extus subglabris,

margine solo ciliolatis; sfaminodiis pro fasciculo staminum 2; ovario tomentoso-villoso; stilo usque ad medium

tomentoso altiuscule quinquelobo.

Ein Bäumchen von höchstens 4 m Höhe, nicht selten auch strauchartig; die älteren Zweige sind mit braungelber Rinde bedeckt, welche an jüngeren häufig zimmtbraun ist. Der Blattstiel misst 22,5 cm, er ist oben stark verdickt, dunkelbraun; die Spreite hat eine Länge von 3035 cm und in der Mitte eine Breite von 1214 cm, sie wird von 9 grösseren, unterseits vorspringenden Seitennerven zu beiden Seiten des Medianus durchlaufen; die zuweilen lang vorgezogene Blattspitze hat oft eine Länge von 2 cm und darüber, die Farbe ist getrocknet eigentümlich bleich grün. Die Blütenstiele der Dichasien sind bis 5 mm lang, die Blütenstielchen messen 811 mm, sie sind stielrund und glatt; die Bracteolen messen kaum 1 mm. Die Kelchblätter sind 9 mm lang und von hellgrüner Farbe. Die rein weissen, aussen kahlen Blumenblätter haben eine Länge von 1,5 mm. Die Staubgefässe von 8 mm Länge sind am Grunde kaum 1 mm hoch verbunden, die längeren Staminodien entspringen oben aus den Fäden; die kurzen messen kaum 3 mm. Der Stempel ist 4 mm lang.

Kamerun: im Buschwald nördlich von der Barombi Station (Piususs n. 3I3, blühend im Juni. Hb. Berl.!);

bei Barombi-ba-Mbu (Preuss n. 483, blühend im September. Hb. Berl.).

Anmerkung. Ist durch die getrocknet auffallend hellgefärbten Blätter, sowie durch die Stammblütigkeit von allen anderen Arten leicht zu unterscheiden.

Abbildung auf Taf. VIII. Fig. E, a g. a Blühender Zweig, b Blüte, e Staubblätter und Stempel, d Blumenblatt, e Stempel, f Frucht, g Same.

9. Leptonychia lanceolata Mast, in Oliv. Fl. trop. Afr. I. 239; frutex ramis glabris; foliis longius

petiolatis glabris coriaceis lanceolatis acuminatis basi cuneatis; floribus tetrameris; sepalis lineari-lanceolatis;

petalis villosis; ovario villoso, stilo stamina superante.

Der Strauch wird bis fast 5 m hoch. Der Blattstiel ist 2,4 cm lang; die Spreite hat eine Länge von 1826 cm und eine Breite von 79.5 cm.

Kamerun: Fernando Po (Mann. Hb. Kew).

Anmerkung. Von dieser Pflanze habe ich keine Kenntnis; vielleicht gehört aber eine Leptonychia mit entsprechend langgestielten Blättern, die getrocknet auffallend braun gefärbt sind, hierher. Blchholz sammelte sie im Oktober 1874 bei Munyo; von den Blüten sagte er, dass sie grünlich, innen gelb wären. Gewöhnlich ist der Kelch, welcher bei dem Mangel an lebhaft gefärbten, grossen Blumenblättern auffallend wirkt, grün; die Staubgefässe oder vielmehr die inneren Blütenorgane werden sonst gewöhnlich weiss genannt.

11. Octolobus Wehn,

Oetolobus Welw. in Benth. et Hook. Gen. pl. I. (1867.) 982, in Linn. Trans. XXVII. (1869.) 17. t. 6; Mast, in Oliv. Fl. trop. Afr. I. 219; Baill. Hist, pl. IV. 62, nota; K. Schum. in Engl.-Prtl. Nat. Ptlzf. III. 6. 97. in Notizb. des königl. bot. Gart. u. Mus. Berlin II. 306.

Zu der Diagnose dieser Gattung ist zu bemerken, dass die Blüten nicht immer, wie der Name angiebt, achtgliedrig sind. Ferner ist hinzuzufügen, dass sie stets von einem Calyculus, der aus etwa 8 Blattern be­steht, gestützt sind.

Die Gattung ist jetzt, nachdem ich eine zweite Art aufgestellt habe, nicht mehr monotyp. Sie ist zweifellos mit der Gattung Cola verwandt, denn auch sie hat, wie diese, die Staubblätter in einen Ring zu­sammengestellt. Durch die grosse Zahl der kopfförmig verbundenen Carpiden ist sie aber ausserordentlich verschieden. In ihr hat die schon bei anderen Gattungen der Sterculieae ausgeprägte Apocarpie das höchste Maass erreicht; in der Gattung Sterculia stehen gewöhnlich Griffel und Narbe in einer engereu Vereinigung. Diese