K. Schumann, Sterculiaceae africanae.
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Transvaal: Ohne bestimmten Standort (J. Medley-Wood, C. E. Galhn n. 1072. — Hb. Kew); District Lydenburg, am Komati-Fluss (Wims n. 545, in Knospen im Juli 1884. — Hb. Berk!).
Anmerkung I. Diese Art ist die einzige unter allen afrikanischen Sterculien mit gefingerten Blättern, soweit das Gebiet unserer Monographiae africanae reicht. Ausserhalb desselben kennen wir überhaupt nur noch eine Art aus der Gattung in ganz Afrika, nämlich St. Alexandri Harv. in Harv. et Sond. Fl. cap. I. 178. Diese Pflanze gehört zu den seltensten Gewächsen des Continentes; sie ist nur an einer einzigen Stelle in den Vanstaadensbergen bei Pt. Elizabeth in einem Baume gefunden worden. Es ist wohl zu beachten, dass auch diese Art durch gefingerte Blätter ausgezeichnet ist; die Blättchen sind aber nicht wie bei der soeben besprochenen Art behaart, sondern kahl. Sie ist in Harvey, Thesaurus I. t. 3 abgebildet; ich habe sie noch nicht zu Gesicht bekommen.
Anmerkung II. Stuhlmams fand noch eine Art Sterculia in Centrai-Afrika, von der leider nur die Früchte vorliegen. Sie sind sehr zahlreich an einem Zweige befestigt und gleichen den Früchten der Leguminosen; ich nenne sie provisorisch St. leguminigera.
13. Firmiana Marsigli.
Firmiana Marsigli in Act. Patav. I. 116. t. 1. 2; Schott et End!. Melet, 33; R. Br. in Horsf. PI. jav. rar. 235; K. Schum. in Engl.-Prtl. Nat. Pflzf. III, 6. 97. — Erythropsis Lindl. Bot, reg. t. 1239; Schott et Endl. 1. c. 33. — Sterculiae Sect. Boxb. Hort. beng. 50, Corom. pl. I. 26. t, 25; Mast, in Oliv. Fl. trop. Afr. I. 218, in Hook. fil. Fl. Br. Ind. I. 361.
Das Auftreten dieser Gattung in West-Afrika, die früher nur von Ost-Indien und Malesien bekannt war, ist sehr überraschend. Die Art ist insofern nicht ganz typisch, als sich die Früchte nur an der Spitze mit einem kurzen Spalt öffnen, nicht vollkommen aufspringen und sich nicht breit auseinanderlegen, ein Verhältnis, das uns von F. platanifolia (Lin. fil.) B. Br. so gut bekannt ist. Auch die geringe Zahl der Samenanlagen ist bemerkenswert: Oliver giebt deren nach BowLAND'schem Material zwei an; ich habe leider keine weiblichen BiUten untersuchen können. Von diesen scheint die eine regelmässig fehlzuschlagen, denn ich sah stets nur einsamige Früchte.
Nur eine afrikanische Art.
\. Firmiana Barteri (Mast.) K. Schum. in Engl. Nat. Pflzf. III, 6. 97; arborea ramis florenfibus validis teretibus cicatricibus geminatis foliorum delapsorum et pedunculorum notatis novellis ex gemma tomentosis mox glabratis; foliis longiuscule petiolatis ovatis vel latioribus breviter et acute acuminatis basi alte cordatis Septem- vel subnovemnerviis, statu juvenili subtus plus minus pilis stellatis inspersis, dein glabratis et glaber- rimis herbaceis vel subcoriaceis; panniculis pluribus praecocibus laxis prope apicem ramulorum axillaribus, rhachi glabra, bracteis bracteolisque caducis, e cicatricibus parvis; floribus nutantibus pedicellatis; calyce sub- clavato-lubuloso basi paulo inflato, breviter quinquelobo extus papilloso potius ac subtomentoso intus pilis stellatis insperso basi autem annulo hispido cincto infima glabro; flore masculo: androeceo ex antheris 40 inordinate capitato-congestis efformato ope androgynophori pilosuli alte supra calycem sublevato; flore foemineo: ovario pentamero tomentello breviter stipitato, carpidiis haud arcle connatis biovulatis, stigmatibus crasse carnosis reflexis; folliculis stipitatis papyraceis inflatis oblongis obtusis oblique mucronulatis glabris monospermis.
Sterculia Barteri Mast, in Oliv. Fl. trop. Afr. I. 218; Oliv, in Hook. f. Icon. plant, t. 2277.
Der Baum wird bis 10 m hoch. Die vorliegenden, kurzen, blühenden Äste haben bei einer Länge von 6—9 cm einen Durchmesser von 6—10 mm, sie sind mit gelber, glänzender Rinde bedeckt, welche Spuren eines Gummiausflusses trägt und mit spiralgestellten Narbenpaaren geziert ist; die untere herzförmige Narbe rührt von dem abgefallenen Blatt, die obere quer elliptische von dem Blütenstande her. Nebenblätter sah ich nicht. Der Blattstiel ist 5—9 cm lang und stielrund. Die Spreite hat eine Länge von 14—22 cm und ist ungefähr ebenso breit; neben den Grundnerven wird sie von 3—4 stärkeren, beiderseits wie das Venennetz gleichkräftig vorspringenden Nerven rechts und links vom Medianus durchlaufen; getrocknet hat sie fast die Farbe der panachierten Abutihn-BMler. Die aufrechte Rispe ist 4—18 cm lang, ziemlich eng und kahl. Die Blüten- stielchen sind nur 3—7 mm lang. Der karminrote Kelch hat eine Länge von 7—14 nun. Die männliche Blüte: das I—1 } 5 mm lange Androeceum wird von einem langen Androgynophor getragen. Die Balgfrucht ist 5—7 cm lang und ist getrocknet in noch nicht ganz reifem Zustande gelbbraun.
Niger-Gebiet: Bei Nupe (Barter n. 1085); bei Abeokuta (Bowland).
