Nachträge.
1. Zu Stachannnlaria. Es sind zwei Abhandlungen zu erwähnen, welcho im Vorangehenden nicht oder kaum Besprochung fanden und sich mehr oder weniger eingehend auch mit Stachannularia beschäftigen:
Prantl, Bemerk, über die Verwandtschaftsverhältnisse der Gefässkryptogamen und den Ursprung der Phanerogamen. Verhandl. d. phys.-medic. Gesellsch. zu Würzburg, IX. Bd., 1875,76, S. 84.
Schenk, übor die Fruchtstände fossiler Equisetineen. I. Annularia. Botan. Zeit. 1876 S. 529 (No. 34). — II. Sphenophyllum, ebenda S. 625 (No. 40).
Beide Verfasser gelangen zu theilweise verschiedener Auffassung über die Stachannularien, als die in vorliegender Schrift vertreten worden ist (s. auch S. 27 Anmerk.). Um möglichen Missdeutungen vorzubeugen, werden die folgenden kurzen Auseinandersetzungen ausreichen.
Prantl's Bemerkungen (a a. 0. S. 93), die sich auf meine erste Mittheilung von 1873 beziehen, dagegen den schönen Aufsatz von Renault unberührt lassen, sind eigentlich durch die neuern Untersuchungen gegenstandslos geworden, da sie die ältere Auffassung von axillären sitzenden Sporangien adoptiren. Indessen muss ich seiner Vermuthung gegenüber, dass meine Angabe von besondern Haltern der Sporangien unter den Blättern auf einer Täuschung beruhen dürfte, „die • durch die zuerst hinab- und dann aufwärtsgebogenen Blätter hervorgerufen wird", die bestimmte Versicherung entgegenstellen, dass von einer solchen Täuschung weder damals, noch jetzt die Rede sein konnte, und zwar hebe ich dies noch heute hervor, weil auch Schenk denselben Irrthum vermuthen lässt. Auch Prantl wird wohl schwerlich mehr die Existenz von besondern Kreisen mit Trägern der Sporangien bezweifeln. Nicht darum kann es sich handeln, ob ein herabgedrücktes Blättchen als ein Sporangienträger angesehen wurde, sondern einzig, ob die von mi# beschriebene Rosendornform des Trägers existirt oder in ein freies Säulchen mit nicht verwachsenem Sporangium sich zerlegt.
Die ausführlichere Darstellung von Schenk macht es wünschenswerth auf einige Punkte besonders einzugehen.
