schmecken nicht nur süss, sondern sie kochen auch infolge des vorhergegangenen Verfahrens sehr weich.

Himbeerschnee.

Hole iu einer grossen und tiefen Schüssel frischen, reinen Schnee, z. B. von einem Garten - tisch, verteile auf so viel Teller, als man Per­sonen traktieren will, mit der Schaumkelle je ein Häufchen Schnee, pudere diesen dick mit feinem Zucker ein und giesse dann flink über jedes Schneehäufchen Himbeersaft. Natürlich muss dieses Fruchteis serviert werden, ehe es schmilzt. (Oosterr. Landw. Wchbl.)

Champagner aus Apfelwein.

Nachdem man grosse Flaschen mit Apfel­wein gefüllt hat, löst man 0080 Gramm fein gepulverten weissen Zucker auf und fügt 2,5 Gramm feine, gepulverte Weinsteinsäure und 4 Gramm doppelkohlensaures Natron hinzu. Hier­auf verkorkt man die Maschen, verbindet den Kork mit Draht und lässt sie 8 Tage lang an einem nicht zu kühlen Ort liegen. Der Wein kann dann sofort getrunken werden.

[(Allgein. Zeitung für deutsche Land- und Forstwirte.)

Honig-Essig.

Ein Pfd. Honig wird mit 15 Pfd. Wasser verdünnt. In die Mischung legt man eine Brot­krume und setzt sie in die Bonne oder an den warmen Ofen; in 46 Wochen gährt sie ab und man erhält einen schmackhaften Essig. Durch Kochen und Abschäumen wird er haltbarer und milder im Geschmack. Durch einen geringen Zusatz von Nelken oder Pfefferkörnern kann man ihn beim Kochen beliebig abwiirzen.

(Scliles. Bienenzeitung.)

Honig-Bier.

Ein Pfd. Honig wird mit 12 Pfd. Wasser übergossen, dem Gemisch setzt man einen Ab­guss von 5 Gramm Hopfen und etwas Muskat­nuss oder Ingwer zu. Hat sich die Flüssigkeit soweit abgekühlt, dass man einen Mnger in ihr erleiden kann, so schüttet man ihr noch 2 bis 4 Löffel voll Hefe zu; am anderen Tage beginnt die Gährung. Nach 2 bis 4 Tagen ist sie bei etwas unter normaler Temperatur beendet. Ist Klärung eingetreten, so wird das Bier vorsichtig abgegossen und zum Gebrauch auf Flaschen ge­zogen. Ein grösseres Honigquantum macht das Bier stärker. (Schics. Bienenzeitung.)

Moussierende Limonade.

Man bereitet sie wie das Bier; nur wird die Gährung durch früheres Abziehen unterbrochen. Die Flaselien muss man gut verbinden oder ver­siegeln. In etwa 8 Tagen ist das besonders im Sommer in Bädern so sehr beliebte Getränk ge- niessbar, (Schics. Bienenzeitung.)

Met.

Dieses Getränk lernte das Kulturvolk der Römer lange vor Chr. Geburt bei unsern heid­nischen Vorfahren kennen. Im Mittelalter wur­den die polnischen Metsieder besonders berühmt. Ein Landmann, Piast, verdankte seinem Mete den Herzogstitel. Noch heute wird er in den slavischen Landstrichen viel getrunken. An Stärke, Wohlgeschmack und Nahrhaftigkeit über­trifft er alle unsere gebräuchlichen geistigen Ge­tränke. Wie wird er bereitet? Einfach wie das Honigbier; nur wird die Flüssigkeit vor der Gährung soweit verdickt, dass sie ein Hühnerei trägt. Doch hängt die Güte des Mets nicht allein vom Quantum und der Qualität des Honigs, sondern von der Gährung ab. Durch Koriander oder Kardamon kann man ihn wür­zen; der Wachsgeschmack verliert sich durch Zusatz von Holzkohle; Klärung erzielt man durch Eiweiss; die Säure vermindert man durch Zu­satz von Kreide; Rum verstärkt ihn. Durch Zu­satz von Brombcer-, Kirsch- oder Höidelbeersaft lässt er sich beliebig verändern.

(Scliles. Bienenzeitung.)

Honig-Champagner.

Vermischt man den Met mit gutem Trauben- wein und unterbricht man die zweite Gährung, so erhält man den sehr bald trinkbaren, köst­lichen Champagner.

(Schles. Bienenzeitung.)

Honig-Liqueur.

2 Pfund Honig werden mit 1 Pfund guten, weichen Wasser verdünnt. In 1 1 rectificierten Spiritus tröpfelt man 10 bis 15 g Essenz von beliebiger Sorte, wie Kirsch, Citrone, Allasch u. s. w. Am andern Tage giesst man beide Mischungen zusammen. Sollte es nötig sein, so klärt man sie durch gebrannten, pulverisierten Alaun. Bei der Selbstbereitung staunt man über die ganz enormen Handelspreise und über die vorzügliche Qualität des eigenen Fabrikats.

(Schics. Bienenzeitung.)

Honig-Syrup.

Auch seine Gewinnung ist die denkbar ein­fachste und billigste. Dunkle Waben, Abfall­stücke und Honigwasser, welches man etwa beim Wachsauslaufen gewinnt und bei den oben ge­nannten Getränken nicht verwendet, werden in einen Topf oder Kessel geschüttet und so lange gekocht, bis die Flüssigkeit die gewünschte Dicke erhalten hat. Kann man die Masse während des Kochens nicht rühren, so wirft man einige Kiesel- steinchen verschiedener Grösse hinein, sie ver­hüten das Anbrennen.

(Scliles. Bienenzeitung.)

Ersatzmittel für den Sauerteig.

Man kocht eine Kleinigkeit Hopfen und seihet die Flüssigkeit ab. Diese giesst man dann über Mais- und Kartoffelmehl und knetet die