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Estragonsenf.
2 Kilo braunes Senfmehl, 1 Kilo gelbes Senfmehl und 300 gr Essig werden aufgekocht und dann noch 100 gr Estragonessig hinzugefügt.
Wurzelgemüse im Frühjahr länger schmackhaft zu erhalten.
Pastinaken, Petersilieuwurzel, Schwarzwurzel u. a. m., welche während des Winters im freien Laude geblieben sind, fangen mit Eintritt der wärmeren Frühlingswitterung zu treiben an und bekommen dann einen Geschmack, welcher mit „kronlich“, „grünlich“ und „grünlich“ bezeichnet wird. Man muss das frühe Austreiben desshalb so gut es geschehen kann, zu verzögern suchen und erreicht solches, indem man die Wurzeln von den Gartenbeeten aushebt, ihnen die Krone abschneidet und sie an einem kühlen Orte einschlägt, sie also in ihrem Wachstum stört.
Um wohlschmeckende Schnittpetersilie zu erzielen,
muss man, weil die Pflanzen im zweiten .fahre nach ihrer Aussaat in Barnen gehen und dann kein oder nur schlechtes Kraut liefern, alljährlich, wenigstens alle zwei Jahre, eine neue Aussaat machen.
Perennierender Spinat als Salat.
Dieser Spinat liefert im Frühjahr, wenn auch keinen vorzüglichen, doch immerhin annehmbaren Salat, Am schmackhaftesten ist er, wenn er mit Kartoffelsalat vermischt wird. Man darf aber nur die jungen Blätter benutzen.
Maismehl
wird neuerdings wegen seines guten Geschmackes und seiner leichten Verdaulichkeit für den Haushalt zu Mehlspeisen und sonstigen Gebäcken mit Recht empfohlen, da sein Nahrungswert denjenigen ries Weizenmehles übersteigt.
(Allg. Ztg. für die deutschen Land- u. Forstwirte.)
Winter-Kopfsalat recht früh und zart zu ziehen.
Hierzu giebt es nichts zweckmässigeres als Glasglocken, welche man über die Pflanzen stellt. Das Begiessen der Pflanzen findet mit erwärmten Wasser (40 Grad R.) statt, doch darf man dieses nicht an die Pflanzen selbst bringen.
Eine andere Methode lehrt: Man bringe einen Bretterrahmen um das Salatbeet und lege Mistbeetfenster auf, welche aber bei Sonnenschein reichlich gelüftet werden müssen.
Salat von ausgetriebenen Rettigen.
Die jungen Rettigtriebe von überwinternden Rettigen lassen sich als Salat benutzen.
Bachbungen-Salat.
Die Bachbunge, w r elche in Bächen und langsam fliessenden, seichten Gewässern wild wächst, wird an vielen Orten gesammelt und wie Brunnenkresse als Salat verwendet.
Zur Zubereitung des Salats.
Der Südländer bedient sich beim Zubereiteu des Salats weniger des Essigs und des Salzes, sondern verwendet statt dieser Citronensaft oder Citronensäure. Der so zubereitete Salat soll ein wahres Labsal für Gesunde und Kranke sein.
Grüner Salat darf beim Waschen nicht lange im Wasser stehen, indem durch langes Stehen seine Nahrungsstoffe ausgesogen werden.
Die b este Probe von zu kochenden Hülsenfrüchten
ist die Kochprobe; wesshalb man bei Einkauf von grösseren Mengen von Bohnen, Erbsen und Linsen, diese nie unterlassen sollte.
Alte, zweijährige Hülsenfrüchte stehen den frischgeernteten weit nach und sind oftmals, selbst mit dem weichsten Wasser nicht weich zu bringen.
Land- und Forstwirtschaft.
Einige Winke zur Kultur des Rotklees.
Die oft recht üblen Erfahrungen, welche man in neuester Zeit in Betreff des Gedeihens des Rotklees gemacht hat, können nicht verfehlen, die Aufmerksamkeit der Landwirte auf dieses wichtige Futter mehr denn jo zu lenken.
Man säet den Rotklee gewöhnlich in eine Sommerfrucht, meist in den Hafer oder in die Gerste. Hierin ist aber gerade der Grund des häufigen Misslingens der Saat zu suchen. Der
Kleesamon liegt ziemlich lauge im Boden und verlangt zum Keimen ein gewisses Mass von Feuchtigkeit. Da sich aber die Sommerfrucht nur langsam und überhaupt nicht sehr stark bestockt, so kann sie ihm zur Zeit, wo er dessen am meisten bedarf, nicht den nötigen Schutz gewähren. Tritt nun nach der Saat eine längere Trockenheit ein, so keimt der meiste Kleesamen entweder gar nicht, oder geht im Keimen zu Grunde. Dasselbe geschieht mit den jungen Kleepflänzchen, wenn es nicht den gehörigen Schutz gegen die austrocknenden Winde und
