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stand unter den Kolbenweizensorten der Square head im Ertrag oben an, welche aber in einzelnen Jahrgängen auch von Blumenweizen erreicht wurde. Sehr beachtenswert sind auch Bordeaux und Main’8 stand up., dann folgen Nordstrand - Triumpf- und Probsteicrwcizen. Molds red prolific, der hier nicht probirt wurde, soll nach II. Riinpau wegen seines reichen Wurzelsystems und guter Bestockung auf nähr- stotfarmen Boden noch verlüiltnissmässig gute Erträge liefern. — Enter den Grannenweizen lieferte Riretts bearded aussergewohnlich hohe Erträge, bis 100 Ztr. pro ha, deren Qualität aber etwas geringer war. Aehnlich verhält sich der Helena-Weizen, der ebenfalls auch nicht ganz winterfest ist. — Der oft empfohlene Dividenden-Weizen mit seiner grossen aber sehr lockeren Aehre gab nur mittelgrosse Erträge. — Vor dem Anbau des verästelten sog. „Wunderweizen“, der überhaupt keinen besonderen Kulturwert hat, stets ausartete, nur wenig winterfest war und ein kleines unansehnliches Korn lieferte, muss, da er neuerdings wieder in Samenkatalogen angepriesen wird, gewarnt werden. Eine für uns gänzlich wertlose Sorte ist der sog. „polnische Weizen“ mit seiner flatterhaften Aehre.
Rabinschen als Schafweide.
Das gewöhnliche Rabinschen oder Schafmäulchen, welches sehr gern von Schafen gefressen wird, kann in Gegenden, wo diese schon frühzeitig auf die Weide getrieben, als WeidepHanze mit angebaut werden. Sein Anbau empfiehlt sich besonders auf diinnbe- standenen Kleeweiden. Der Samen ist im August mittels der Egge in die Erde zu bringen.
Die Nutzbarmachung grösserer Waldungen
wird häutig dadurch sehr erschwert, dass es fast unmöglich Ist, die so kostspielige Menschenarbeit zum Fällen der Bäume durch Maschinen zu ersetzten, wie sich dies auf allen anderen Gebieten menschlicher Betriebsamkeit von selbst entwickelt hat. Die Ursache davon ist die Schwierigkeit, im Walde geeignete riätzc zum Auf'tellen der Maschinen und zur Fortbewegung derselben zu finden. Zwar ist der Versuch gemacht worden, mit Hülfe von Locomobilen, Dampbägen zum Absehneiden der Bäume zu betreiben; allein sowohl die naturgemässe Schwerfälligkeit, als auch insbesondere die gn-.-e Gefährlichkeit in Bezug auf Waldbrände .'••U.t Abstand hiervor zu nehmen. Alle diese Schwierigkeiten sind nun nach den bedeutungsvollen längeren Betriebs verfahren in den Wäldern <les Grafen I’otocki in Galizien vermittelst einer durch Electricität getriebenen Maschine überwunden. Die Trennung des Stammes vom Rumpf wird hiernach nicht wie bisher durch eine Säge, sondern durch einen Bohrer bewirkt,
welcher eine kontinuirlielie hin- und hergehende kreisbogenartige Bewegung in horizontaler Richtung macht. Die Maschine ist so leicht, dass sie bequem von einem Manne selbst über holprigen oder morastigen Boden transportirt werden kann. Die Kraftübertragung auf die Maschine findet durch Elektricität statt und demgemäss kann der zu diesem Zwecke dienende Elektromagnetor an jedem geeigneten Platze innerhalb oder ausserhalb des Waldes in grosser Entfernung aufgestellt werden. Er selbst behält während des Fortganges der Arbeit seine feste Lage bei und die Leitungsdrähte gestatten eine Beweglichkeit des Baumfällen nach allen Richtungen. (Pracktischer Land u. Forstwirt.)
Versuch der Konservierung 1 von Grünfutter mit Schwefelkohlenstoff.
Wie das »Landwirt. Jalirb. der Schweiz« berichtet, stellte A. Grete, nachdem er sich überzeugt hatte, dass mit Schwefelkohlenstoff, besprengtes Grünfutter sich längere Zeit ohne die geringste Schimmelbildung konservieren lasse, Versuche im Grossen an. Zwei ausgemauerte Silos von 1'8 Meter Breite, l - 5 Meter Länge und l'fj Meter Tiefe wurden mit bestem Kleegrase gefüllt, welches eben in die Blüte trat, und während des Füllens wurde von Zeit zu Zeit etwas Schwefelkohlenstoff mittelst einer Handspritze beigemischt. Die Menge des verbrauchten Schwefelkohlenstoffes betrug im Ganzen circa 2 Kg. Das Futter wurde mit genau in die Grube passenden Brettern bedeckt, auf die noch eine Dachpappe gelegt wurde. Im Uebrigen erhielt das Futter keine andere Pressung als die, welche durch den Druck des Körpergewichtes des Arbeiters von selbst sich ergeben hatte. Nach bV.i Monaten wurde die Grube geöffnet. Das Futter war frei von jeder äusserlich sichtbaren Pilzbildung, und man gewann sofort die TJeberzeugung, dass bei diesem Konservirungsmittel auch nicht ein Blatt unbrauchbar geworden. Das Futter hatte einen angenehmen Geruch und war nur schwach sauer; dasselbe wurde von den Kühen gern gefressen und übte keine schädliche Wirkung auf die Tiere aus. Ein Geruch nach .Schwefelkohlstoff war nicht mehr zu bemerken. Auch die chemische Aualyse dieses mit Schwefelkohlenstoff konservierten Futters ergab sehr günstige Resultate. Der Schwefelkohlenstoff hatte die Datier des Stoffwechsels in den abgeschnittenen Pflanzen wesentlich abgekürzt, wodurch fast der Gesammt- gchalt des Grünfutters an llosprotein erhalten blieb. Verfasser ist der Ansicht, dass die Ver- gährung des Heues durch Schwefelkohlenstoff verhindert werden könnte, und dass gleichwohl ein gutes Heu erzielt würde; jedenfalls spielten die niederen Organismen nur eine untergeordnete Rolle. Weiter angestellte Versuche im Grossen werden zeigen, inwieweit diese Methode in der Praxis anwendbar und vorteilhaft sein wird.
Verantwortlicher Kedakteur Friedr. Huck- Druck und Verlag von J. Frohberger in Erfurt.

