1886. Nr. 22.]
Impatirn.? Hookeri.
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Prachtexemplare, darunter eines in einem 15 cm Topfe mit 10 grösseren und kleineren Blüthenköpfen, ein anderes in einem 20 cm Topfe mit 13 Köpfen! Solche Sachen Hessen sich ziehen, und sicher würden sich Käufer finden. Leider ist es in Deutschland Thatsache, dass bei der ausserordentlich starken Anzucht die Pflege der Pflanzen wohl allgemein geworden, doch die Liebhaberei verflacht ist. Es lohnt sich nur die Spezialanzucht von Tausenden, und unter ihr ist die Anfrage nach derartigen Pflanzen erstorben.
Japan und China bilden einen anderen Kreis. Pr. cortusoides L. und Pr. Sieboldii Morr., besonders letztere, Waren in zahlreichen Varietäten ausgestellt. Es waren grosse Blumen in herrschen Farbenspielen, weiss, rosa und blau, einige zeigten wirkliche Anilinfarben, und besonders die fielen auf, deren Unterseite intensiver als die Oberseite gefärbt war. — Pr.japojiica A.Gray ist eine schöne Pflanze, obgleich sie mit ^ren riesigen Blättern und dem starken Blüthenstande den zartenPrimelcharakter verhöhnt. Pr. japonica alba, ein Er- 2 eugniss der Gartenkultur. — Pr. obeo- mca Hance musste Jeder lieb gewinnen, der es in der herrlichen Pflanze vom Edinburger Botan. Garten sah: ein 15 cm Topf m it 12 Blüthenstielenü Es war ei n liebliches Bild und die Färbung der |rossen Blüthen ist gerade wie die eines ^ha/aenopsis Sandcriana. — Pr. si- He nsis Lindl., 4 grosse Exemplare in ^ächtigen Schalen machten durch ihren Wuchs und ihre Blüthenpracht um diese ^eit geradezu Aufsehen. r Vom Orient kamen Pr. grandis .? r att., die Pr. japonica im Wuchs noch ^erbietet, Pr. luteola Rupr. und Pr. ~°veana Dene. Besonders letztere, leicht durch die starke Bestäubung von Pr. Ve ^ticillata Forsk. unterschieden, war schönen Kulturexemplaren ausgestellt. *r. s ist in der That eine gute Pflanze,
* e man auch anders wo finden sollte,
s nur in botanischen Gärten. Pr. sujfrutescens A.Gray und Pr. ^stassiuica Mchx. vertraten Nord-
"•Orika. Die erste ist leicht zu merken atl dem aufstehenden Stämmchen und
den keilförmigen, vorn gesägten Blättern. Pr. mistassinica ist wohl eine der reizendsten Pflänzchen, die je in Kultur gewesen sind. Die kleine Rosette legt sich dem Boden an, aus ihr erhebt sich das 6 cm hohe Schäftchen, 6—12 kleine zartrosa Blüthchen tragend.
Ueber Bastarde undVarietäten möchte ich nicht weiter berichten, ebensowenig über die reizenden Androsaceen und anderen Primulaceen, die ausgestellt waren. Suchen wir uns aus diesem Abschnitte das "Werthvollste und für jeden Platz Brauchbare heraus, so haben wir in Pr. cashmiriana, Pr. rosea und verticillata das Beste, dem wir Pr. Auricula, cortusoides, viscosa und;///'//////rtanschliessen dürfen. Dazu mögen wir uns die geringe Mühe nehmen, Pr. ßoribunda und obeonica zu überwintern. Wer noch mehr besitzen und pflegen möchte, füge Pr. farinosa, japonica und Sieboldii hinzu. Das Alles sind Pflanzen, von denen wir für geringe Mühe auf bescheidenem Räume herrlichen Dank ernten können! Georg Hansen.
Impatiens Hookeri.
(Mit Abbildung.)
Wir führen hiermit unseren Lesern in der nebenstehenden Abbildung eine der neuesten Einführungen der Firma William Bull zu Chelsea, LondonS.W., fmpatiensHawkeri vor, w elche von dem englischen Lieutenant Hawker auf den Südsee-Inseln entdeckt worden ist und von der genannten Firma in nächster Zeit abgegeben wird. Die prachtvollen Blumen sind gross und flach, von tief- rother Färbung mit einem glänzend blauen Hauch um das kleine weisse Auge. Der Sporn ist ca. 5 cm lang. Die schnell wachsende und sehr leicht zu vermehrende Pflanze ist von März bis Oktober fast stets mit ihren schönen Blumen bedeckt, baut sich gut und wird voraussichtlich eine der beliebtesten Dekorationspflanzen werden.
Ob Impatiens Hookeri sich als Gruppenpflanze brauchbarer erweisen wird als ihre Vorgängerin Impatiens Sul- tani, die für diesen Zweck sich nicht eignet, sondern nur als Topfpflanze zur Dekoration verwendet werden kann,

