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niedergesetzt werden soll, von denen drei Mitglieder der freien Vereinigung, drei der Deutschen botanischen Gesellschaft angehören sollen, welche ein möglichst gedeihliches Zusammenwirken beider Gesellschaften anbahnen soll, wird dahin abgeändert, dass man zunächst die Antwort auf das erste Anschreiben abwarten will und dann die Angelegenheit dem Vorstände überlässt.
Schluss der Sitzung \ '/ 2 Uhr.
Nachmittag um 3 1 / 2 Uhr wurden die Mitglieder der Vereinigung durch das Kön. botanische Museum geführt; nachher besprach Herr Urban die Baupläne für das neue Museum in Dahlem. G 1 /^ Uhr nachmittags versammelten sich die Mitglieder wieder in dem pharmazeutischen Institut zu Dahlem und hörten den mit vielen Licbtbildern illustrierten Vortrag des Herrn Encler über
die Vegetationsformationen Ost-Afrikas.
Derselbe weist zunächst darauf hin, dass in dem von ihm bereisten Gebiet von Dar-es-Salam bis Nairobi in Englisch Ost-Afrika die chemische Beschaffenheit des Bodens eine untergeordnete Rolle spiele, dass vor allem der Ilumusgehalt und die Bewässerung für die Vegetation in Betracbt kommen, dass die Bewässerung oft sehr local ist und recht oft xerophile Flora in geringer Entfernung von der hygrophilen anzutreffen ist. Dies ist für den Botaniker ganz besonders interessant. Unter Vorführung von zahlreichen, auch bunten Lichtbildern, von denen einige nach photographischen Aufnahmen des Herrn Privatdocent Dr. Busse angefertigt wurden, geht der Vortragende näher auf die einzelnen Vegetationsformationen ein und zwar zunächst auf die des Küstenlandes. Es wird eingehender besprochen die an Succulenten und dauerblättrigen Gewächsen reiche Flora der Korallen- kalkinseln und felsigen Küsten. Auf die Schilderung der Flora der am indischen Ocean überall ziemlich gleichartigen und so oft beschriebenen Mangrovenbestände wird verzichtet, dagegen werden eingehender behandelt die offene Küstensteppe mit ihren Büschen von Phoenix und einzelnen Hy- pkaene sowie die parkartigen Buschgehölze des Küstenlandes, insbesondere der sogenannte Sachsenwald bei Dar-es-Salam. Es wurden nunmehr die Vegetationsformationen des Inlandes besprochen und zwar zunächst diejenigen Steppenformationen, welche sich durch besonders große Artenarmut und eigenartige Entwicklung ihrer Pflanzen auszeichnen, die Salzsteppe, die Succulentensteppe, mit den Asclepiadaceen Caralluma codonoides und der neuen Gattung Priogonium raceiuostuu K. Schum., die immergrüne Dornsteppe, in welchen kaktusähnliche Euphorbien, eigentümliche succulente
nächstem Jahresversammlung an Herrn Schwendend in Kassel gesandt. Die Antwort lautete ablehnend, da die Gesellschaft an den Zusammenkunftsort der Naturforscher- Versammlung gebunden sei, als welcher Breslau in Aussicht genommen worden ist.

