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sind aber noch allerhand schöne Koniferen, die bei j uns nicht aushalten und deren Töpfe deshalb nur in den Boden eingesenkt sind, hier gruppirt. End­lich tragen einige Blattpflanzen-Gruppen von nicht geringein Umfange zur Mannigfaltigkeit bei. Den Garten selbst schliesst an seinem schmälsten Ende ein Kalthaus ein, was für den Winter die während der bessern Zeit im Freien zerstreut stehenden Blü- thensträucher und Blattpflanzen aufnimmt.

Vor dem Salon befindet sich ein ziemlich brei- \ ter, mit Sand belegter Raum, auf dem fast in I der Mitte der Thüre des Salons gegenüber einige Meubels stehen. Mehr zur Seite nehmen sich Gra- ; nat- und Myrtensträucher von gewiss hohem Alter j um so schöner aus, als sie während unserer An- ' Wesenheit mit Blüthen wie besäet waren. Die bren- \ nend rothe Farbe der erstem wurde durch das reine Weiss der andern gar sehr gemildert. Wir haben nicht leicht Sträucher gesehen, die neben einander eihen solchen Effekt hervorrufen, als Myrte und Ornate- Auf beiden Seiten der Klügelthüren hat­ten dagegen Agapanthen ihre prächtigen blauen : Dolden entfaltet, während weiterhin und dem Wohn- j hause auf beiden Seiten entlang sich Stellagen mit den schönsten Fuchsien, welche die letzten Jahre in so reichlicher Anzahl hervorgebracht, dahin zo­gen. Nicht alle Blüthensträucher verdienen eine J solche Beachtung, als die Fuchsien, da diese, nur einiger Massen gut behandelt, den ganzen Sommer

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hindurch blühen.

Jenseits des mit Sand bedeckten Pfades be­ginnt zwischen den virginischen Gedern und den Lebensbäumen Rasen. Gleich vorn auf ihm zeigen einige kleine, in Arabeskenform angelegte Beete die Nähe des Salons an. Ein querliegendes Oblong träwt nämlich in seiner Mitte eine hübsche 1^-Fuss

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hohe Pinus longifolia; darum stehen andere, man möchte sagen, Miniatur-Exemplare von Koniferen, besonders von Lebensbäumen und Cypressen ver­schiedener Art. Vom Oblong gehen eine Art ge­bogener Strahlen, durch Beetchen gebildet, nach aussen und sind mit niedrigen Florblumen in der Weise gefüllt, dass nach dem Wohnhause zu die kleinern sich befinden, hinter denen sich grössere erheben. Während demnach vorn z. B. blaue Lo­belien aus der Erinus - Gruppe und Verbenen sich befinden, stehen mehr nach hinten niedrige Pelar­gonien und Heliotropien. Ueber diese Blumenbeete hinweg kann das Auge unbeirrt weiter schweifen.

Zur Seite und mehr in der Nähe des Lebens­baum- und virginischen Cedergehölzes stehen 2 schöne Exemplare der breitblättrigen Cordyline

(Dracaena) australis und ebenso 2 der Yucca glo- riosa. Alle 4 mochten Stämme von gegen 8 Fuss Höhe und eine dem entsprechende Krone haben. Der Zufall wollte, dass beide \uccen zur selben Zeit ihre mit hängenden und den der Tulpen ähn­lichen, aber grünlich-weissen Blüthen dicht besetz­ten Rispen entfaltet hatten. Dass dieser Umstand zur Verschönerung des Ganzen nicht wenig bei­trug, kann man sich denken.

Im Hintergrunde des grossen Rasenstückes, der durch einen querliegenden Weg von dem, wo Blutbuche, Götterbaum und Traueresche standen, getrennt wurde, befanden sich ebenfalls mehr zur Seite Koniferen-Gruppen hauptsächlich aus den sel­tenern Arten bestehend und deshalb wiederum in Töpfen, aber doch in der Erde versenkt, während gegen die Mitte hin und den dahinter liegenden Weg zum Theil deckend 4 Exemplare der Thuja aurea standen. Diese waren zwar kaum 2\ Fuss hoch und hatten dem entsprechend eine gehörige Breite, erschienen aber reizend. Man hatte sie selbst im Garten erst heran gezogen. Wie alles Jugendliche schön ist, so sind es ganz besonders auch die Koniferen; viele, ja selbst Araukarien und andere, verlieren allmählig mit dem höherem Alter ihre Reize, abgesehen davon, dass man sie zuletzt nicht mehr -im Winterhause unterzubringen vermag. Man kann es demnach jüngern Gärtnern gar nicht häufig genug sagen, dass sie sich stets junge Pflan­zen heranziehen und diese gegen die älteren ver­tauschen. Der Hintergrund, nämlich Blutbuche und Götterbaum, machte durch das ganz verschiedene Grün des Laubes genannter Bäume einen beson­deren Effekt. Die blasse, etwas in's Gelb sich nei­gende Farbe des ersteren kontrastirte gar wunder­bar gegen das grünbraune Laub der Blutbuche.

An den Seiten des Rasenstückes befanden sich wiederum verschiedene auserlesene Koniferen, die ausserdem noch sich durch gute Kultur auszeich­neten. Es würde zu weit führen und dem Zwecke selbst, dem wir uns heute gesteckt, auch zu fern liegen, wollten wir auf das reichliche Material ein­gehen. Man könnte vielleicht selbst sagen, dass es des Guten zu viel sei; man möge jedoch be­denken, dass der Besitzer eine besondere Vorliebe für Koniferen hat und schon seit vielen Jahren für die Vervollkommnung und Verschönerung seiner Sammlung thätig gewesen ist und weder Mühen noch Ausgaben scheut, um diese noch vollständiger zu machen.

(Fortsetzung folgt.)

Druck von J. V. inarcke in Berlin.