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dass der Mist, welcher jetzt verrottet ist, 4 bis 6 Zoll tief in die Erde zu liegen kommt. Ist er noch in Stücken, so muss er zerschlagen werden. Das ganze Terrain umgibt man mit einem Graben, j
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damit das Wasser während des Winters gut ab- fliessen kann. Im Sommer, wo dieses Abfliessen nicht mehr so nöthig ist, kann man den Graben i ganz oder zur Hälfte füllen, je nachdem er trocken ! oder nass ist.
Dieses gegrabene Land theilt man nun in beliebig-grosse Beete ein: bei den Holländern von i
Fuss Breite und 24 Fuss Länge. Aus ihnen wird die Erde 4 bis (> Zoll tief ausgenommen, wenn der Grund trocken ist, ist er aber nass, nur die '. Hälfte. Der Boden der Beete muss gehörig geebnet werden. Gut ist es ihn noch mit guter Mistbeet- | erde zu überschütten, wovon man sich nur grössern Erfolg versprechen kann.
Sind die Beete auf diese Weise zubereitet, so j pflanzt man die Hyacinthen. Es geschieht dieses vom 15. Oktober bis zum 1."). November spätestens. Der 15. oder der 2U. Oktober ist jedoch vorzuziehen, indem die Zwiebeln alsdann Zeit haben, sich vor dem Winter noch gut zu bewurzeln, was durch-
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aus nothwendig ist, wenn man dieselben gut durch den Winter bringen und einer schönen Blüthc entgegen führen will.
Das Pflanzen geschieht in der Weise, dass man j die völlig ausgewachsene Zwiebel so tief in die J Erde steckt, dass nur die Hälfte, oder selbst nur j der Kopf derselben zu sehen ist. Auf diese Weise würde also die Zwiebel, wenn das Beet 4 bis 6 Zoll tief ausgenommen ist, selbst 5 bis 7 Zoll tief zu
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stehen kommen : ist die Erde aber nur bis zu 2 und 3 Zoll Tiefe entfernt, so würden die Zwiebeln sich ohngefähr \S bis 4 Zoll unter der spätem Oberfläche des Bodens befinden. 5 bis 6 Zoll von einander entfernt, ist der beste Abstand der Zwiebeln. Ist j ein Beet bepflanzt, so schreitet man alsbald zum Vorbereiten des zweiten und deckt mit der Erde, die hier entfernt wird, das erste zu. Man ebnet, pflanzt und geht an die Vorbereitung des dritten Beetes, dessen Erde man zum Decken des zweiten benutzt. ,S 0 fährt man fort, bis man zum letzten Beete kommt, was mit der Erde des ersten ge- j deckt wird.
Ist man nun mit der Bepflanzung fertig, so ebnet man das Ganze noch einmal und tritt nun die Wege gehörig ab. Sobald die Nachtfröste sich einstellen, was gewöhnlich Mitte November oder An- | fang December geschieht, so nimmt man allerhand Abfall oder Ueberbleibsel des Gemüse-, Blumen- ! und Obstgartens, was man Alles während des Sommers gesammelt hat, um solches über die Hyaein- thenbeete auszubreiten. Noch besser sind frisches
Gras, Heu oder Laub aus dem Walde, da diese sich fest aufeinander legen. Anfangs deckt man leicht, ohngefähr I Zoll hoch, damit nicht etwa unter der warmen Decke die Zwiebeln anfangen auszutreiben, welches gewiss ein grosser Uebelstand wäre. Mit zunehmendem Froste wird auch die Decke erhöhet, bis dieselbe endlich '\ und 5 Zoll Dichtigkeit besitzt. Ganz besonders hat man darauf zu achten, dass die Kanten, wo es sonst am Leichtesten einfriert, gut gedeckt sind.
Im Winter muss man oft nachsehen, da Regen und Wind, aber auch sonstige Zufalle, einzelne Stellen mehr oder weniger entblössen können. Man darf auch nicht versäumen, mit einem Stocke in die Erde zu stechen, um sich zu überzeugen, wie tief der Frost eingedrungen ist, um möglicher W r eise die Decke noch zu verstärken. Ein wenig Frost -schadet übrigens nichts; so lange es nicht bis unter die Zwiebel friert, hat es nichts zu bedeuten. Im Frühjahre, sobald die ärgsten Fröste vorüber sind, also Ausgangs Februar oder selbst Mitte März *), verdünnt man wiederum die Decke nach und nach, und zwar in dem Maasse, als man sie im Anfange aufgetragen hat. Fiat man keinen Frost mehr zu fürchten, so häuft man den letzten Rest der Decke auf den Wegen zwischen den Beeten dachförmig auf, um die nun allmählig erscheinenden Hyacinthen vor den ersten sehr nachtheiligen Frühlingswinden zu schützen. Man umgibt auch wegen dieses Windes das ganze Terrain mit einer niedrigen Umfriedigung, welche man aus Stroh- oder Schilfmatten anfertigt.
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In Holland und jetzt auch in Gent, wo von Louis van Houtte die Kultur der Hyacinthen und der übrigen zwiebelartigen Pflanzen ebenfalls im Grossen betrieben wird und man dort ganze Morgen damit bepflanzt, hat man die Zwiebelfelder wie Gärten selbst besonders umhegt. Solch ein Garten ist in grosse Quadrate eingetheilt, die entweder mit lebenden Hecken von Ligustrum vul-
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gare umgeben sind, oder durch Stakete, Bretter- wandungen u. s. w. von den herrschenden Winden geschützt werden. In Sandgegenden wird dadurch auch dem Ueberwehen durch Sand ein Hinderniss entgegengesetzt.
Ist man ein besonderer Liebhaber der schönen Hyacinthen und will diese sich recht lange erhalten, so spannt man wenigstens über die kostbareren und auserwählten, wenn die Sonne zu heiss brennt, ein Tuch zum Schutze. Man hüte sich, selbst bei anhaltender Dürre, zu begiessen; glaubt man es durchaus thun zu müssen, so darf es nur im Schatten
*) Bei uns in Norddeutschem! in der Regel einige Wochen später. Anmerk. d. Red.

