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burg"schen, oder schon im romantischen Thüringen und im Harze, anlegen zu wollen, wäre eine Ver­messenheit, die sich selbst strafen würde. Wo die Natur das Füllhorn ihrer Reize ausgeschüttet hat, da ist der Mensch unnütz. Was er da Neues schafft, möchte zur Karrikatur werden. Hier gilt es nur die schönen Punkte aufzusuchen und diese durch Pfade und Wege mit einander zu verbinden, damit man sich auch ihrer erfreuen kann.

Man vermag wohl hier und da die Natur zu unterstützen und Gehölze; z. B. anzupflanzen, wo Mangel an Schatten nicht erlaubte, zu jeder Zeit am Tage eine Wanderung zu machen; man kann wohl einen grossen Baum hinstellen, um einen V or­dergrund zu haben und dem Bilde eine Art Staf­fage zu geben. Allem dem entsprechend müssen ferner auch die Baulichkeiten sein, welche man anbringt. Aber diese sollen eigentlich nur das Zeugniss ablegen, dass hier Menschen wandeln oder dereinst gewandelt haben und dürfen durchaus nicht zur Hauptsache werden.

Auch an den Ufern des reizenden Bosporus wollten die Grossen des türkischen Reiches, der Mode huldigend, englische Anlagen haben und Hes­sen sich zu diesem Zwecke in England Pläne ent­werfen, um diese an Ort und Stelle in Ausführung zu bringen. Leider wurden sie auch ausgeführt. Man glaubte türkischer Seits damit einen Schritt

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mehr zur Kultur gethan zu haben, dass man in nach englischem Geschmacke angelegten Parks herumwandelte, die doch nur den ursprünglichen, in der That reizenden Anlagen Hohn sprachen und grade deshalb deutlich und klar kund thaten, auf welcher Stufe der Kultur jene Menschen stehen. Die schönsten Myrten- uud Pistazienhaine waren zerrissen und Pinien gefällt, die vorher noch zur Erhöhung der Reize einer reichlich mit Schönhei­ten ausgestatteten Gegend gedient hatten! Selbst das Gestein mit seinem röthlich- grauem frischem Bruche hatte man, um das W r egfahren zu sparen, auf beiden Seiten der neu angelegten Wege zum

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Theil in das immergrüne Gebüsch geworfen und dieses dadurch nicht wenig verunstaltet. Es be­durfte einiger Jahre, damit die Natur selbst die menschlichen Missgriffe wiederum durch Moos und andere höhere Pflanzen ausgleichen konnte.

Der Park von Branitz hat seine und zwar hohe Bedeutung und nimmt ohne Zweifel in der Gartenkunst eine der ersten Stellen ein; er schien uns um so gewichtiger, als er auch zeigt, dass unsere Gehölze ausreichen würden, selbst um die grossartigsten Anlagen hervorzurufen. Mit Ausnahme des Schmuckraumes oder Pleasure ground's haben sonst fast nur Ellern, Linden, Ahorn, Eichen, Roth­und Weissbuchen u. s. w. Anwendung gefunden.

Ausserdem sieht man noch die heimisch gewordene Rosskastanic häufiger. Was wir in Barnitz sehen, ist eine nordische Landschaft, bei der das Wasser ebenfalls nicht fehlt. Die dunkelen, zum Theil lauben­artigen Gänge, das dichte Gebüsch, was einzudringen kaum erlaubt, erinnert an Ossian und seine Gesänge. Alles dieses gibt zwar etwas Düsteres und Melan­cholisches; aber hier will und soll man nur wan­deln , wenn man sich auf* sich selbst beschränken und vielleicht ernsten Gedanken hingeben will.

Man würde sich aber täuschen, wenn man glauben wollte, dass dieser ernste Charakter sich durchaus in den weitläufigen Anlagen ausspräche. Unsere nordischen Landschaften haben auch ihre lichteren und heiteren Seiten; grosse Wiesenflächen, durch einzelne schöne Bäume unterbrochen und 1 hier und da mit kleinern Strauchboskets besetzt, wechseln mit wohlgefälligen Hainen ab; schlän­gelnde Gewässer, wiederum mit unseren vaterländi­schen Uferpflanzen, mit der gelbblühenden Schwert­lilie, der Weindolde, dem grossblättrigen Wasser- i Ampfer, dem Rohrkolben, den langblättrigen Riet­gras-Arten, mit Binsen u. s. w. umfasst, beleben um so mehr die anmuthige Gegend, als auch Schwäne und Enten auf der Oberfläche des Wassers sich bewegen und Fasanen in reichlicher Anzahl im Gehölze, wie ausserhalb derselben, sich vorfinden.

Die Spree umfliesst in einem weiteren Bogen die herrlichen Anlagen und machte es möglich, j dass hinlänglich Wasser in dieselben eingeleitet werden konnte. Die herausgeworfene Erde wurde sogleich benutzt, um ein wellenförmiges Terrain hervorzurufen. Es wird wohl kaum Jemand, der von Allem, was hier die Kunst gethan, nichts weiss, vermuthen, dass die Hügelreihen, welche sich .vor­finden, ein Kunstprodukt sind; so natürliche For­men hat ihr der Fürst gegeben. Eine Reihe schien uns besonders gelungen, zumal man auch zu glei­cher Zeit eine Versenkung angebracht hatte, die rings umschlossen war und von unten gar nicht vermuthet wurde.

Diese Versenkung, deren Boden sonst mit dem Niveau der eigentlichen Wiesenfläche gleich steht, hat eine längliche Gestalt und dient zu gleicher Zeit als Zufluchtsort, wenn der Besitzer sich zu­rückziehen und unbeachtet in der freien Natur zu­bringen will. Ein wenig merkbarer Pfad führt dahin. Nicht weit davon erschaut man an schein­bar abgelegener Stelle ein Heiligenbild aus Holz geschnitzt, wie man dergleichen in katholischen Gauen unseres Vaterlandes gar nicht selten sieht, und wird zur Andacht aufgefordert.

Die Hügelreihe bietet manche schöne Fernsicht

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dar, von denen ganz besonders eine auf das Schloss und eine andere auf die in einer Waldbucht be-