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Ananastreiberei Im (iewächshause der Frau Etatsrätln Donner zu Altona-Neumühlen.

Originalaiifiiahmc fiir die »Ncrthus«.

die Hauswärme steigere man auf i6° R. und lasse sie nie unter 12 U R. zurück­gehen. Nach 6—8 Wochen, je nach der Witterung werden sich die Pflanzen mit Früchten zeigen. Kurz vor der Blüte bohre man die Kronen aus, denn fortwachsende Kronen beeinträchtigen die Grösse der Früchte.

Während der Blütezeit unterlasse man das Spritzen, suche überhaupt so wenig als möglich feuchte Luft im Hause zu erzeugen, damit sich die Blüten ge­hörig befruchten können. Die Blüten sind anfänglich blau, später lilafarbig; die äusseren Hüllblätter umgeben drei innere; innerhalb der letzteren stehen sechs Staubgefässe um einen Griffel mit dreilappigem Narbenrand.

Im April, wenn die Sonne warm scheint, versäume man nicht, tüchtig zu lüften, wenn nötig leichten Schatten zu benutzen, um geregelte Temperatur halten zu können und um ein vorzeitiges Reifen der Früchte zu verhindern. Zu frühreifende Früchte bleiben leicht und erhalten nicht die normale Farbe und

das köstliche Aroma. Die genannten Nachteile lassen sich schon daran er­kennen, dass der Stiel nahe der Frucht vor der Färbung schrumpft.

Um die Früchte zur grössten Voll­kommenheit zu bringen, giesse man die Pflanzen von Fnde Mai ab mit Horn­mehl-Jauche und Kuhdünger, zur Hälfte mit Wasser vermischt. Die Früchte schneide man, wenn der tieferliegende Rand der Beeren noch die gelbgrüne Farbe zeigt, weil auf der Pflanze zu reif gewordene Früchte an Gewicht verlieren.

Die empfehlenswerteste Sorte für grossen Betrieb ist an erster Stelle Nervosa maxima, welche auch in dem obenstehend abgebildeten Hause kul­tiviert wird. Neben dieser verdient die gewöhnliche Nervosa, auch gerippte ge­nannt, viel gezüchtet zu werden. Ebenso ist die glattblättrige Cayenna sehr gut, sehr frühzeitig und lässt in Grösse und Aroma der Früchte nichts zu wünschen übrig. Die Queens-Ananas oder Ripleys bringt gute, schwere Früchte, die indess spät reifen.