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kräftiger Stücke zu verbessern und die vielleicht durch Inzucht eingetretenen Mängel zu beseitigen, oder dem Wilde grössere und stärkere Formen zu geben. Ich erinnere hier an die Einfuhr der grossen nordamerikanischen Vettern un­seres deutschen Edelhirsches, den Wa­pitihirsch, oder an die Aussetzung asiatischer Hirsche und Rehe, des weiteren an die bedeutenden Transporte grosser, kräftiger Hasen. In vielen Gegenden

Deutschlands hat man den gemeinen Fasan in grösserer An­zahl ausgesetzt und in ihm ein neues, ausge­zeichnetes Federwild ge­wonnen. Vor Jahren schenkte dem verstorbe­nen Fürsten Bis­marck ein Vereh­rer einige Paare

des unserem Hausputer nahe­stehenden Bronzeputer aus

Nordamerika. AuchdieseTiere vermehrten sich und versprachen ein gutes Wild abzugeben, ich glaube aber, der kleine Stamm ist

späterhin doch wieder eingegangen, denn man hört nichts mehr von den schönen Vögeln.

Noch eine ganze Reihe von Säuge­tieren und Vögeln hat man zum Zwecke der Vermehrung des jagdbaren Wildes eingeführt und ausgesetzt, sehr oft frei­lich mit negativem Erfolge.

Ich darf hier vielleicht einmal an das Auftreten eines Vogels erinnern, der zu wiederholten Malen von Osten her in Scharen über Deutschland sich verbreitete und bei vielen Jägern grosse Hoffnungen erweckte, ich meine das Flughuhn. Dieser Vogel trat zu ver­schiedenen Zeiten plötzlich auf, brütete

Kalifornische Sch

Originalaufnahme

auch wohl in einzelnen Fällen, verschwand dann aber wieder spurlos, ob als Beute von Raubzeug oder als Opfer der nicht zusagenden örtlichen und klimatischen Verhältnisse ist wohl nicht entschieden, jedenfalls aber sind die Hoffnungen in keiner Weise in Erfüllung gegangen.

Handelt es sich für den Jagdherrn nur um eine Blutauffrischung, so können z. B. bei Hirschen und Rehen schon einige Männchen genügen, will er aber

ein neues Wild einführen, so ist es nötig, gleich­zeitig eine grös­sere Anzahl von Paaren auszu­setzen. Man hat z. B. früher oft den Fehler be­gangen, einige wenigePaaredes Fasans zur Aus­setzung anzu­schaffen.Da mag es häufig genug vorgekommen sein, dass die durch den Fang und den Trans­port unruhigen und erschreck­ten Vögel beim Freilassen wild auseinander sto­ben, nach allen Richtungen sich zerstreuten und sich später nicht wieder fanden. Von einer Vermehrung und Einbürgerung derselben war also keine Rede, das Geld war unnütz ausgegeben. Bei jedem Versuch, ein neues Wild einzuführen, ist es unbedingt nötig, dass man zunächst darauf sieht, dass man kein Wild aus­wählt, welchem von vornherein die ört­lichen Verhältnisse nicht passen, hat man aber seine Wahl getroffen, so muss un­bedingt eine grössere Anzahl von Paaren oder Stämmen angeschafft werden. Mögen dann auch ruhig einzelne Tiere verloren gehen, die Möglichkeit des Erfolges ist dann aber jedenfalls viel grösser und das Kapital erscheint viel sicherer an-

opfwachtel, Hahn.

für die »Nerthus«.