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Am 27. Juni fand eine Exkursion auf den Holzberg bei Stadtoldendorf statt. Nach dem gemeinsamen Mittagessen in Hemmes Hotel wurde ein Spaziergang zum Kloster Amelungsborn gemacht.
6. Fr. Joesting-Hildesheim:
Exkursion in den Osterwald bei Elze (Hann.) am 1. August 1909.
Mit einer Karte.
Der am 1. August 190'J unter Führung von F. Joesting- Hildesheim unternommene Ausflug in die jurassischen (östlichen) Teile des üsterwaldes war leider von der Ungunst der Witterung stark beeinflußt, die ein Eindringen in die nicht von Hochwald bestandenen Partieen sehr erschwerte und den geplanten Abschluß in der Kalksteinfloreninsel des Wittenburger Gehölzes und auf der Vincetoxicumflur der Finie nicht gestattete. Es hatten sich zu der Exkursion 18 Herren eingefunden.
Der Abmarsch erfolgte etwa x /,7 Uhr morgens vom Kahnhof Elze (Hann.) durch die Stadt. In derselben wurden 2 Naturdenkmäler besichtigt und photographiert, und zwar:
I. eine Fichte mit starker Hexenbesenbildung im Wipfel, ein Gegenstück zu der auf Seite 157 des „Forstbotanischen Merkbuches der Provinz Hannover" abgebildeten Kugelrichte zu Eschede im Kreise Gelle;
II. ein durch merkwürdige Wurzelneubildung ausgezeichneter Holunder (Hambxcus nigra) neben der Toreinfahrt der Stadtapotheke.
Die Exkursion erreichte den Rand des Osterwaldes am Mehler Dreisch.
Daselbst konnte die scharfabschneidende Südbegrenzung des nördlichen Gabelarmes des Verbreitungsbezirks von Jlex Aqinfolium sehr deutlich wahrgenommen werden; das Holz selbst bot ein typisches Beispiel für einen „hercynischen Mischwald ohne rationelle Forstkultur" (nach Prof. Drude) mit zahlreichen Hainbuchen- und Eichenstümpfen, ausgezeichnet noch durch das überaus zahlreiche Vorkommen von Equisetum Telmateja und Tuber aestivum. Auch kommt in den Steinbrüchen dieses Bestandes der europäische Siebenschläfer (Myoxus Glis) vor. Am Waldrande, am sog. freien Kirchhof, wurde auf eine als Naturdenkmal sich empfehlende Hainbuche (Carpinus Betulus) aufmerksam gemacht.

