Geschichte, Geographie und Poesie der Kose.
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Beginnen die Spielo Der Jungen Natur. Die Zephyro koaen Und schmeicheln um Rosen
Und Düfte bestroin
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Schiller.
Von competenter Seite wird häufig behauptet, j Der Kameeltreiber kam dass auch die Vögel, insbesondere die „Nachtigall", Kameelen und schwarzen Sclave eine auffallende Vorliebe für die Rosen haben. That- fand den todten Voo-el und hn„r r . SU '.' °'" ,cnen
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sache ist, dass einige Gattungen vorzüglich gerne Sänger in dem Grabe des grosseu Horn in Rosenbüschen nisten, und es gibt in der That f Rose bebte im Winde. Der Abend In '
mit seinen beladenen dien neu
nicht leicht einen reizenderen Anblick, als das zierliche Nestchen voll junger Vögelchen, mitten im schattigen Grün des kühlenden Laubgewölbes, von Rosen umblüht und umduftet, von den scharfen Dornen gegen Unbilden geschützt.
dichter zusammen faltete d.e Rose ihre Blätter und träumte- - „es war ein schöner sonnenheller Tag- e i n e' Schaar fremder Männer nahte, sie hatte« eine PiJo-er re.se nach Horner'« Grabe unternommen Unter de„
Fremden war ein Sänger aus dem Norden, aus der In allen Gesängen des Orients ertönt die Liebe Heimat der Nebel und des NordliVlif* i
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Rose ab, presste sie fest in ein Buch und führte sie so mit sich in einen anderen WeJttheil fernes Vaterland. Die Rose welkt
der Nachtigall zur Rose; in den schweigenden, sternenhellen Nächten bringt der geflügelte Sänger seiner duftenden Blume eine Serenade.
Nicht weit von Smyrna unter den hohen Platanen, wo der Kaufmann seine beladenen Kameele treibt, die stolz ihren langen Hals erheben und plump auf einen Boden treten, der heilig ist, sah ich eine blühende Rosenhecke; wilde Tauben flogen zwischen den Zweigen der hohen Bäume und ihre Flügel schimmerten, indem ein Sonnenstrahl über sie hinglitt, als wären sie von Perlenmutter.
Die Rosenhecke trug eine Blume, die unter allen die schönste war, und dieser sang die Nachti-
ie aus
? in sein Kummer
und lag in dem engen Buch, das er in seiner Hei
ist eine Rose von
mat öffnete und sagte: „„Hier Homers Grab!""
Das träumte die Blume, und sie erwachte und zitterte im Winde; ein Thautropfen fiel von ihren Blättern auf das Grab des Sängers. Die Sonne ging auf, und schöner als zuvor glühte die Rose; es ward ein heisser Tag, sie war in ihrem warmen Asien. Da wurden Fusstritte hörbar, fremde Franken kamen, wie die Rose sie im Trat
in
gall ihren Liebesschmerz,- aber die Rose schwieg ! und unter den Fremden war ein Dich"" 6 ^ eSe '' en '
kein Thautropfen lag, wie eine Thräne des Mitleids, I Norden, er brach die Rose ah drückt • >M
auf ihren Blättern, sie beugte sich mit dem Zweige auf ihren frischen Mund und ftiLi ■ e,nen »oss
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hinab über einige grosse Steine. I Heimat der Nebel und des Nordlichts
„Hier ruht der Erde grösster Sänger."' sagte j Als eine Mumie ruht nun die Blumen] die Rose, „über seinem Grabe will ich duften, auf seiner Hiade, und wie im Traum hört ^ ^ dieses meine Blätter streuen, wenn der Sturm mich I Buch öffnen und sprechen: S ' G ** as
entblättert! Iliums Sänger wurde Erde, der ich ent- I „Hier ist eine Rose von Homers G b spriesse! — Ich, eine Rose vom Grabe Homer's bin I H c a
ZU heilig, um für eine arme Nachtigall zu blühen! Und die Nachtigall sang sich zu Tode/«
1869.
