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PI ne wahrnehmbaren Zeichen einer Zersetzung; dagegen eignen sich eiseh, Milch und Brot sehr wenig oder gar nicht zur Konservierung mit Benzoesäure". >
; Während die reifen Preiselbeeren infolge ihres Gehaltes an Benzoe- 'l aure auffällig gegen parasitäre Pflanzen geschützt sind, dürfte ihnen diese ibstanz doch keinen Schutz gegen die Angriffe von Tieren geben; die enge Benzoesäure, die ein Vogel mit einer oder mehreren Beeren zu sicli iiinmt, dürfte ihm nicht schaden; wahrscheinlich aber wird ihm der recht sauere Geschmack der Frucht zuwider sein.
Die konservierende Wirkung der Benzoesäure auf die Preiselbeere e gt den Gedanken nahe, sie auch bei anderen Früchten und Nahrungsmitteln zu diesem Zwecke anzuwenden. Bekanntlich kann man Früchte u nd aus ihnen hergestellte Marmeladen, Fruchtsäfte u. a. nur dadurch für angere Zeit unverdorben und genießbar erhalten, daß man die in ihnen Vorhandenen Mikroorganismen tötet, durch deren Tätigkeit die Lebensmittel zersetzt und unbrauchbar werden. Neben dem Sterilisieren durch Witze spielt der Zusatz von verschiedenen Erhaltungsniitteln eine Haupt- £°" c - Beliebte Konservierungsmittel sind Zucker, schwefelige Säure, orsäure, Salicylsäure u. a. Abgesehen von dem einwandfreien Zucker Verden die übrigen genannten chemischen Substanzen von vielen Hygie- mkern beanstandet, weil sie für den Menschen keineswegs indifferente ' toffe sind, sondern bei fortgesetztem Genüsse auch in kleineren Gaben n achteilig wirken können, vor allem bei schwächlichen und kranken Personen. Im Gegensatze hierzu halten manche Hygieniker die zum Konservieren notwendigen Mengen der genannten Erhaltungsstoffe für so gering, daß an eine Gefahr für den Menschen nicht zu denken sei.
Dieser Meinungsstreit ist z. Z. noch nicht entschieden, und in ihm spielt die Preiselbeere mit ihrem verhältnismäßig hohen, natürlichen Gehalt an freier Benzoesäure eine wichtige Rolle. Seit langer Zeit dient diese Glicht als geschätztes Kompott und wurde in frühern Zeiten — stellenweise wohl noch heute — als Volksheilmittel benutzt, ohne daß schädliche Wirkungen bekannt geworden sind.
Es liegt nun nahe, nach diesen Erfahrungen wenigstens mit der Benzoesäure eine Ausnahme zu machen und für sie einen Zusatz bis zu 0,05% *H gestatten, der für Obst, Marmeladen, Fruchtsäfte u. a. ausreichen würde, verschiedene Fabrikanten benutzen übrigens schon Benzoesäure für Obstkonserven, wobei sie ausdrücklich auf den Gehalt der Preiselbeere an dieser S&Oie hinweisen.
Einer gesetzlichen Zulassung der Benzoesäure als Konservierungsmittel stehen aber große Bedenken gegenüber. Einmal erlaubt, würde sie nicht bloß für Früchte und aus ihnen hergestellte Produkte, sondern auch für andere Lebensmittel benutzt werden, und leicht könnte dann wi fortgesetztem Genüsse derart konservierter Waren ein Mensch im Laufe des Tages größere Mengen dieser durchaus nicht indifferenten Säure zu

