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teilweise stumpf, teilweise, spitz, zugespitzt oder sogar — bis 2 cm lang — begrannt sind. Die Granne des Mittelährchens ist bei ihm meist kürzer und dünner als bei //. spontaneum, weswegen es von C o s 8 o n „Dünngrannige Gerste" genannt worden ist. Es besteht aus mehreren Formen, die sich durch den Bau der Deckspelzen der Seitenährchen der Drillinge unterscheiden. Die Form der Cyrenaica hat außer stumpfen nur spitze Deckspelzen, während die kurdistanische Form auch zugespitzte und kurz- begrannte Deckspelzen hat. Beide Formen haben sich wahrscheinlich unabhängig voneinander aus Hordcum spontaneum entwickelt.
Von //. spontaneum stammen die eigentlichen zweizeiligen Saatgerstenformen ab; sie bilden die Formengruppe H ordeum distichum. H. distichum unterscheidet sich von //. spontaneum im wesentlichen nur durch schwerere Früchte und dadurch, daß bei ihm die Ährenachse zur Zeit der Fruchtreife nicht wie bei //. spontaneum von selbst in ihre einzelnen Glieder zerfällt, von denen jedes — scheinbar an der Spitze — einen Ährchendrilling trägt, sondern meist so zäh ist, daß sie nur durch größere Gewalt in einzelne, unregelmäßige Stücke zerlegt werden kann. Nur bei wenigen Formen von H. distichum zerbricht die Achse der reifen Ahre auf Schlag oder Druck meist — und zwar vielfach recht leicht — in ihre einzelnen Glieder.
//. distichum zerfällt in zwei Untergruppen: //. distichum normale und //. distichum dejiciens. Bei der ersten Untergruppe ist die Blüte der Seitenährchen des Drillings entweder männlich — mit ein bis drei normalen Staubgefäßen — oder geschlechtslos. Die Deckspelzen der geschlechtslosen Blüten haben aber in der Regel die Gestalt und ganz oder annähernd die Größe der Deckspelzen der männlichen Blüten. Bei der anderen Untergruppe ist die Blüte der Seitenährchen des Drillings stets geschlechtslos, meist sogar ebenso wie ihre Vorspelze fast ganz oder ganz geschwunden, und ihre Deckspelzc ist sehr klein.
H. distichum dejiciens besteht aus wenigen Formenkreisen, //. distichum normale dagegen zerfällt in eine etwas größere Anzahl Formenkreise. Jeder der Formenkreise beider Untergruppen umfaßt eine Anzahl Formen und Unterformen.
Hordcum ischnalherum ist die Stammart der eigentlichen vielzelligen Saatgersten; sie bilden die Formengruppe H. polystichu m. H. poly- stichum unterscheidet sich erheblicher von H. ischnalherum als H. distichum von H. spontaneum. Bei H. polystichum zerfällt die Achse der reifen Ähre nicht wie bei H. ischnalherum von selbst in ihre einzelnen Glieder, sondern sie ist so zäh, daß sie nur durch größere Gewalt in einzelne, unregelmäßige Stücke zerlegt werden kann. Außerdem sind bei ihm nicht nur die Mittelblüten, sondern auch die Seitenblüten der Drillinge zweigeschlechtig und fruchtbar und ihre Deckspelzen wie die der Mittelblüten langbegrannt oder wie diese mit einem kapuzenförmigen Fortsatze versehen.
Hordcum polystichum zerfällt in drei Untergruppen: H. polystichum pyramidatum, H. p. parallelum und H. p. vulgare. Von diesen weichen
