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Jahres-ßericht

linski in Eperies, Neu mann und Urban in Troppau); auch Baiern ist reich an Lichenologen (v. Krempe lhuber, Schwendener und- geli in München, Arnold in Eichstädt, Rehm in Sugenheim, Koch in Dürkheim, Walther in Bayreuth, Lamprecht, Engelhard und Hoffmann in Bamberg); in Würtemberg sind Hochstetterf und Kemmler, in Baden v. Zwackh, v. Holle und Ahles (Heidelberg), Bausch (Carlsruhe), de Bary (Freiburg), Stitzenberger (Constanz); in Sachsen Rabenhorst (Dresden), Auerswald (Leipzig); in den klei­neren Staaten Koch (Bremen), Hampe, Speerschneider (Blanken­burg), Metzler (Frankfurt) hervorzuheben; Preussen ist noch arm an Freunden der Lichenen, am reichsten Münster (Lahm, Geisler, Wilms, Karsch und Nitschke, früher in Breslau); ausserdem ist noch Bayrhoffer (Lorch), Beckhaus (Höxter), Ohlert (Angerburg), Herrmann-Itzigsohn (Neudamm), Lau rer (Greifswald), Graf Solms- Braunfels, Pfarrer Wenk und Bischof Breutel; aus Schlesien ausser Göppert und Wimmer nur Schumann in Reichenbach und Stricker in Breslau hervorzuheben. Ueber seinen eigenen Antheil an der neuesten Entwickelung der Lichenologie enthielt sich der Vortragende des Urtheils.

Schliesslich hielt Herr Director Dr. Wimm er einen Vortrag über Salix pyrenaica Gouan, welche er als eine gute Art charakterisirte und deren merkwürdige Verbreitung (Pyrenäen, Lappland, Nordamerika), sowie deren Verhältniss zu Salix glauca und arlpiscula er erläuterte.

In der fünften Sitzung vom 21. März überreichte der Secretair 6 Por­träts von Botanikern als Beitrag zu der nach Beschluss vom 7. Februar zu begründenden Sammlung. Derselbe demonstrirt ein sehr zweckmässig construirtes einfaches Mikroskop von Beneche, bei Herrn Büchler hier zum Preise von 18 Thlr. zu beziehen. Von Herrn Regierungsrath Wi- chura sind Nachrichten aus Nangasaki bis zum 27. Deccmber vorigen Jahres eingelaufen, welche interessante Schilderungen der Vegetation und Horticultur von Japan liefern; derselbe ist daselbst mit v. Siebold, Fortune und Veitch jun. zusammengetroffen.

Herr Dr. Ho dann hielt einen Vortrag

über die Pflege der Pflanzen und die Temperaüirverhälluisse im Ward scheu Rasten.

Anknüpfend an den Vortrag, welchen der Secretair der Section im De- cember vorigen Jahres Uber denselben Gegenstand gehalten, theilt der­selbe seine Erfahrungen über zweckmässigste Construction der neuerdings so ausserordentlich beliebt gewordenen Ward'sehen Kästen mit. Spe­zielle Vorschriften betrafen die Anlage der Felspartie und die Anpflan­zung; als besonders geeignet wurden Coniferen (insbesondere ,hmiju-rm), Mimosa, Mühlenbeckia und andere Schlingpflanzen, monocotyledonische