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Jahres-Bericht

henfolge von unten nach oben fort, so dass, mit Ausnahme eines wäh­rend der Fahrt verletzten Blattes, um 6 Uhr 75 Minuten alle geöffnet waren. Um diese Zeit wurden sie während der Fortdauer der Fahrt sämmtlich berührt und dadurch zum Zusammenfalten und zur Herunterbeu­gung der Blattstiele gebracht; jedoch schon nach einer Viertelstunde be­gannen sie sich wieder zu öffnen, und nach % Stunden (7 Uhr 30 Min.) waren sie alle in dem früheren wachenden Zustande. Bald darauf ver- liessen wir in Mörschelwitz die Chaussee und fuhren fortan auf einem schlechten, holperigen Wege, worauf sich sämmtliche Blättchen alsbald schlös­sen und senkten. Nach Verlauf einer Viertelstunde hatten sie sich aber auch hieran gewöhnt und öffneten sich wieder, unter Beibehaltung der früheren Empfindlichkeit. Um 9% Uhr langten wir in der Stadt Zobten an, wo sie nun einem und zwar lahmen Träger übergeben wurde und so uns auf den Berg begleitete. Nur 20 Minuten blieb sie im Zustande des Schlafes, dann hoben sich die Blattstiele, öffneten sich die Blättchen, und blieben es auch bis zur Ankunft auf dem Berge, die nach 1 % Stunden erfolgte. Das Herabsteigen ertrug sie ebenfalls auf gleiche Weise, und auch die härteste Prüfung, das 2 ständige Fahren auf einem gewöhnlichen Leiterwagen, mit dem wir Abends 7% Uhr wieder in Zobten eintrafen; jedoch dauerte es hier eine halbe Stunde, also ungleich länger als früher, offenbar in Folge der heftigen und ungleichen Erschütterungen des unbe­quemen, auf schlechtestem Wege fahrenden Wagens. Um 7 Uhr, die gewöhnliche Zeit des Schlafens, schlössen sich sämmtliche Blättchen bei ziemlich horizontaler Lage der Blattstiele, der gewöhnlichen Schlaflage. Nachts 1 */ 2 Uhr kamen wir wieder in Breslau an. Am andern Morgen erwachte sie wie gewöhnlich um 5% Uhr und blieb auch die nächste Zeit vollkommen reizbar und gesund.

Nach gefälliger Mittheilung des Herrn Prof. Dr. Galle war der

Gang der Temperatur auf hiesiger Sternwarte an jenem Tage folgender: 1861. R.

Juli 27., 10 Uhr Abends -+- 16°,3,

28., 6 Morgens+- 13,6,

10 -H 20

2 Nachmitt. -H 22,5,

6 * 22,5,

10 Abends+ 12,6,

Minimum -f 12°, welches etwa der Morgentemperatur um 4 Uhr ent­sprochen hätte, so dass für 5 Uhr die Temperatur auf -+- 12,8 zu sehätzen ist. Nachmittags 5 Uhr Gewitter mit Regen und einem orkan­artigen Sturm, in Folge dessen eine Erniedrigung von 10°. Von dem Gewitter wurden wir nach dem Herabsteigen vom Berge gegen 4 l / 2 Uhr auch ereilt, doch gelang es, unsere Pflanze vor dem Regen zu schützen. Wir dürfen übrigens annehmen, dass die Temperatur in dem Uberhaupt