der Scliles. Gesellsch. f. vaterl. Cultnr.
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dungsperioden unseres Erdballes von ihnen und Anderen unangenehm empfunden. Doch ohne genügende Veranlassung: denn A. •). Cor da, der im Leben oft verkannte, hochachtbare Märtyrer der Wissenschaft hatte bereits im Jahre 1845 in seinem bekannten trefflichen Werke: „zur Flora der Vorwelt" zwei Arten von Stämmen aus der Steinkohlenfor- mation von Radnitz: Palmacites carbonigenus und P. Icptoxdon, besehrieben und abgebildet, die, wenn auch nicht zu Palmen, doch wenigstens ganz unzweifelhaft zu echten Monokotyledonen gehören. Auch Eichwald hatte vor ein paar Jahren in der F/nra rossica eine von ihm zu Noegye- rathia gerechnete Stammknospe aus der permischen Formation besehrieben und abgebildet, welche, wie ein vorliegendes, um eh mir benanntes trefflich erhaltenes Exemplar zeigt, zum Verwechseln einer Musacee gleicht, also somit einen neuen Beitrag zur Monokotyledonentlora der Kohlenperiode liefert. Andere Palmen, oder diesen ähnliche Frucbtstäride, wie die Ah- thodiopsis Beinertiana, die Trigonocarpeen etc., Bürger der in der Publica- tion begriffenen permischen Flora, die als ein besonderer Band der Palaeontographicü von H. v. Meyer und Dunker erseheint, werden ihre Zahl noch vermehren. Die Lehre von der stufenweise sogenannten Vervollkommnung der Vegetation von der ältesten Periode bis zum Auftreten der Dikoty 1 edonen in der Kreideperiode, die übrigens nur im Allgemeinen anzunehmen ist, erseheint also durch Hin Zuführung dieser neuen Glieder vervollständigt, event. neu befestigt.
Der Secretair der Section, Prof. Cohn, gab
botanische Mittheilungen über die von ihm im verflossenen Herbste unternommene Reise nach Italien.
Wenn jenseits der Alpen im Allgemeinen der Charakter der wärmeren, gemässigten Zone überall hervortritt, so lassen sich doch eine Anzahl besonderer Vegetationsformen unterscheiden, von denen specieller geschildert wurden:
1) Die Flora der angebauten Ebenen (das von den Alpen und Apenninen begrenzte, nach Osten sich erweiternde Pothal, das untere Arnothal oder die toskanische Ebene, das untere Tiberthal, das Voltumo- thal, Terra di Lavoro), nur von eingeführten oder verwilderten Pflanzen gebildet, deren charakteristischste sogar erst nach der Römerzeit nach Italien kamen (Mais, Maulbeerbaum, Citronen und Orangen, Agave und Opuntie etc.); 2) die Flora der Küstenwälder (Macchia di Pisa, ähnlich wohl die Wälder der toskanischen Maremmen und der pontinischen Sümpfe), theils Kieferwald von Pinn» Pinaster und Pinea, darunter gemeiner und grossfrüehtiger Wachholder, theils sommergrüner Laubwald von Kork- oder Kermes-Eichen, Ulmen, wilden Oelbäumen, Celtis etc., mit wildem Wein, Waldrebe {Clematis) und Epheu durchrankt: die Sümpfe dazwischen von Nymphäen und Wasserranunkeln, Chareu und Zanni
