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Jahres-Bericht

chellien erfüllt und von Rohr (_Arundo, Ampelodesmus), Calmus und Wasser­lilien eingefasst; 3) die Steppenflora (Salzsteppe von Statice, Ulex, Sedsola und anderen fleischigen Chenopodien, Euphorbien und Eryngien; bei Livorno; Campagna di Roma); 4) die immergrüne Hügelregion (die niederen Apenninen bei Genua, Bologna, Florenz; die Albaner und Sabiner Berge, die Gehänge des Vomero und Posilippo bei Neapel, das Piano von Sorrent etc.), herrschend sind die Oelbaumwälder (die ältesten bei Tivoli), Steineichen (Quercus Hex), ferner Erdbeerbäume, Rhamnus Alaternus, Buchs- und Myrtenbüsche, Lentiscus, Stechdorn {Paliurus~), Tere- binthen, die mittelländischen Baumhaiden, Ruscus, die zahlreichen aroma­tischen Lippenblüther und Liliaceen, Cyclamen, Cistrosen, Adiantum C. V. etc.; 5) die mittlere Bergregion (Montecavo bei Albano, Camaldoli bei Neapel, Monte St. Angelo bei Sorrent), welche durch die üppige Farnvegetation, Ginster und Besenstrauch (Spartium scoparium und junceuni), Stechpalme (IlexJ, Goldregen, Brombeeren, Rosen, wie durch die Kasta­nien, Haselbüsche und sommergrünen Eichen (Quercus pedunculata, Cerris, pubescens') an Süddeutschland erinnert; 6) die höhere Bergregion, deren Buchen, Erlen, Fichten, Bergahorn mit .grünem Rasen von Gräsern, Potentinen, Alchemülen, Phyteuma, Fingerhut, Heidelbeere, Bergvergiss- meinicht, Bergweidenröschen, Einbeere, Waldmeister, Skabiosen etc. sogar eine mittel- oder norddeutsche Physiognomie tragen. In jdas südlichere Bereich der subtropischen Zone greift hinüber: 7) die Flora von Capri, wo Strandkiefern {Pinus halepensis~) mit Palmen (Chamaerops humilis) und Eiskräutern (Mesemhrianthemum dolabriforme) etc. sich gesellen.

Schliesslich wurden die italienischen Gärten nach den verschiedenen in ihnen dargestellten Stilarten wie nach ihrer Vegetation geschildert, und insbesondere der botanischen Gärten von Genua, Florenz, Bologna, Rom und Neapel specieller gedacht.

In der sechsten Sitzung, am 26. November, gab Herr Geh. Kath Professor Dr. Göppert nachstehende Mittheilung

über die Verbreitung der Coniferen in der Schweiz, mit ver­gleichender Berücksichtigung unseres Riesengebirges.

Im Riesengebirge lassen sich die Vegetationsgrenzen nach den Coni­feren viel sicherer bestimmen, als in den Alpen, wo allzuviel Abweichun­gen angetroffen werden.

Die vielfach erwogene Frage über die Artverschiedenheit der soge­nannten Berg- und Sumpfkiefern ist durch Willkomm's tief einge­hende und wichtige Arbeit zu einem gewissen Abschlüsse gekommen (dessen Versuch einer Monographie der europäischen Krummholzkiefern im Jahrbuch der königl. sächsischen Akademie für Forst- und Landwirthe zu Tharand. Neue Folge, 7. Band, Leipzig 1861, S. 166258). Will­komm gruppirt die zahlreichen Formen derselben unter drei, seiner An-