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*fll ich zwar nichts Neues erfunden haben, denn mancher Gärtner und Gartenfreund wird dies Mittel längst kennen, da dasselbe und die Art seiner zweckmässigen Anwendung Andern aber doch vielleicht noch neu und von Interesse sein dürfte, so will ich mir darüber eine kurze Mit­theilung gestatten.

Die Kästen in denen die Pflanzen von der Laus befallen sind, wer­den ebenso wie die aufliegenden Fenster zunächst sorgfältig möglichst '»ftdicht gemacht, dann nimmt man bei jedem Kasten die unterste Scheibe

eines Fensters heraus, macht darunter einen kleinen Heerd von Ziegeln j

Un d bringt auf diesen glimmende Holzkohlen, erhält dieselben mittelst

eines Blasebalges, oder Anblasens durch ein Pfeifenrohr stark klimmend j

u nd legt von Zeit zu Zeit ein wenig angefeuchteten, ordinairen Tabak au f- Man fährt hiermit etwa V« Stunde und so lange fort, bis der ganze

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tasten von dem Dampfe des Tabaks stark erfüllt ist. Um das Zer­springen der Fensterscheiben zu verhüten, deckt man nachher einige

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eneroen von Blumentöpfen über die glühenden Kohlen, schiebt die her- au sgenommene Scheibe wieder auf die Oeffnung und lässt nun die Pflan- ,e n etwa 24 Stunden lang in dem Tabakdampfe stehen.

Noch wirksamer als Tabak hat sich mir der Camphor erwiesen, ei dessen Gebrauch müssen die Kästen und Fenster ebenfalls möglichst uftdieht sein. Auf Scherben werden in den Kästen hin und wieder '|eine Stücken Camphor gelegt, die Kästen mit Wasser überbraust und die Fenster sodann ebenfalls ca. 24 Stunden gut geschlossen gehalten.

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u * diese Weisen bin ich von diesem verheerenden Ungeziefer gänzlich

befreit worden. Wünschenswerth wäre es, wenn durch diese oder an-

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er e Mittel erzielte eben so günstige Resultate auch von andern Seiten rait getheilt würden.*)

Aus der Obstbaumschule.

Von

Baumgärtner Sonntag in Zobten.

Die diesjährige Obsternte hat durch Spätfröste und Mehlthau, beson ers an den Aepfelbäumen erheblich gelitten, am reichlichsten und die Rundesten Früchte trugen nur: Muscat-Reinette, Lange Walze, Pariser rcibour-Reinette, daher der Pachtertrag auch ein nur sehr mässiger war.

den

' Herr Sectionsgärtner Jettin ger äusserte sich, dass diesen Mitteln das so sol'^ 6 UnC * Wen '£ rail bende Bestreuen der Pflanzen mit Tabakstaub, wie

0 c ber in jeder Tabakfabrik fast umsonst zu erhalten ist, vorzuziehen sei.

Die Red.