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werk Dr. W. 0. Pocke 1 sie bietet, wieder zu erkennen; ist es doch dem Verfasser dieser Zeilen auch gelungen, mit Hilfe jenes Werkes den R. suberectus Anders., R. plicatus Wh.etN., R. sul- catus Vest., R. candicans Wh., R. phyllostachys P. J. M., R. vestitus Wh. et N., R. scaber Wh. et N., R. fuscoater Wh. et N. etc. richtig zu bestimmen, wie Herr Dr. W. 0. Pocke selbst constatierte.
Um aber auch eine Art aus einer Beschreibung richtig wieder erkennen zu können, so muss sich diese auf alle Teile der Brombeerpflanze ausdehnen, ja, selbst der einwurzelnde Schössling kann manchmal als ein Merkmal dienen; denn alle „scharfen Diagnosen" und „kurzen Charakteristiken" sind nichts als Blendwerk, sagt Focke. Nur eine Summe von Merkmalen ist imstande, für die Zuverlässlichkeit der Bestimmung einige Garantie zu gewähren.
Bei dieser Gelegenheit möchte ich meinen verehrten botanischen Collegen das vorhin genannte Werk Dr. W. 0. Pockes auf's wärmste empfehlen; denn die meisten in Deutschland weiter verbreiteten Brombeeren sind darin aufgenommen, namentlich ist den Repräsentanten der einzelnen charakteristischen Gruppen ein besonderes Augenmerk verliehen, und sind dieselben bis in ihre kleinsten Teile beschrieben.
Kennt aber der Rubusforscher einmal die Repräsentanten der Hauptgruppen, so wird es ihm nicht mehr schwer werden, auch die andern Arten, Formen und Varietäten unterzubringen und sie denselben anzureihen.
Was nun das Bestimmen der Brombeerarten bislang so sehr erschwerte, war auch der Mangel eines zuverlässigen Systems. Da brachte uns Focke seine auf das Vorhandensein und die Beschaffenheit der Stieldrüsen basierende Einteilung. Mit Hilfe dieses Systems, das, näher zusammengestellt und mit wenigen Aenderungen, in einer der nächsten Nummern dieser „Mitteilungen" erscheinen wird, und mit etwas Geduld und einigem Fleiss, dürfte es kaum mehr so schwer sein, die verbreitetsten Brombeeren richtig bestimmen zu können. ____ (Fortsetzung folgt.)
1 Dr.W.O.Focke, Synopsis Ruborum Germaniae, Verlag v. C. Ed. Mueller, Bremen.
Geschlossen den 18. Juli 1893.
Buchdruckerei von Chr. Ströeker in Freiburg i. B.

