MITTEILUNGEN
des
BADISCHEN BOTANISCHEN VEBEINS,
As 187-
-140.
Erscheinen in zwanglosen Nummern. 1896.
Inhalt:
Beiträge Sehneider
zur Kenntnis der pfälzischen Piloselloiden. — Issler, Die 'sehe Gitterpflanzenpresse. — Geschäftliche Mitteilungen. —
Beiträge zur Kenntnis der pfälzischen Piloselloiden.
Von Hermann Zahn in Karlsruhe.
L
Die Quellen für das Studium der pfälzischen Piloselloiden bilden hauptsächlich die botanischen Schriften von F. W. Schultz (P.Sch.), von seinem Bruder C. H. Schultz (Sch.Bip.) und von Doli. Diese Botaniker haben sich auf die Grundlagen gestützt, welche Koch in seiner Synopsis gelegt hatte. Seit aber nachgewiesen war, dass die Arten verschiedener Pflanzengruppen Bastarde erzeugen können, wurden besonders durch die Anregungen v. Nägeli's auch bei den Piloselloiden diesbezügliche Untersuchungen unternommen, welche mit der Zeit eine immer grössere Anzahl von Zwischenformen zutage förderten, von denen manche früher als eigene Arten angesehen, andere als Varietäten zu den Hauptarten gestellt oder ganz unbekannt gewesen waren. Speciell bei F. Schultz wurde der Eifer, mit welchem er die neuen Ideen von der Hybridität bei seinen Untersuchungen anzuwenden wusste, mit vielen schönen Ergebnissen nicht nur bei den Piloselloiden, sondern auch bei anderen Pflanzengattungen belohnt.
Das wichtigste Werk neueren Datums, das sich mit den Piloselloiden beschäftigt, ist die Monographie derselben von C. v. Nägeli und A. Peter, eine geniale Arbeit, welche auf teilweise neuen, bisher ausseracht gelassenen Grundlagen das Chaos der Piloselloiden-
