MITTEILUNGEN
des
Botanischen Vereins
für den
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Die Arbeit Herrn H. Waldners in Nr. 5. der Mitteilungen des Botanischen Vereins für den Kreis Freiburg und das Land Baden.
(Von Karl Mez.)
„Es kann nicht dem mindesten Zweifel unterliegen, dass die äussersten Glieder in der Reihe der europäischen Brombeeren weit mehr voneinander abweichen, als von den nächstverwandten fremdländischen Arten, deren speeifische Verschiedenheit noch nie jemand bezweifelt hat." (Focke Synops. Rub. German, pag. 23). Mit diesem Erfahrungssatz ist der Stab gebrochen über die Ansicht derjenigen, welche von 5, höchstens 6 deutschen Rubus-Arten reden. Es wäre daher eine besondere Widerlegung derartiger Meinungen überflüssig, allein der aggressive Ton der Arbeit des Herrn W a 1 d n e r macht es mir zur Pflicht, zunächst auf die Tabellen und dann den allgemeinen Teil näher einzugehen.
In der ersten Tabelle, welche dem Anfänger zu Hilfe kommen soll, wenn er einen blühenden Rubus-Zweig in Händen hat, scheidet der Verfasser nach den Blättern 2 Gruppen: „Blätter lanzettlich" und „Blätter herzförmig bis lanzettlich". Erstes Erfordernis für eine analytische Tabelle ist, dass sie deutlich trennende Merkmale aufführe. — Wo ist aber strenge Scheidung, wenn, wie Herr Waldner angibt, auch m der zweiten Abteilung lanzettliche Blätter zu finden sind?
Übrigens ist es unmöglich, sowohl Rubus Idaeus L. als auch R. tomentosus Borkh. als Manzen mit immer lanzettlichen Blättern zu bezeichnen: die Blätter (des Rubus Idaeus) sind von sehr verschiedener Form. (R. g. pag. 97.) Endblättchen herzeiförmig oder eiförmig oder länglich (pag. 98).
Auch hätte der Verfasser R. Idaeus L. var. viridis A. Br.
Erscheinen in zwanglosen Heften, welche allen Mitgliedern unentgeltlich durch die Post zugeschickt werden.
1884.
