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lied gesungen hatten (efr. Dp 11, Flora von Baden, 11. pag. 824 f., .Martens und Komm ler, Flora von Württemberg, I. pag. 2!)2) war wieder gefunden und zwar vermittelst der Nase! Herr Müller .sandte sofort einzelne Zweige desselben an verschiedene Botaniker, und Herr Leutz und ich beschlossen abermals, auch diese zweite Perle des Kaltenbronn uns und dem Vereine zu eigen zu machen.

Am 14. und 15. Juni d. J. fand nun die betreffende Exkursion statt, an welcher folgende Vereinsmitglieder Theil nahmen: die Herren Direktor Leutz und Gymnasiast GilgKarlsruhe, Professor Meyer Rastatt, Apotheker Wiek und der Unterzeichnete Achern.

Es war aussergewöhnlieh heiss und schwül, als wir von Gerns­bach aus auf schönen Waldwegen gegen Reichenthal emporstiegen, und gegen 4 Uhr .Nachmittags entwickelte sich unter heftigem Platz­regen jenes furchtbare Gewitter, das auf der nahen Yburg ein junges Menschenleben kostete und das unsere kleine Karawane unter allerlei schlecht schützende Heustadel und Waldbüsche zersprengte, so dass wir sehr nass und sehr vereinzelt endlich gegen 5 Uhr im Auerhahn" zu Reiclienthal uns wieder zusammenfanden, wo sowohl des Wirthes Keller, als auch seine Garderobe uns wiederauf den Strumpf helfen mussten. Mit dem besten Humore strebten wir nach einiger Rast weiter, durch herrliche Waldungen auf steilem, aber gutem Wege empor zum Kaltenbronn und mit weithin schal­lendem Hurrah begrüssten wir um 8 Uhr das friedlich in grüner Waldeinsamkeit vor uns liegende Forst- und Wirthshaus, wo uns Herr Oberförster Müller bereits erwartete, um uns andern Tages zu Ledum palustre zu geleiteu. Bald sassen wir in behaglich durchwärmter Stube in allerlei Pantoffelwerk um den Tisch herum bei gutem Imbiss und köstlichem Tranke, während sorgsame Frauen­hand unser Schuhwerk und sonstigesHäs" am trocknenden Heerde ausbreitete, und in heiterem Gespräche löste sich allmälig alles Ungemach auf in eitel homerisches Wohlbehagen.

Leider machte der Himmel am nächsten frühen Morgen ein recht ungomüthliches Gesicht.. Ein dichter Jeebel hüllte Forstei und Wirt­schaft, Wald und Flur in ein gleichförmiges, nasses Grau und wenn er je sich lichtete, so geschah es nur, um jenen verdriesslichen, bind­fadendünnen Regen herabzulassen, der bis in unser Innerstes hinein­rieselte und unsere Ungeduld keineswegs besänftigte. Wir führten denn auch allerlei beiehrsam nützliches Gespräch, und je nachdem