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begießen mit sehr warmem Wasser, besonders von abgckochtem, schlechtem, sehr scharsem Tabak, Nußblättern oder auch Wermuth (Absinthblätter und Zweige). Dieses alles schadet den Pflanzen nicht und doch verlassen die Würmer gewöhn­lich schleunigst den Topf.

MonatsKakender.

(Oktober.)

Der Oktober bildet den Schlußmonat für die Gartenkulturen, denn mit diesem Monat hört gewöhnlich alles Säen und Pflanzen aus und bereitet man nun Alles vor, um im kommenden Jahr eine möglichst reiche Ernte im Garten zu erzielen. Es werden daher alle etwa selbstgezogenen Samen sorgfältig ge­reinigt und genau notirt, um alles Fehlende rechtzeitig ergänzen resp. die Samen­bestellung richtig machen zu können. Jetzt hat man auch noch die rechte Ueber- sicht über das, was man im Laufe des Sommers gesät und gepflanzt hat, kann somit leicht beurtheilen, ob man vom Einen zu viel oder vom Andern zu wenig gesät hat, um sich auf nächstes I ihr entsprechend vorbereiten zu können. Nicht versäumen sollte man daher, sich hierüber mit den Tischgenossen zu besprechen, ob man von dem Einen mehr oder von dem Andern weniger, oder was man überhaupt Pflanzen wolle. Jetzt ist es ganz die rechte Zeit dazu. Man notire sich aber Alles genau. Später könnte man es wieder vergessen. Kein Garten­besitzer und keine Hausfrau sollte jetzt versäumen, ein einfaches Blatt Papier zu nehmen, mit einigen Linien die Zahl der Beete zu bezeichnen und anzuschreiben, was auf jedem einzelnen Gemüse- oder Blumenbeet gestanden ist und sorgfältig im Tagebuch aufzubewahren. Es hat dies großen Werth, wie wir später sehen werden. Es kann noch angcsät werden: Winterspinat, Monatrettige, Gartenkresse, Petersilie und einige andere Küchenkräuter. Auch kann man in gutgegrabenen Beeten Versuche mit Erbsen, Zuckerkefen, Puffbohnen, Schwarzwurzeln und allfällig Carotten, Nüßli-Salat, Frühsalat rc. machen, jedoch nur, wenn man Platz genug hat und tüchtig düngen kann. Mit dem Einernten der Gemüse und dem Einwintern derselben beeile man sich nicht allzu sehr, denn je länger sie draußen bleiben können, desto besser und haltbarer bleiben sie im Winter. Die meisten Gemüse können auch ziemlich starke Kälte gut ertragen. Im Nothfalle kann man dieselben auch mit Tüchern bedecken, denn die erste Kälte ist gewöhnlich nur vorübergehend und nachher gibts oft noch schöne Nachsömmerchen (sog. Martinisommer). Geranien, Fuchsien und alle im Freien stehenden Topsblumen können jetzt eingepflanzt oder auch in den Keller gesetzt werden, wo man sie nicht im Zimmer halten kann. Fuchsien, Cupheen, Hortensien, Granaten und andere Pflanzen mit abfallendem Laub halten sich sogar besser im Keller als im Zimmer, wenn man sie rein und nicht zu feucht hält. Primeli, Cinerarien, Calceolarien, Cyclamen und andere im Zimmer blühende Blumen werden jetzt in gute Erde eingepflanzt, jedoch in nicht zu große Töpfe, auch können einige hübsche Bellis, Pensees, Mimulus rc. ebenfalls in Töpfe oder Kistchen gepflanzt werden, um sie im Winter vor dem Fenster schön blühend zu haben. Das Obst wird in reifem Zustand und möglichst trocken eingekellert und Zwetschen, Pflaumen, Reineclauden ic. wiederholt in flüssiges Wachs getaucht (dem vorher etwas Spiritus zugesetzt worden ist), worauf sie sich an einem kühlen, trockenen Ort sehr lange halten. Trauben werden sorgfältig in Papier gewickelt oder auch in Kisten in Gyps gelegt und mit solchem ausgefüllt, in welchem Zustand sie sich dann bis Weih­nachten halten. Genaueres über das Konserviren folgt in nächster Nr.

Buchdruckerei von M. Kepting in Andelfingcn.