Regenwetter können wir natürlich nicht an das Einernten der Gemüse denken, da dieselben eben möglichst trocken eingewintert werden sollen. Wenn sie nämlich bei nassem Wetter herausgenommen werden, so halten sie gewöhnlich nicht lange, abgesehen davon, daß dann der Boden furchtbar zugerichtet und zerknetet, also auf Jahre hinaus ver­dorben wird. Dies trifft besonders zu, wo der Boden ohnehin schwer zu bearbeiten, also thonig und fett ist. In ganz leichtem Sandboden läßt sich's schon noch eher machen, aber immerhin sollen wir, wo immer möglich, darauf halten, daß die Gemüse bei trocknerem Wetter herausgenommen und überwintert werden, und im Falle sich Schnee und winterliches Wetter einstellen sollte, so wartet man getrost ab, bis wieder besseres Wetter eintritt. In der Regel gibt es ja früher oder später noch einNachsömmerchen", oft allerdings erst im No­vember , aber bis dahin nehmen auch bei allfällig starkem Schnee die Gemüse keinen Schaden, im Gegentheil, sie halten dann nur um so besser über Winter. In diesem Fall aber, d. h. wenn sich noch einmal Schnee einstellen sollte, bevor die Bäume das Laub fallen gelassen haben, sollte man doch ja die Aeste schütteln, damit dieselben nicht durch die Schneelast zusammcngedrückt oder gar die Bäume zer­rissen werden. DerFührer" glaubte, das sei selbstverständlich, daß man die Bäume von dieser außergewöhnlichen Last befreie und hat mit seinen Leuten frisch cingegriffen und geschüttelt, bis es zu schneien aufhörte. Zu diesem Zweck verwendet man am besten lange, schlanke Baumstützen, welche man oben mit weichen Lumpen umwickelt, um die Bäume möglichst zu schonen. Auf diese Weise hat derFührer" seine Bäume alle, über 100 an Zahl, vollständig retten können. Junge Bäume namentlich können ja sehr leicht geschüttelt werden, und derFührer" kann gar nicht begreifen, daß dies nicht allgemein geschehen ist und hat zu seinem größten Bedauern in verschiedenen Gegenden nebst leider sehr vielen Aesten und großen Bäumen auch eine Menge ganz junger Bäume zusammengedrückt gesehen. Was ist da nun zu thun? Natürlich ist mit Jammern nun nicht geholfen, sondern jetzt heißt es, wenigstens zu retten, was noch zu retten ist, und die Bäume richtig zu behandeln, was am besten in folgender Weise geschieht: Man sägt alle abgebrochenen Aeste glatt ab (läßt also auch nicht den kleinsten Rest und noch weniger einen Aststumpen stehen, weil sonst die Wunde nie mehr recht heilt und der Ast und sväter der ganze Baum hohl wird). Je glatter und sauberer der Ast am Hauptast (event. an: Stamm) abgeschnitten wird, um so besser und schneller heilt die Wunde, auch wenn dieselbe durch das glatte Abschneiden bedeutend größer geworden ist. Kann man das Ab­schneiden nicht selbst gut besorgen und ist kein tüchtiger Gärtner in der Nähe, so läßt man das Abschneiden am besten durch einen