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im Freien, und nur in ganz außerordentlich strengen Wintern bedeckt man sie etwa mit alten Tüchern, z. B. Bodentüchern, Säcken, Em­ballage. Im Ucbrigen ist er ganz wie der Blumenkohl zu behandeln. Das Ausschneiden des Herztriebes (Köpfen) ist weniger zu empfehlen.

Nr. 3. Der Federkohl oder Krauskohl ist schon seines hübschen Aussehens wegen, besonders aber deswegen beliebt, weil er zu einer .Zeit, wo es an grünem Geinüse fehlt, oft aus der Verlegenheit hilft. Die schön krausen Blätter werden nämlich im Frühling zu Gemüse wie Wirz verwendet und schinecken, besonders die jungen, recht gut. Der Federkohl hält auch die strengsten Winter ohne Bedeckung im Freien aus. Er wird gewöhnlich im Nachsommer gesät, liefert aber auch, recht zeitig im Frühling gesät, neben dem Schnittkohl das erste Kohlgemüse. Jedoch sollte er wie der letztere immer jung verwendet, also öfters abgeschnitten werden.

Nr. 4. Der Schnittkohl wird wie Federkohl behandelt und auch ganz ähnlich verwendet. Man sät ihn am besten wie jenen in Reihen oder Furchen (Füreli), verzupft oder erdünnt ihn auf die richtige Distanz und schneidet ihn öfters ab. (Alle 810 Tage.)

Nr. 5. Der Frühkohl oder Wirz (Wirsing) ist für eine Haus­haltung fast unentbehrlich, weil er vom Mai an ununterbrochen sowohl als Gemüse, als auch zu Suppeneinlagen und etwa auch zu Salat oerwendet werden kann. Zu Gemüse und Suppengewürz sollten aber innner nur junge Köpfchen verwendet werden, welche man, sobald sie einigermaßen gebildet sind, herausbricht oder ausschneidet. Man reiße aber ja nicht die ganze Pflanze aus, wie dieß leider noch so oft geschieht, sondern breche lediglich das Köpfchen heraus, denn es bilden sich an der gleichen Pflanze sogleich wieder andere Köpfchen,' welche wieder verwendet werden können und so fort, so daß man von jeder Pflanze 1012 Köpfchen ernten kann, welche alle viel besser und feiner schmecken, als alte, harte, oft aufgesprungene Köpfe. Ueberdies ist natürlich auch der Ertrag viel größer und das Beet bleibt schön ganz, wird also nicht lückenhaft, wie beim Ausreißen der Stöcke. Im Sommer gesät, kann der Frühkohl auch als Winterwirz verwendet werden.

Nr. 6. Der SMKohl (großer Wirz) wird mehr in größeren Familien gebraucht, da er oft 67 Kilo schwere Köpfe bildet, be­sonders wenn er wie der Blumenkohl behandelt wird. Man verwendet ihn nicht nur als Gemüse, sondern auch wie Kopfkohl und Kabis zu Salat, auf welche Weise zubereitet er sehr beliebt ist.

Nr. 7. Der Wintrrkohl oder Marceliner-Wirz wird gewöhnlich erst im Juni oder Juli gesät, weil er im Freien leicht überwintert. Uebrigens kann er auch im Frühling angesät und ganz wie Frühkohl behandelt werden; er ist dann ein guter Mittelwirz.