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Sache genügend abgeklärt ist und bitte gleichzeitig alle Forscher, der Sache ge­nauere Aufmerksamkeit schenken zu wollen. Üeber meine eigenen Versuche später mehr.

MonatsKakender.

(Aanuar.)

In diesem Monat ruhen die Gartenarbeiten noch ziemlich, doch thut mau gut, wenn man sich jetzt schon auf den Frühling vorbereitet. So werden z. B. alle rückstehenden Arbeiten nachgcholt. besonders sind die noch ungegrabcnen Ge­müseländer und Blumenbeete, sofern dieselben nicht mit überwinternden Pflanzen besetzt sind, jetzt noch möglichst tief umzugraben und dabei reichlich zu düngen. Wo gegen alle Regeln mitten im Garten etwa ein Beet Spinat, Nüßlv Salat, Wintersalat (welche sonst immer abwechselnd an das eine oder andere Ende des Gartens verlegt w rden) vorhanden ist, wird dasselbe beimRigolen" einfach überhüpst", d. h. man wirst einfach die Erde des folgenden Grabens über das bepflanzte Beet hinweg in den andern Graben hinüber, was am besten geht wenn es Schnee hat, weil alsdann die etwa auf das Beet gefallene Erde wieder sauber weggenommen werden kann.

Nicht versäumen sollte man jetzt, die Baumlöcher vorzubereiten, d. h. da, wo man Bäume, Reben, Schlingpflanzen u. s. w. hinbringen will, die Stelle jetzt möglichst tief und gehörig weit aufzngraben. Je größer die Löcher gemacht werden und je besser dieselben gedüngt werden, desto fröhlicher und üppiger wachsen die Bäume und Reben rc. Man darf dieselben ganz Wohl 2 Meter breit und wo möglich l Meter tief machen wie gesagt: je größer, je besser, besonders gilt dies auch für Reben und Schlingpflanzen, welche zu Lauben und Schattenplätzm bestimmt find, weil man ja gerne möglichst schnell eine dicht bekleidete Laube hat. Das Düngen geschehe ganz ähnlich, wie dies beimRi­golen" anempfohlen ist. lieber die Pflanzung selbst wollen wir in nächster Nr. genaue Anleitung geben.

Jetzt ist auch die rechte Zeit. Pfropfreiser von guten Obstsorten zu schnei­den. Dieselben werden im Keller in feuchte Erde gesteckt. Man thut gut, nun an die Bestellung der nöthigen Gemüse- und Blumensamen zu denken! Je recht­zeitiger dieselben bestellt werden, desto sicherer kann man darauf zählen, die ge­wünschten Sorten auch richtig zu erhalten, da später manche Sorten schon ver­griffen sind. Jedenfalls sollte die Bestellung im Laufe des Februars gemacht werden.

Bei großer Kälte sorge man ja dafür, daß die Blumen nicht vom Frost leiden und wenn immer dieselben etwa von der Kälte überrascht worden und vielleicht zum Theil gefroren sind, so trage man sie sanft und ohne im Ge­ringsten die Blätter zu berühren, sorgfältig in den Keller, lasse sie langsam austhauen und begieße sie einstweilen nicht, bis sie sich wieder etwas erholt haben. Ueberhaupt sei man vorsichtig mit dem Begießen bei strenger Kälte und gieße erst wieder recht bei warmem Wetter und Sonnenschein, dann aber gehörig. Je weniger die Pflanzen wachsen, desto weniger müssen sie begossen werden, während man sie im vollen Wachsthum reichlich begießen soll. Im Winter schneide man auch um so sorgfältiger alles Faule aus, die schadhaften Blätter, Stengel und Stiele, damit die Pflanzen ja nicht schimmelig werden!

Buchdruckerei von W. Kepling in Andelfingen.