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Mistwasser) in den Boden spülen, was ausgezeichnet wirkt. Wenn man im Fall den Boden nicht wohl aufgraben kann, so stößt man mit einem spitzen -Eisenstab eine möglichst große Anzahl Löcher in den Boden, oder noch besser, man bohrt solche aus, mit einem sogen. Erdbohrer und schüttet wiederholt Lauge oder auch mit Mistwasser und Gülle vermischte Lange hinein. Immer­hin gräbt man dann wenigstens den Boden noch um den Stamm hertnn auf, bann wird der Erfolg nicht ausbleiben.

Frage 9: Zoll man die nerbliihte« Wimen beseitigen?

Thalsache ist, daß, wenn man die welkenden Blumen frischweg ab­schneidet, die Pflanzen viel länger und reichlicher blühen, weil der Samenan­satz den Pflanzen alle Kraft entzieht. Ja man kann fortwährend beobachten. Laß sogar einjährige Pflanzen mehrere Jahre lang frisch erhalten werden können, wenn man die welkenden Blüthen vorweg entfernt. Man sieht daher ächte Blumenfreunde immer mit einemLuoills-Pleurs" (oder kleinen Blumen- fcheere, welche die Blume rc. gleich fcsthäll) und einem Doppelkörbchen durch Len Garten gehen. In den einen Theil werden dann frische Blumen für den Tisch, in den andern aber welkende geschnitten. Auf diese Weise erhalten sie Lann einen Flor, welcher von Jedermann bewundert wird. Wir haben selbst genau beobachtet, daß manche Pflanzen sogar das Doppelte bis Dreifache der Blumen gebracht haben, welche wir sonst erhalten und kann sich übrigens jeder Blumenfreund leicht überzeugen, wie überraschend diese Operation auf den Blüthenreichthum und die Vollkommenheit der nachfolgenden Blumen wirkt.

Frage 10: Warum schieße« dir Gemüse so gerne auf?

DasAnsschießen" der Gemüse hat verschiedene, ganz bestimmte Ur­sachen. Sctz-Zwicbeln schießen im Frühling, wenn sie nicht trocken und frost- frei aufbewahrt worden sind, oder auch wenn sie zu früh gelegt worden und dann erfroren sind, resp. von den Frühlingsfrösten gelitten haben. Spinat, Nüßli- oder Feldsalat, sowie Wintersalat schießt auf, wenn er im Frühling zu trocken hat und nicht gehörig gedüngt tvorden ist. Aehnlich auch andere Schnittgemüse, während Retlige, Kohlrabi, Karotten und andere Wurzelgemüse aus den gleichen Gründen sowohl als auch deßhalb oft ausschießen, weil sie zu frühe angesät worden sind und nachher von der Külte gelitten haben, also einen unfreiwilligen Stillstand im Wachsthum machen mußten, was meistens der Grund ist, warum auch alle Kohlarten oft so gerne schießen, wie alle sog. 2jährigen Pflanzen überhaupt, z. B. Rüben und Möhren, Retlige und Rahnden, sowie Wurzelgemüse aller Art. Also nicht zu früh säen, dafür aber reichlich zu düngen und feucht zu halten ist das beste Mittel gegen das Durchgehen oder Aufschießen fast aller Gemüse.

Frage 11: Ist es besser, die Setzlinge, wie Kohl, Kabis» Klamenbotzl etc. in bleiaen

Gruben m setzen?

Ja, tvenn der Boden tiefgründig oder rigolt ist. In flachgründigem Boden dagegen, wo die Setzlinge in den Gruben beinahe keine Erde mehr unter sich haben, oder wenigstens keine gute, soll man vorsichtig sein, und lieber auf Hügel (d. h. aufgehäufte Erde) setzen, in welche man dann gleichwohl eine Vertiefung machen kann, pflanzen. In diesem Fall kann man dann gleich­wohl die Pflanzen gehörig eintränken oder beschütten und somit den Vortheil genießen, welchen solche Gruben oder Vertiefungen bieten. Andere Frageir sind in den Artikeln beantwortet worden.

Monatskatender (|uni und Mi).

Jetzt beginnt für die Gartenfreunde, welche einen schönen Vorrath an Wintergemüsen' zu haben wünschen, eine wichtige Zeit denn jetzt werden