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sich wo möglich kein einziges ganzes Beerlein mehr zeigen soll. Der Brei wird alsdann gemessen, wie viel Liter es sind. Sodann wird in der Küche reines Brunnenwasser erwärmt, aber nicht bis zum Sieden und guter Hutzucker in das heiße Wasser, nachdem es vom Feuer weg ist, hineingethan und gänzlich zerlassen, in dem Verhältniß, daß auf 3 Liter Wasser 1 ','2 Pfund Zucker kommen; mit diesem Zuckerwasser wird alsbald jener Beerenbrei gemischt und zwar in dem Verhältniß, daß immer 1 Liter Brei auf jene 3 Liter Wasser und 1 1 /a Pfund Zucker kommt. Darauf wird alles in den Keller getragen, in ein gut gereinigtes Faß gebracht, das man so voll macht, daß man die Flüssigkeit mit dem Finger durch's Spundloch noch spürt und verschließt das Faß mit dem umgekehrt aufgelegten Spunden, noch besser aber mit einem Gührspunden. Gleich am andern Tage wird der Inhalt des Fasses durch das Spundloch mittelst eines Stecken tüchtig gerührt, was die Gährung befördert. Man muß sich dabei nur vor dem Einen in Acht nehmen, daß die schäumende Masse beim Umrühren nicht durch das Spundloch herausdringt: sobald sich das zeigt, hört man auf eine Weile mit dem Rühren auf. Dieses Umrühren besorgt man etwa 14 Tage lang, wenn möglich zweimal des Tags, bis die stürmische Gährung vorbei ist. Zwischen Weihnachten und Neujahr wird der Wein abgelassen. Der Wein läuft jetzt bereits kristallklar ab, bis der trübe Satz unten im Fasse kommt. Mit dem Satz beginnt man Folgendes: Ein reinlicher Sack wird in einen reinlichen Kübel gelegt, der Satz in den Sack eingefüllt und im Sack über dem Kübel an einen vorher in die Decke geschlagenen Nagel gehängt. Nachdem der gute Saft vollständig abgetropft ist, setzt man nach Belieben warmes Wasser mit aufgelöstem Zucker (letzterer in einem Grad, wie man dieses Getränk stark oder schwach haben will), thut das Ganze in ein besonderes Faß und hat jetzt einen Gesindewein. Der kristallene Wein aber im ersteren Faß ist der Herrenwein, ein ausgezeichneter Tischwein, nicht süß und liqueurartig, sondern rezent und feurig wie ein guter Neckarwein und wird von Jedermann, dem man's nicht vorher sagt, als solcher getrunken und gelobt. Sollte der Wein später je Neigung zum Schwerwerden zeigen („lind" werden), so läßt man ihn ohne Zeitverlust sogleich ab und bringt ihn dabei möglichst an die Luft und in Bewegung."
Are Kohlrabi rrnd Aothriiben als beste Ersah mittel für die gesundheitschädlichen Ackerrüben oder „Waben".
Bekanntlich werden in vielen Gegenden nach der Getreideernte als Nachfrucht noch Ackerrüben oder „Räben" angebaut. Diese Acker-
