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Gemüse- und Ptumett-Laateir im August.
Im Monat August lassen sich noch sehr viele Gemüse und Blumen ansäen und zwar Alles, wes bis Anfang Juli an Mirmcil und Gemisst blühie und gewachsen war, kann, wenn Anfangs August 'gesät, noch ebenso schön blühen und bis im Herbst ebenso groß gewachsen sein und benutzt werden, als was im März und April schon gesät worden. — Was hat man nun bis im Juli benutzen können und was hat bis dahin geblüht? — Alles das kann nun noch einmal angesäet werden, und zwar das, was zuletzt geblüht und benutzt worden, wird nun wieder zuerst angesät; denn so viel Zeit sie zu ihrer Entwicklung gebraucht haben, brauchen sie nun wieder. Z. B. Larotten, Erbsen und Zuikcr-Kefeil, welche in letzter Zeit erst benutzt werden konnten, werden nun so schnell wie möglich wieder neu angesät, damit sie bis im Herbst noch recht schön werden, ebenso Jriih-Lohl (Wirz' oder F-rüh-Wirsing), Spät- Kahlrabi, Aothe-HUibe», Kopf-Salat und Schnitt-Endivie, Winter-Wirz und fettige sollten nun ebenfalls möjjltdjfl bald (Anfangs August» noch gesüet werden. Mit den Ssmmrr-Uettizeil Pressiris dagegen weniger und liioimt-licttige können bekanntlich noch im Keptcmber angesäet werden, wo sie sich noch am schönsten entwickeln. Im Laufe des August sät man ferner noch: Trüh- Kohlrabi» Jederlrohl, Schnitt-Mangold. Acker-Wüben, Schnitt-Sellerie, Aorellcn-Salat, amerik. Pflück- oder Jrnh-Salat, Feld- oder Nuhlilalat, Sommer- und Winterfpinat, früher oder Joh.-Kabis (Porkerkrauk) und Petersilie ! Wo frühe Bohnen schon zu pflücken und breite und krause Endivie zu binden sind, kann man auch solche noch einmal ansäen: es muß aber bald geschehen, sonst wäre es zu spät für dieses Jahr!
An Blumen kamt man ebenfalls noch Vieles ansäcu, soivohl das, was bis jetzt geblüht hat, als auch Alles, was man gerne im Winter blühend haben uiöchte, z. B. Petunien, Cinerarien, Calceolarien und Primeln, Lobelien, Mimnlns, Godetia und Xycterinia. Auch alle Frühlingsblumen, wie Peiisees, Sileneu und Vergißmeinnicht, Mimnlns und Ehineser-Welken. sowie Jenerinohn (letzterer gleich an Crt und Stelle, wo man ihn zu haben tvünscht, oder auch in Töpfe und Kistcheu, wo er im Winter oft prachtvoll blüht) und Bellis können nun angesät und letztere gepflanzt werden. Je halber man sät, desto früher kann man natürlich auf Blumen zählen. K, Gegenden mit tnuljerm Klima besonders sollte man ja iinmer rechtzeitig ansäeu, ivenn es. dem Herbst entgegen geht, denn der Winter stellt sich dort oft gar früh ein.
Monatskalender (Juli und August).
Bor Allem find die etwa noch rückständigen Arbeiten, Saaten und Pflanzungen nachznholcn, denn jetzt ist's für viele Sachen hohe Zeit, wenn man auf einen schönen Ertrag rechnen will. Wir haben aus diesem Grunde dieselben schon in letzter Nummer anfgezählt. Jetzt kann man auch bald mit der Pflanzung der Erdbeeren beginnen, kann Ableger von Nelken, Stecklinge von Fuchsien, Geranien und andern Pflanzen machen, daiitit sie sich vor dem Herbst noch gut bewurzeln können. Man versäume auch nicht, an den Kohlpflanzen die Raupen oder noch besser rechtzeitig die Eier abzulesen und anderes Ungeziefer zu vertilgen, nebst allem sich zeigenden Unkraut; die Beete fleißig zu behäckeln und noch besser zu pailliren, d. h. mit Mist oder Turbcnerde (Torfmull), Gcrberlohe oder mit irgend andern lockern stoffen zu bestreuen, starkwachsende Pflanzen in größere Töpfe zu versetzen, alle unnützen Triebe an den Reben und Lbstbäumen zu entfernen, Alles rein zu halten und wo nölhig. gehörig anzubinden. Auch kann man noch Bäume und Rosen oculiren, so lange dieselben im Saft und gute Augen von saftigen Edelreisern vorhanden sind.
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Buchdruckerei 23. Hepting, Andelsingen.

