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Der Obstbau. 1883.
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und sich nicht mit Illusionen, bloßen Thcorieen und Idealen befaßt, sondern sich überall an Thatsachen, Erfahrungen und thatsächliche Verhältnisse anlehnt und den innigsten und aufrichtigsten Wunsch verräth, den deutschen Obstbau zu heben und ihm zu verdienter Anerkenn- j nng und lohnendstem Erfolge zu verhelfen. Der j behandelte Stoff ist so vielseitig und reichhaltig, daß wir aus Mangel an Raum hier nicht in das Einzelne eingehen können, sondern alle diejenigen, welche sich aus Liebhaberei oder berufsmäßig mit Obstbau befassen, auf das Werk selbst verweisen müssen. Wir werden zwar im nächsten Jahrgang einige Auszüge daraus geben, möchten aber Jedem, der seine Obsterträge nutzbar für den Verkauf oder die eigene Wirthschaft verwenden will, dringend rathen, sich dieses Buch anzn-
schaffen, da die vorhandenen Anweisungen zur Verwendung und Verwerthung des Obstes allein schon die Auslage für den Ankauf des Buches reichlich lohnen, und der Inhalt desselben dem denkenden Leser einen ganz neuen Gesichtspunkt von der gesamten Bedeutung und volkswirth- schaftlichen Wichtigkeit des Obstbaues gibt. Alles in Allem genommen ist das Semler'sche Werk entschieden die wichtigste Bereicherung unserer deutschen Obstbau-Literatur und nach allen Seiten hin ein Werk, welches dem rationellen Landwirth und dem unternehmenden Kaufmann unentbehrlich ist, jedem denkenden Obstbaufreund aber eine Fülle der wichtigsten praktischen Winke und Anregungen darbietet und in seiner Art einzig dasteht. K. M.
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In der Turnhalle in Heilbronn findet vom 29. September bis 4. Oktober
Obst- und Trsuben-Ausstellung
statt, welche umfaßt: Tafel- und Wirthfchafts-Obst, Trau bei«, Obstbäume (Hochstämme und Spaliere), Obstproduete (Conscrveui, Obst- und Weinbau-Geräthschaflen u. s. tv., und
bei welcher das im Auftrag des Vereins zusammengestelltc Normalsortiment der wnrttem- bergischen Obftgattnngen zur Anschauung gebracht wird.
Am Eröffnungstage, Samstag den 29. d. M., Nachmittags 2 Uhr, wird im Thcater- saale in Heilbronn eine Versammlung von Obst- nnd Weinbau-Interessenten mit freien« Eintritt und folgender Tagesordnung abgehalten:
1) A«rf welche Weise können die vielen abgegangenen Bäume mit Erfolg ersetzt werden und welche Fehler sind zu vermeiden?
Referent: Fritzgärtner.
2) Inwieweit haben sich die in den letzten Jahrzehnten zum Anbau empfohlenen Wcinbcrg- traubensorten bewährt?
Referent: Ockon omicrath M ü h l h ä u s e r.
3) Was kann zur Hebung des Steinobstbaus in Württemberg geschehen?
Referent: Pfarrer Reff len.
4) Vorschläge zur besseren Verwerthung des ObstcS im Haushalt und Handel.
Referent: Dr. Karl Müller.
5) Welchen Einfluß üben die Laubarbciten auf die Gesundheit und Fruchtbarkeit der Rebe aus?
Referent: Gemcinderath Weckler.
Wir laden unsere verehrlichen Mitglieder zu zahlreichem Besuche der Vcrsamml««ng wie' dcr Ausstellung mit dem Bemerken ein, daß dieselben gegen Vorzeigen der Mitgliedskarte" über die ganze Darier der Arisstellung freien Eintritt haben. Diejenigen Mitglieder, welche etwa nicht mehr im Besitze ihrer Mitgliedskarte sein sollten und die Ausstellung zu besuchen beabsichtigen, wollen sich spätestens bis zrrm 25. September an den Vcrcinsknssier Herrn A. Herz, Olgastraße 3 in «Stuttgart (am besten durch Retour-Postkarte) wenden.
Der Ausschuß des Württemb. Obstbau-Vereins.
Vorstand: Oekonomierath Wanrnr.
Eigenthum des Mürttmlursischen Mßliail-Nercins. — Verantwortlicher Redakteur: Karl Müller. Druck der Nereina-Duchbriukerei in Stuttgart.
