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Monatsschrift für Pomologie und Obstkultur,
llrgan des Württembrrgischkn Mstbau-Vereins.
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in ganz Deutschland 6 M.
,M. 6 . Stuttgart. Juni. 1885 .
I. Pomologie.
Feari?s Pepping.
Diel I. 3; Lucas III. Id; Hogg III. I A. **t November—Februar.
Heimat u. Vorkommen: eine sehr alte englische Frucht, über deren Herkunft man nichts genaueres mehr weiß. Sie ist in England eine sehr beliebte Marktfrncht und wird namentlich von den Londoner Marktgärtnern in Menge für den Coventgardcn-Markt gezogen, aus welchem Grunde sie neuerdings auch auf den Kanalinseln und in der Normandie angebaut wird. Ist bei uns noch wenig bekannt und noch nicht so verbreitet, wie sie es wegen ihrer Güte und reichen Tragbarkeit verdienen würde.
Literatur u. Synonyme: 1. Pepin de Fearn (W. Forsyth, Treatise on the Culture and Management of Fruit Trees, 1802, Nr. 42).
2. Feavn’s Pepping (Downing, Fruits and Fruit Trees of America, 1869, S. 174).
3. Pomme de Fearn (Andre Leroy, Diction-
naire de Pomologie, Nr. 125). 4. Fearn’s
Pippin (Ferris’ Pippin, Clifton Nonesuch, Tliomason; R. Hogg, the Fruit Manual, 1884, S. 75). 5. Fearn’s Pepping (Lauche,
Snpplem. zum illustr. Handbuch der Obstkunde, 1883, S. 147).
Gestalt: mittelgroß, rundlich, flach kugelförmig, etwa 70 mm breit und 50 mm hoch; der Bauch sitzt in der Mitte, die Frucht rundet sich kelchwärts und stielwärts gleichmäßig flach ab.
Kelch: geschlossen; Blättchen mäßig groß, kurz zngespitzt, Spitzen nach innen geneigt; Kelcheinsenkung tief, geräumig, mit feinen Falten umgeben.
Stiel: kurz, gerade, nicht oder nur wenig hervorragend, stark, an der Spitze verdickt, oft fleischig; Stieleinsenkung geräumig, tief, strahlenförmig berostet.
Schale: blaß grünlich-gelb, später hochgelb, an der Sonnenseite dunkel scharlachrot, mit grauen Punkten und kleinen braunen Rostflecken gesprenkelt, die sich beinahe über die ganze Frucht hinzichcn; um Kelch und Stiel häufig berostet.
Fleisch: gelblich-weiß, fest, fein, abknackend, saftreich, von würzigem, süßweinigem Geschmack.
Kernhaus: hohlachsig; Fächer klein, fast oval; Wandungen zerrissen, mit kurz zugespitztcn, wohl ausgebildctcn hellbraunen Samen. Kröbs zwiebelförmig, gegen Kelch und Stiel kurz zngespitzt, Kelchröhrc kurz kegelförmig; Staubfäden mittelständig.
Reifezeit u. Nutzung: November bis Februar. Guter Tafelapfcl und auch für die Wirtschaft brauchbar.
Eigenschaften des Baumes: er wächst mäßig, ist frosthart und sehr tragbar, eignet sich sowohl für Hochstämme als für Pyramiden und Kordons, an welchen die Früchte erheblich größer werden, bis zu 90 mm breit und 75 mm hoch — Sonnncrtriebe stark, lang, braunrot, bcfilzt, zahlreich punktiert; Fruchtaugen klein, stumpf kegel-

