Nr. 2. * 26. Jahrgang. * März 1911.

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osen-Zeitung

Organ des Vereins deutscher Rosenfreunde

Unter dem Protektorat Ihrer Majestät der Kaiserin und Königin.

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bei der Post und in allen Buch­handlungen.

Redigiert von O. Schultze, Pfarrer zu Libbenichen bei Carzig - Kr. Lebus.

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die Zeile 25 Pfg., an die Buoh- druokerei von J. Lintz in Trier.

Anmeldungen zum Verein an Herrn Gartendirektor F. Ries, Karlsruhe i. B. (Jahresbeitrag 4.50 M., Ausland 5 M.) Mitteilungen und Manuskripte an die Redaktion.

Zu unseren Rosen^Abbildungen.

M me SegoncUWeber und My Maryland.

Mme Segond-Weber, Teehybride.

(Soupert & Notting 1908.)

Eine der neuen Teehybriden, die sehnell beliebt geworden sind. Sie ist ein Sämling v on Antonie Rivoire und Souvenir de Victor Hugo. Die Farbe ist zart lachsrosa, in der Mitte leuchtender. Die Blume ist groß bis sehr groß und hat breite feste Blütenblätter; die Knospe ist lang und zugespitzt. Die be­sonderen Vorzüge dieser Rose sind Blüten- r eichtum und kräftiger Wuchs; sie blüht un­aufhörlich vom Juni bis Oktober. Wegen des Wuchses wird sie auch als Schnittrose empfohlen. Die prächtigen Blumen stehen stolz auf langen Stielen aufrecht. Die eigen­artige Färbung, welche kein Farbenbild ganz naturgetreu wiedergeben kann, gehört zu denjenigen Farbentönen, welche besonders den Liebhaber fesseln. Welche Wirkung ein schön blühendes Beet dieser Sorte hat, das konnte man in Liegnitz 1910 sehen. Die Rose hat in La Bagatelle zwei Goldmedaillen er­halten, außerdem in Nancy die Goldmedaille un d in Mannheim 1907. Die Züchter haben ei n Bukett der Sorte als Titelbild auf ihre neuste Preisliste gewählt und nennen sie die beste aller ihrer Züchtungen. Sie ist ebenso bekannt in England, Frankreich und Amerika w ie in Deutschland.

Was den Namen betrifft, so ist Frau Eu- Senie Caroline Weber, genannt Segond-

Weber, eine berühmte Tragödin und klas­sische Künstlerin am Theatre francais zu Paris, dessen Mitbesitzerin sie auch ist; Segond ist der Theatername und gehört zum Namen, daher, genau genommen, mit Binde­strichen zu schreiben. Die Künstlerin ist ge­boren zu Paris 1867.

My Maryland, Teehybride.

(J. Cook 1909.)

Eine hellorangenrosa Blume von eigen­artig reizendem Farbenton. Die Sorte ist sehr reichblühend, die Blume groß und schön gebaut. Wegen ihres kräftigen Wuchses ist sie als Schnittrose auch in der R.-Z. wieder­holt empfohlen worden. Im Jahrgange 1910 S. 52 heißt es von ihr: „Sie wurde auf dem Newyorker Markte vom Züchter gezeigt und fand sofort Käufer. Einer bot einen hohen Peis für das alleinige Eigentumsrecht, jedoch unter der Bedingung, daß er den Namen än­dern dürfe. „Nein," erwiderte Cook, „die Rose habe ich nach meinem Staate benannt, und sie soll den Namen behalten." Sie ist ziemlich winterfest, obwohl sie viel Tee­charakter hat.

Der Name (spr. mei merrilent) bedeutet „Mein Maryland;" Maryland gehört zu den Vereinigten Staaten von Nordamerika. Die Hauptstadt ist Baltimore, die Heimatstadt so mancher Edelrose. O. S.