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zum Einkitten der Scheiben sehr kom­plizierte Ecken empfohlen, welche ich jedoch nach langjähriger Erfahrung für höchst unpraktisch halte. Wird solche Ecke einmal leck, so hat man seine liebe Not damit, häufig gehen bei den Versuchen, die schadhafte Stelle wieder abzudichten, die Scheiben in die Brüche, Nach meiner Erfahrung hat sich folgende Methode am besten bewährt; das Ein­kitten der Scheiben verursacht dabei keine Schwierigkeiten und richtig aus­geführt, wird ein so verkittetes Aquarium wohl selten leck. Sollte dies jedoch dadurch, dass das Aquarium lange leer gestanden (also ohne Was­ser), doch nach der Neu­füllung mal vorkommen, so sind die lecken Stellen hier sehr leicht aus­zubessern. Meine er­probte Methode für V jC das Verkittender

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a. unterer, breiter L. eingeschobene

Abb. 5.

Richtig verkitteter Winkel am Boden.

(Durchschnitt.) Rand des Gestelles, b. Scheiben, c. Deckstreifen. Fussleiste. B. Glasplatte am Boden. Z. Zinkboden.

Schellack überzogen werden.

Scheiben ist sehr einfach. Ich lasse die Ecken des Gestelles, gleichviel ob Winkeleisen oder Zink, wie sie sind und bringe keinen übergreifenden Falz oder dergleichen an. In alle Ecken sowohl, als auch an alle übrigen Teile des Gestelles, gegen welche das Glas anliegt, kommt eine ca. 5 mm starke oder stärkere, die ganze Breite des betr. Gestellrahmens bedeckende Lage Kitt. Die Scheiben werden nun eingesetzt und unter Zuhülfenahme eines entsprechend grossen und starken Brettes oder einer starken, nicht biegsamen Leiste, langsam vorsichtig und gleichmässig gegen die Kittlage gedrückt. Hierbei ist zu be­achten, dass sich zwischen Kittfläche und Scheibe keine Luftblasen bilden.

Durch Nachstopfen von Kitt mittelst eines schwachen Hölzchens, müssen et­waige Luftblasen fortgedrückt werden. Die Scheiben dürfen nicht zu gross ge­schnitten werden, sie sollen an jeder Seite ca. 5 mm Spielraum vom Gestell oder der anwinkelnden Scheibe haben. Ferner sollen die Scheiben so hoch sein, dass sie bis völlig auf den Boden reichend, von der oberen Aquarium- kante einige Millimeter zurück bleiben, da es nicht gut aussieht, wenn sie mit der oberen Aquariumkante abschneiden. Sind nun alle Scheiben in dieser Weise richtig eingesetzt, so wird der Zinkboden mit einer stärkeren Rohglasscheibe, Spie­gelscheibe oder Schieferplatte belegt. Diese Scheibe darf gleichfalls nicht zu straft"einpassen und liegt einer schwachen auf den Zinkboden angebrachten Kittlage auf. Auch diese Bodenscheibe wird gut und gleichmässig angedrückt, so dass der Kitt an den Kanten hervorquillt. Hierauf bringt man in alle Ecken, wie auch im

Winkel am Boden ent­lang eine nicht zu schwache Kittwulst an, über die vorher pas­send zuge­schnittene Streifen von 4 /4- oder

"/4-Glas gedeckt und fest angedrückt werden (Abb. 4 und 5), so dass keine Luftblasen bleiben. Diese Streifen müs­sen an der Seite, mit welcher sie dem Kitt anliegen, gleichfalls gestrichen und der Anstrich muss trocken sein. Einseitig mattes Glas ist glattem vorzuziehen, die matte Seite wird gestrichen. Die Streifen dürfen nicht zu schmal sein, am besten ist es, sie erhalten eine solche Breite, dass sie mit den Winkelecken ein recht­winkliges Dreieck bilden (Abb. 4 u. 5).

(Fortsetzung folgt.)

d. Kitt.

1. Stel

Holzboden, welche mit