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Leichtigkeit, mit welcher der Pilz aus ihnen Eiweiß bildet, zu vergleichen. Allgemein erhalten die N - Verbindungen erst dann ihren vollen Wirkungswert, wenn der Pilz gleichzeitig Zucker dargereicht erhält. Meist wurde angewendet 1 °/ 0 der zu untersuchenden Verbindung, 3 °/ 0 Rohrzucker, Mineralstofi'e. Ueber die Methodik ist die Arbeit einzusehen.
Als allgemeines Resultat ergab sich, daß die Aminosäuren weitaus das beste Material für die Eiweißsynthese darstellen. Ihnen reihen sich an in absteigender Folge nach ihrem Nährwerte geordnet: Oxyfettsaures Ammonsalz, Ammonsalze der zweibasischen Säuren, Säureamide, Säurenitrile, Ammoniumsalze der Essigsäurereihe. Eine auffallend gute N - Quelle ist unter den Amiden das Aeetamid.
Aspergillus vermag also aus Aminosäuren (Monamino- und Diaminosäuren) am leichtesten und ausgiebigsten Eiweiß zu bilden, und zwar ist es fast gleich, welche Aminosäure man darreicht. Dies legt die Annahme nahe, daß die Aminosäuresynthese im Organismus die Vorstufe zur Eiweißsynthese bildet.
Daraus würde sich auch ergeben, daß Stickstoff'verbindungen, welche nicht Aminosäuren sind, der Erwartung nach um so bessere Nährstoffe für Aspergillus sein sollten, je leichter sie in Aminosäuren übergehen können.
XXIII. F.Czapek, Zur Kenntnis der Stickstoff Versorgung und Eiweißbildung bei Aspergillus niger. Berichte der Deutschen Botan. Gesellsch., Bd. XIX, Generalversammluugsheft, S. (130)—(139), 1902.
Behandelt den Inhalt eines anläßlich der Naturforseherversammlung zu Hamburg abgehaltenen Vortrages, welcher die in dem vorstehenden Referate und in den einschlägigen folgenden Arbeiten enthaltenen Ergebnisse zum Gegenstände hat.
XXIV. F.Czapek, Ueber den Vorgang der geotropischen Keiz- perception in der Wurzelspitze. Berichte der Deutschen Botan. Gesellschaft, Bd. XIX, Generalversammlungsheft, S. (116)—(130), 1902.
Wiedergabe der vom Verf. anläßlich einer Discussion über Jost's Sammelreferat bezüglich der geotropischen Reizperception in der Hamburger Natui forscher- versammlung abgegebenen Aeußerungen. Es sprechen gewichtige Gründe gegen die Annahme, daß nur die stärkeführenden Wurzelhaubenzeilen als perceptorische Organe für den Geotropismus fungieren. Bei der Reizperception ist einmal die Leistung der Einzelzellen zu berücksichtigen, aber auch die aus dem Zusammenwirken der Zellen im sensiblen Gewebe resultierenden Erfolge. Der Versuch Noll's, den vom Verf. angenommenen „Radialdruck" durch künstliche Belastung zu ersetzen, ist von vornherein als in keiner Richtung beweisend zu betrachten. Bei Reizstimmungsänderungen. sowie bei orthotropen und plagiotropen Organen sind keine Verschiedenheiten im Zustande des Reizperceptionsorgans anzunehmen. Es folgen noch kritische Erörterungen über den Begriff der Präsentationszeit.
XXV. F. Czapek, Untersuchungen über die Stickstoffgewinnung und Eiweißbildung der Schimmelpilze. II. Ueber die Verwendbarkeit von Aminen, Amiden und Amnioniak- salzen zum Eiweißaufbau bei Aspergillus niger. Beiträge zur chemischen Physiologie und Pathologie, herausgeg. von F. Hofmeister, Bd. II, S. 557—590, 1902.
Aufgabe dieser Untersuchung war es, zu prüfen, ob tatsächlich jene Stickstoft- verbindungen, welche nach unseren heutigen chemischen Kenntnissen am leichtesten Aminosäuren liefern, auch für Aspergillus eine relativ hohe Bedeutung als Stickstoffnahrung besitzen. Die aus theoretischen Gründen geäußerte Vermutung hat sich bestätigen lassen. So sind die Alkylamine, welche durch CO, anlagerung in Aminosäuren übergehen und umgekehrt aus den letzteren durch C0„ abspaltung gebildet werden können, im allgemeinen treffliche Stickstoffquellen. Von einschlägigem Interesse ist, daß sichere Fälle bekannt sind, in welchen durch Enzyme des Organismus Aminosäuren durch CO« abspaltung in Amine übergehen. Ein zweiter bedeutungsvoller Fall wird von den Oxysäuren dargestellt, welche durch Ammoniakanlagerung unter Wasseraustritt Aminosäuren liefern, und umgekehrt aus letzteren bei der Hydro-

