Thüringischer

Botanischer Verein.

Berichl

Aber die färfiehate VersanMlaag «I<s preassisehei botanischen Verein zu Königsberg i Pr. am 2. October IS7(i.

Vom Vor stunde.

Ein noch niclit aufgeklartes Hindernis machte es unmöglich die fünfzehnte Versamm­lung des preussischen botanischen Vereins, wie am 4. Oktober 1*75 in Üastenburg beschlossen war, in Osterode zu halten. Auch ein Versuch nach Elbing die Versammlung zu verlegen scheiterte daran, dass Herr Apotheker llildebrand die Geschäftsführung nicht übernehmen konnte, weil er krank war. Die Zeit war bei diesen vergeblichen Bemühungen inzwischen so weit vorgeschritten, dass nichts übrig blieb, als die Versammlung nach Königsberg zu berufen und Herr Apotheker H. Bannitz unterzog sich freundlichst der Gesehaftsfüh- rung daselbst.

Sonntag den l. Oktober besichtigten die schon angekommenen Mitglieder des Vereins den königl. botanischen Garten unter Führung des Direktors desselben von 3 Uhr an bis zur einbrechenden Dunkelheit. Von dem vielen Interessanten und Sehenswerthcn, das Mummelhaiis allein bietet feine Sammlung von Nymphäacecn, die ihres Gleichen nirgend hat Einzelheiten anzuführen, gestattet der Baum und Zweck des Berichts nicht. Der Abend wurde im Gasthause von Skibbe, kneiphöf. Langgasse Di, in geselligem Verkehr zugebracht.

Montag, den 2. Oktober 8'/-, Ehr, wurde die Versammlung des Vereins im Auditorium des königl. botan. Gartens von Professor Caspary eröffnet. Ausser Königsbergern waren Mitglieder und Freunde des Vereins erschienen von Bischofstein, Braunsberg, Breslau, Danzig, Könitz, Marienburg, üastenburg, Tannsee, auch waren Sendungen und Entschuldi­gungen wegen Nichterscheinens von mehreren Mitgliedern eingegangen. Der Vorsitzende begrüsst die Anwesenden und macht folgende Mittheilungen.

Die Thätigkcit unseres Vereins hat 1b7t> grösser sein können, als je zuvor, da ihm beträchtlich mehr Mittel als sonst, zur Verfügung standen. Der Provinzial-Eandtag von Breussen bewilligte in höchst dankbar anzuerkennender 'Würdigung der gemeinnützigen Bestrebungen des Vereins uns J500 M. als Zuschuss zu unsern Mitteln für 1b7t>. Durch Beschluss der Versammlung zu Üastenburg war ich am I. Oktober 1875 beauftragt, den preussischen Provinzinl-Eandiag um eine Gclduntcn tutzung für ih n botan. Verein zu bitten. Sieben Mit­glieder unseres Vereins sind glücklicher Weise auch Mitglieder des pirussischen l'rovinzial-