Veueinluhrungen und Neuzüchtungen , sowie einige gute allere , wenig verbreitete Gelnil/ . e . 1 ! )
sattgrüner Färbung . Die beste dekorative Wirkung übt diese Form jedenfalls
als Strauch in Einzelstellung auf Hasen aus . Da der Wuchs ungemein stark ist ,
oft mehrere Meter in einem Jahre , erzielt man durch das jährliche Zurück -
Schneiden des älteren Holzes stets einen kräftigen Nachwuchs , der in seiner
auffallenden Stattlichkeit von vorzüglichster Wirkung ist .
AU . sutchuenensis Dode . Ganz neu eingeführte Art aus dem Innern Chinas
von äußerst kräftigem Wuchs . Das starke , anfangs hellgrüne Holz wird später
hellbraun . Die über meterlangen Blätter sind 12 lö paarig gefiedert ; Blattstiel
oberhalb dunkelrotbraun , in der Jugend anliegend seidig behaart . Fiederohen
im Mittel etwa ti : ' i 1 / 2 cm groß , 6 - 8 mm lang gestielt und am breiten Grunde
mit zwei kurzen Läppchen versehen ; die untere Hälfte des Fiederchens ist
Ziemlich gleichmäßig breit , während die obere Hälfte ziemlich schnell in die
lang ausgezogene Spitze übergeht . Die Färbung des Laubes ist hellgrün . He¬
merkenswert ist , daß diese Art nicht den intensiven , üblen Geruch von A . glan -
dulosa an sich hat . Die Verwendung dieser neuen \ ri isl dieselbe wie die Her
anderen . In Einzelstellung auf Hasenflächen , sei ' s als Baum , sei ' s als Slrauch ,
kommt jedenfalls die ganze Erscheinung am besten zur Geltung . Leider kann
ich noch nicht sagen , ob die Winterhärte auch an ungünstig gelegenen Stand¬
orten vollkommen zweifelsfrei ist .
Ail . Vilmoriniana Dode . Wie vorige , so isl auch diese Ar ! ersl in den letz
leren Jahren aus China neu eingeführt worden . Sie unterscheidet sich von allen
anderen Arten durch eine feine Bestachelung des Holzes . Wuchs sehr stark Holz
kräftig , gelblichbraun berindet , dicht filzig und fein stachelig . Die Blätter werden
gleichfalls über meterlang , mit etwa 16 — 17 Haar Blättchen . Spindel grün , am
unteren Ende stachelborstig und behaart . Die Fiederchen sind etwa 14 : 454cm
groß , fast oval und viel breiter als die aller anderen Arten , etwa 2 3 mm lang
gestielt , und dicht , kurz samtig behaart , so daß sich das Blatt weich anfühlt : am
( » runde beiderseits wenig ausgeprägt gelappt . Die Färbung des Blattes ist im Aus¬
trieb schön rötlich , wird aber späterhin gelblichgrün , nur die Nerven bleiben rötlich .
Auch diese Art , die sich hart erwies , hat einen unbestreitbaren dekorativen Wert
und ist ebenso wie die sei ..... genannten Arten zu verwenden .
Akebia lobata Decaisne . Bin schöner , rasch und stark wachsender Schlinger ,
der neuerdings aus Japan eingeführt wurde . Von der bekannten \ rl quinata , die
schon häufig angepflanzt wird , unterscheidet sich diese neue durch die fast stets
dreizähligen Blätter , die etwa 5cm lang gestielt sind . Das Hinzelhlättchen isl
3 — 6cm lang gestielt , eiförmig bis rundlich , etwa H x / 2 : 1cm groß und von satt¬
grüner Färbung . Die Spitze des Blattes ist ziemlich breit und mehr oder weniger
lief herzförmig eingeschnitten . Die Blüten sind ähnlich denen von i/iiinala . von
leicht bläulicher Färbung und erscheinen im Mai ; Früchte ziemlich groß und von
hell bis tief violett . purpurner Färbung . Zum Bepflanzen von Lauben . IVrgolas und
alten Bäumen ist diese Art von großem Wert , zumal sie hart ist und das Laub auch
sehr lange am Holz , bis tief in den Winter hinein , hängen bleibt . An warmen und
geschützten Orlen mag sie si . li vielleicht ganz winlergrün erweisen .
Amclanvhier asiatica Endl . Erwächst bei uns zu einem baumartigen Sl rauch
" der kleinen Baum . Ihres äußerst kralligen Wuchses sowie derweil ausladenden ,
leicht übergeneigten Triebe wegen verlangt sie viel Platz . Das jüngere Holz ist
schön purpurfarbig mit hellen Lentizellen . älteres Holz nimmt eine mehr graue
Färbung an . Das 2 — 3 cm lang gestielte Blatt ist 8 — 10 : 5 — 6 cm groß , oval bis
verkehrt oval und von recht derber , fester Beschaffenheit . Die Färbung isl im
Austrieb gelblichgrün , unterseits kurz weißwollig behaart , später glänzend dunkel¬
grün und leuchtet im Herbst in herrlichen , satt orange - bis tiel ' hraiinroten Farb¬
tönen . Der ungemein reiche Blütenflor erstreckt sich von Ende April bis Mitte
Mai . Blüte rahmweiß , bis 3 cm Durchmesser , in 8 ldblütigen , lockeren , aufrecht
oder wagerecht abstehenden Trauben von rund 8 cm Länge . Des reichen Flores .
sowie auch der prachtvollen Herbstfärbung wegen verdient diese Felsenbirne all¬
gemeine Beachtung . Da sie keine besonderen Ansprüche stellt , kann man sie über¬
all mit bestem Erfolg im Verein mit andern Ziergehölzen verwenden . Den größten
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