Page
303
doch soll man sich mit diesen noch nicht über-
cilen. Sollten Perl-, Kartoffel- und andere
"Wiebeln Ende Juli schon reif sein, so werden
diese ohne Verzug abgeerntet, um einer anderen
Gemüsesorte Platz zu machen.
Allerlei.
Canna „Ulrich Brunner“ wurde 1887 in den
Handel gebracht und zog die allgemeine Auf¬
merksamkeit auf sich. Genannte Canna ist
em e hoch wachsende, von aufrechtem Wüchse
l 'nd mit schönen blaugrün gefärbten Blättern.
Ule Blattscheiden sind dunkelolivengrün und
rosa gerandet. Die Blüten leuchten im schön-
sten Purpurscharlach und sind im Innern
orangegelb, der Fruchtknoten ist dunkelviolett
8 e farbt. Die Blütenschäfte sind weiss und
r °tlich bereift. M. A.
„ . Spiraea crispifolia. Eine der schönsten
opiräen ist die eben genannte. Sie stammt
,ls Japan und kommt in dortigen Gebirgs¬
gegenden zuweilen häufig vor. Diese Spiräe
von niedrigem Wuchs, wird nur bis zu
g c m. hoch, ist sehr reichblühend und dicht
glaubt. Die Blütenfarbe ist ein sehr schönes
pUnkelkarminrot. Die Blüten selbst erscheinen
'öde Mai oder Anfang Juni, und zwar, wie
s j on gesagt, in grossen Massen. Die Blätter
od von zierlicher Form, auf der Ober-
de dunkelgrün, auf der Unterseite etwas
■ ( e r gefärbt und sitzen an feinen, braunroten,
g. ei °h hohen Aestchen. Dieser reizende Zwerg-
^oueb Eält ohne alle Bedeckung unsere
» aus, und eignet sich vorzüglich zur
/JJf . nzun g auf Felspartieen. Spiraea cripi-
v la ist noch wenig verbreitet, und dürfte wohl
v a c röbel & Co. in Zürich zu beziehen sein,
die* 'sicher Firma, bin ich recht unterrichtet,
Ses schöne Gewächs eingefuhrt wurde, n. p.
p , I'elargonium peltatum. Von dieser schönen
^gonie, wegen der Aehnlichkeit der Blätter
Oan ' ene . n des Epheus, Epheu-Pelargonium ge-
om s * nt ^ * n neuerer Zeit recht schöne und
Al, s Jte -? ns werte Spezies gezüchtet worden.
Her e H**g e dieser sind zu nennen: Abel Car-
r 0 ^ c ’.Blüten gross und von schönem Magenta-
,\f r L *o den oberen Petalen kastanienbraun.
n n ^ ■ ‘ "-ibaut, mit leuchtend rosenroten Blüten
r Von dichter Füllung. Sehr schön. Jane
c > ooit grossen, dichtgefüllten milchweissen
Hw 0811, Wohl die beste weissblühendste
b] u Albert Crousxe, leicht lachsrosa, gross-
Fürstin Josephine v. Hohenzollem,
B a i en . stark gefüllt, ähnlich den Camellien-
v °0 j Ininen ' Blumen, sehr reichblühend und
An), Un k elkarm inroter Farbe mit kupferfarbigen
' v 6isR UC "' G'on^o, helllila, mit roter Mitte und
0o»,< ein ^nde. Choiseui, sehr grossblumig.
UaH *fÄ e Horace de Choiseui. seidenartig rosa
5 m.'Wweiss gerandet.
g efmit le vorstehenden 8orten blühen sämmtlich
sin^^° n schönen einfachen Epheu-Pelargonien
^Od )ii n ? nnei1: Peltatum elegans, mit leuch
äviolett blühenden Blumen. Innocente,
von reinweisser Farbe und nur auf den oberen
Petalen leicht kastanienbraun gefärbt. Made¬
leine Reiterhart, kirschrote Farbe und sehr
grosshlumig. La France, hellrosa, reichblühend.
Mrs. H. Cannel, tief dunkelviolett. Baute de
Lyon, leuchtend purpurscharlach und sehr
grossdoldig, Dolly Vardeu, von gedrungenem
Wuchs. Masterpiece, sehr grossblumig, gross¬
doldig und scharlachmagenta gefärbt.
Es sei nur noch kurz bemerkt, dass das
Epheu-Pelargonium entweder an Holzgestellen,
welche man in die Töpfe steckt, gezogen werden
muss, oder man zieht es als Ampelgewächs.
Letztere Methode ist höchst empfehlenswert.
A. N.
Tropaeolum majus fl. pleno Frieda
Thalacker. Ein gefülltes Nasturzien, mit
prächtig roten, in Farbe und Form einer Granat¬
blüte ähnlichen Blumen. Zur Topf kultur. (Bei
Friedr. Adolph Haage jun. in Erfurt erhältlich.)
X. H. C.
Die Agaven als Dekorationspflanzen von
Thoreingängen u. s. w. Die Agaven sind zu
derartigen Dekorationen wie geschaffen, denn
sie leiden weder von Winden, noch von der
Hitze, noch anhaltendem Regenwetter und
harmonieren auch gut zu den betreffenden Bau¬
werken. X. H. C.
Corydalis nobilis. Der ansehnlichste und
stattlichste unter den Lerchenspornarten, und
wenn erst mehrere Jahre auf seinem Platze
stehend, ein würdiges Gegenstück zu Diclytra
spcctabilis. Blumen in der Hauptfärbung gelb.
Die beste Verpflanzzeit ist itn Sommer. (Pflan¬
zen, k Stück 80 Pfg. sind zu haben bei Friedr.
Huck in Erfurt.)
Echinocactus bicolor und E. brevihama-
tus. (Abbildungen Seite 297). K. bicolor wird
von Herrn F. A. Haage jun. in Erfurt als be¬
sonders prachtvoll geschildert. Die Zentral¬
stacheln sind in ihrer Jugend zartrosa, später
hellgelb. Blumen gross, seidenfarbig, mit pur¬
purrotem Grunde. E. brevihamatus zählt zu
den besseren Echinocacteen und ist noch nicht
sehr verbreitet.
Spiraea palmata ist die schönste der
rotblühenden krautartigen Spierstauden, ver¬
langt aber zu ihrem besseren Gedeihen einen
milden, etwas Feuchtigkeit haltenden Boden.
Mau gebe ihr eine Erdmisc’nnng, aus Garten¬
erde, Laub-, Rasen- und Lehmerde bestehend
und einen nicht zu sounigen Standort. c. J.
Gefüllter Hollunder. Der gefülltblühende
Hollunder ist fast noch nicht bekannt, verdient
aber seiner gefüllten Blüten halber mehr be¬
rücksichtigt zu werden. X. P. s.
Der Unterschied zwischen Cytisus und
Laburnum ist nicht gross und können Streitig¬
keiten hierüber den Botanikern überlassen
bleiben. In den Gärten aber machen wir einen
Unterschied folgenderweise: Alles, was unter
dem Kamen Laburnum geht, sind baumartige
Sträucher. deren Blüten in langen, herabhän¬
genden Trauben erscheinen; zu Cytisus aber
rechnen wir die schwachwüchsigen Laburnen,