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welche niedrig bleiben und deren Blüten nicht
in Trauben erscheinen, sondern einzeln in den
Blattwinkeln stehen. n. P. S.
Eine Pflanze zum Bekleiden unansehn¬
licher Abhänge, alten Mauerwerks etc. Zum
Bepflanzen derartiger Stellen empfiehlt sich
der Teutelszwim, auch Bocksdorn u. s. w. ge¬
nannt. Dieser Strauch gedeiht selbst in dem
schlechtesten Boden; seine langen, dünnen
Zweige sind überhängend und verdecken so
sehr gut die übel aussehenden Stellen. n. B.
Neueste Erdbeere „Italia“. Wurde von
G. Goeschke sen. in Cöthen gezogen und ist
nach dessen Beschreibung wegen ihrer grossen
Tragbarkeit zur Massenkultur zu empfehlen.
Sie bringt Früchte erster Grösse. Diese sind
meist breit, in der Mitte gekerbt, von glän¬
zend karminroter Farbe. Die Samen sind
citronengelb bis hellbraun, in Grübchen ver¬
tieft liegend. Kelchblätter zahlreich, etwas
abstehend, mattgrün. Fleisch rosa, saftig und
fein parfümiert. Reifezeit mittelfrüh.
Erdbeere: .Italia.“
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verwenaung des Mooses beim Ausst
des Samens in’s freie Land. Das Moos wi
nachdem die Aussaat beendet, auf die best
ten Beete aufgetragen, und je nach Bedürl
begossen. Der Boden unter dem Moose ble
stets feucht und offen, wodurch das Aulgel
des Samens sehr befördert wird. M. A.
Geschälte Korbweide zu Einfassung
Mit geschälten Weidenruten, so wie sie
Korbmacher zu ihren Körben verwenden, las
sich recht hübsche und zierliche Einfassuni
um Blumenbeete hersteilen. Je nach Gro
des einzulassenden Beetes schneidet man
Weidenruten 20 bis 40 cm. lang, steckt j,
Weidenrute mit ihren beiden Enden in die Ei
so dass sie einen santten Bogen bildet,
zweite Rute wird nun nicht etwa da in (
Boden gesteckt, wo die erste aufhört, sondern
ein Stücken zurück, nicht ganz in die Mitte
des zuerst gebildeten Bogens, so dass eine
Bogenlinie die andere kreuzt, und in dieser
Weise fortgefahren bis die Einfassung beendet
ist. Eine derartige Einfassung kommt nicht
nur allein billig, sondern gefällt auch. Unge¬
schälte Weidenruten sind nicht zu gebrauchen,
indem diese Blätter treiben. j. E.
Einfassungen aus Schneckenhäusern.
Die Schneckengehäuse, wenn um Blumenbeete
herum gelegt, geben ganz originelle Einfas¬
sungen. Ich sah selbige zuerst in dem Gärtchen
eines Arbeiters auf dem Lande. Die Einfassungen
bestanden aus drei hinter- oder übereinander
liegenden Linien von Gehäusen der gewöhnlichen
grossen Schnecke, deren man Tausende in
einem Tage im nahen Walde finden konnte.
Ich legte darauf nun verschiedene solcher
Schneckenhäuser-Einfassungen an und wer*®
sah, der blieb stehen und zollte seinen Beifan-
Es war jedoch ein Uebelstand mit derartigen
Einfassungen verbunden und dieser war, dass
die liegenwüriner sehr oft eine Anzahl ge¬
nannter Gehäuse umwühlten, so dass ich al' e
paar Tage die umgewühlten Schneckenhäuser
wieder in ihre vorige Lage bringen musste-
Aergerlich darüber, gab ich dergleichen Ein¬
fassungen wieder auf, doch sehr ungern. I c j*
teile diese Art Einfassung aber mit, weil i°*
der Meinung bin, dass sich besagte Schnecken¬
häuser vermittelst Draht vielleicht so an dt®
Erde befestigen lassen, dass Regenwürme!"
nicht au ihnen rütteln können. Probieren ge* 11
über Studieren! jf. E.
Vom Büchertische.
Deutschlands Amphibien und Reptilm 0 ’
Unter diesem Titel wird Bruno Dürig®®’
Berlin, der Schrittleiter der seit kurzem e
scheinenden, mit grossem Beifall autgcn 0lll _
menen „Blätter für Aquarien und Terrari®*^
freunde“ demnächst in der Creutz’schen *®
lagsbuchliandlung in Magdeburg ein n ® ue ' '
grösseres Werk erscheinen lassen, welches R
eignet sein wird, Aufsehen zu erregen. , J
handelt sich um eine überaus sorgfältige Arb® ^
welche im Verein mit den Mitteilungen v
etwa hundert Fachmännern aus ganz Deuts®
land und den angrenzenden Gebieten (es
Fragebogen versandt!) wohl das einzig auth®
tische Material zur Biologie der deutsch
Kriechtiere, ausserdem aber auch über dl® »
sammten südeuropäischen Arten ein U®b®
blick bieten wird. Ausserdem soll das in * %
mat und Ausstattung mit Brehins „Tierleb®
übereinstimmende Werk durch 12 prachtv®
Farbentafeln geschmückt werden, -cgn
sämintliche deutschen Vertreter der Repri
und Amphibien in einer bisher noch nicht
gewesenen Korrektheit und Farbentreue wi® ^
geben. Der Text wird zudem noch von vi®
Holzschnitten begleitet sein. Das Werk
scheint in 12 Lieferungen ä 1,25 M.
evaatworüicher Redakteur Friedr. Huck. Druck und Verlag von J. Frohberger in Erfurt.
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