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d) Mißgeburt bei einem Kalbe aus Hoch Paleschken, Kr. Bereut, 1895.
Dieselbe war insofern bemerkenswert, als ihr das letzte Fünftel des Rückgrats
mit der schwanzartigen Verlängerung fehlte. Ein Kotliloch war vorhanden.
Wegen jenes Mangels aber, der für die Verjagung lästiger Insekten von
Wichtigkeit war, wurde das Kalb später geschlachtet.
e) Anormale Milchentleerung bei einer Färse. Bei einer un-
besprungenen, also nicht trächtigen Färse in Alt Kischau (Pfr v. Kreckt) trat
1895 eine lange vorhaltende, strahlenförmige Milchentlecrung ein; wahrschein¬
lich beruhte dieselbe auf einer durch abnorme Nieren- und Circulations-
verhältnisse bedingten Vermehrung der Milchabsonderung.
f) Mehrgeburten bei einer Kuh. In Preuß. Holland ist 1895 das
folgende kaum für möglich gehaltene Naturwunder vorgekommen Eine Kuh
des Schmiedemeisters Funk brachte fünf normal gewachsene Kälber zur Welt.
Hiervon wog das erste 337 2 , das letzte 33, die anderen je 30 Pfund. Per
ganze Akt dauerte nur l 1 /» Stunden. Es war eine Frühgeburt, vierzehn Tage
vor der erwarteten Zeit. Alle fünf Thierc waren drei Tage vor der Geburt
eingegangen. Vor 45 Wochen gebar dieselbe Kuh schon drei Kälber, hat
also innerhalb eines Jahres deren acht Stück zur Welt gebracht. Hurrah die
Enten! schreibt fröhlich die N. Westpr. Z., welche davon berichtet.
III. Standortsfauna.
Brünhausen, Kr. Putzig, im Sommer 1893: ein Hirsch, wohl aus der
Königlichen Forst herübergewechselt, sowie ein Trappenpaar. 1894: mehrere
Kaninchen.
Gordius aquaticus Diu., das Wasserkalb, kommt vor im Sandsce bei
Alt Paleschken, im Hüttensee (eigentlich Szittno-See, d. h. Schilfsee)
bei Niedamowo, sowie im See von Wigonin, und befinden sich von diesen
Standorten Belagstücke in den Sammlungen des Westpreußischen Provinzial-
Museums.
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