Silvester.
Die Glocken dröhnen durch die Winternacht; Da sprengt das Volk die zähmende Kandare, Und aus den Flaschenhattenen kracht Der höllernde Salut dem neuen Jah re.
Man trinkt im Glauben an die hessre Zeit Und trinkt dem eignen und der Menschheit Wohle; Denn wie die Pflanze aus dem Dung gedeiht. So sprießt die Hoffnung aus dem Alkohole.
Silversternacht! Da könnt ihr mit dem Blick Des Sehers m die Werkstatt Gottes schauen, Wo himmlische Gesellen das Geschick Der Länder und der Nationen hauen.
In dieser Geisterstunde schmilzt das Blei In Flammenzungen auf der Eisenschale,
Und dann im kalten Bade zischt der Brei,
Daß euch daraus das Bild der Zukunft strahle.
Doch traut dem Bleiguß nicht in jedem Fall!
Denn sein Orakel ist nicht ganz geheuer.
Wollt ihr das Glück, so werft mit dem Metall Auch eure faulige Kultur ms Feuer!
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