Nr . 44
C . - V . -
Zeitung
RECHT UND WIRTSCHAFT
Seite 19
3 . Nov .
1938
Das Recht des Alltags in den
Einwanderungsländern /
IV . Die Vereinigten Staaten
( 4 . Fortsetzung )
Der Einwanderer ist in USA . in der
glücklichen Lage , daß er arbeiten darf ,
onne dazu eine besondere Erlaubnis nötig
zu haben . Er wird sich selbständig oder
unselbständig betätigen . Die selbständige
Betätigung , die doch für sehr viele in
Frage kommt , erfolgt in Formen , wie sie
so ' oder ähnlich überall in der Welt
anzutreffen sind . Wir haben den Ein¬
zelunternehmer , die Handelsgesellschaft
und die Aktiengesellschaft . Aber diese
Aufzählung der Haupttypen sagt uns
nicht viel . Es ist nötig , einiges zur Cha¬
rakteristik hinzuzufügen .
Für die Einzelunternehmung besteht
nicht das Prinzip der sog . Firmen¬
wahrheit . Der Einzelunternehmer kann
das Geschäft unter seinem eigenen oder
unter einem anderen Namen oder unter
irgendeiner Sachbezeichnung — etwa Fri¬
gid Beverages of Springfield — führen .
Der Rechtsbegriff der Firma in dem uns
geläufigen Sinne , als des Namens , unter
dem ein Kaufmann sein Geschäft betreibt ,
ist nicht bekannt . Für die Bezeichnung ,
unter der ein Einzelgeschäft geführt wird ,
ist der Ausdruck style üblich . Der Ge -
ischäftsname ( style oder trade name ) ge¬
nießt nach den Grundsätzen des Namen¬
rechts oder des Unlauteren Wettbewer -
TidUßlEfö Richard Karo , Berlin NO 55
ff ' MP ' SKK ■ Greif swalder Str . 96 * 53 52 82/83
& KOSSHAj £ » X/üK6r Einstampf - Garantie .
fces Schutz . Firma hat einen anderen
Sinn , als er uns geläufig ist .
Treten zwei oder mehrere Personen
zusammen , um ein Geschäft zu betreiben ,
iso wird das , wie in England , als part¬
ner s h i p ( Teilhaberschaft ) bezeichnet .
Das entspricht unserer Offenen Handels¬
gesellschaft . Eine derartige Vereinigung
wird — wie in England — als „ firm "
bezeichnet . Firm ist also üblicherweise
öicht der Einzelkaufmann , sondern die
Vereinigung mehrerer . Vereinigen sich
mehrere nicht zu dauernder Geschäfts¬
gemeinschaft , sondern nur zu einmaliger
oder vorübergehender Betreibung eines
gemeinschaftlichen Geschäfts , so spricht
man von joint adventure ; das ist die uns
geläufige Gelegenheitsgesell¬
schaft . Eine erhebliche Reihe von Staa¬
ten haben den Uniform Partnership Act
angenommen , doch auch in den Staaten ,
in denen der Uniform Act nicht Gesetz
geworden ist , herrschen im wesentlichen
gleiche Grundsätze . Die Haftung der
Partner für die Verbindlichkeiten der Ge¬
sellschaft ist samt aber nicht sonders .
Ein Gläubiger muß also alle Partner zu¬
gleich verklagen , er kann nicht einen
einzelnen herausgreifen ; tut er das , so
verliert er die Ansprüche gegen die nicht
Mitverklagten . Aus dem Urteil kann er
gegen jeden einzelnen vollstrecken . Das
ist ein Unterschied gegenüber dem deut¬
schen Recht , wo die Gesellschafter samt
und sonders haften . Nur in gewissen Fäl¬
len haften in Amerika die Partner samt
und sonders ( jöint and severally ) . Hier¬
her gehört vor allem der Fall, " daß ein
Partner bei seiner Geschäftsführung für
die Partnership eine Rechtswidrigkeit
[ ( tort ) begangen hat , oder daß der Firma
anvertrautes Geld von einem Partner be¬
stimmungswidrig verwendet oder verun¬
treut worden ist . Ein neueintretender
Partner haftet mit für die Schulden der
Partnership , die vor seinem Eintritt ent¬
standen sind . Das entspricht der deut¬
schen Regelung , während in England der
öeue Partner für derartige ältere Ver¬
bindlichkeiten nicht haftet .
Eine besondere Erwähnung erheischt
Sioch der sleeping ( dormant ) partner ,
d . h . derjenige Teilhaber einer partner¬
ship , der im Innen Verhältnis voller Teil¬
haber , also am Gewinn und Verlust be¬
teiligt ist , nach außen aber nicht nur
nicht hervortritt , sondern gewissermaßen
verborgen bleibt . Uns ist dieses Rechts¬
verhältnis als S t i lle Gesell sc h a f t
bekannt . Es ist eine nicht seltene Form
der Beteiligung an einem Unternehmen .
Das amerikanische wie das englische
Recht stehen in Praxis und Theorie die¬
ser Geschäftsform ablehnend gegenüber .
Während bei der deutschen Stillen Ge¬
sellschaft der Stille Gesellschafter von
den Gläubigern der Firma nicht in An¬
spruch genommen werden kann , kann in
England und Amerika der sleeping part¬
ner , wenn man sein Vorhandensein auf¬
deckt, * genau so in Anspruch genommen
werden wie jeder andere Partner . Es .
ist notwendig geworden , den sleeping
partner abzugrenzen von dem Fall eines
Mannes , der darlehnsweise Geld in eine
Firma hineingesteckt hat und sein Geld
mit Zinsen ratenweise ( by instalments )
zurückerhält , dergestalt , daß die einzel¬
nen Raten entsprechend dem Geschäfts¬
ergebnis abgestuft werden . Dabei kommt
doch eine gewisse Beteiligung an Gewinn
und Verlust zum Ausdruck . Es gibt hier
eine ziemlich ins einzelne gehende Ka¬
suistik , die auch ihren gesetzgeberischen
Niederschlag gefunden hat . Wer Geld in
ein fremdes Geschäft steckt , ohne eigent¬
licher Teilhaber werden zu wollen , tut
gut , dabei nicht nur die geschäftliche
Seite zu beachten , sondern auch rechts¬
kundigen Rat einzuholen .
Die Kommanditgesellschaft
( limited partnership ) , hei der neben
einem oder mehreren persönlich haften¬
den Gesellschaftern ( general partner ) ein
oder mehrere nur mit ihrer Einlage haf¬
tende ( limited ) Partner vorhanden sind ,
ist keine allgemeine Erscheinung des
amerikanischen Rechts . Sie findet sich
nur in einer Reihe von Staaten . Der Ge¬
sellschaftsvertrag muß bei einer amtlichen
Stelle zur allgemeinen Einsicht einge¬
reicht werden . Geschieht dies nicht , so
können sich die Kommanditisten auf ihre
beschränkte Haftung nicht berufen .
In der Liste der Unternehmungsfor¬
men fehlt die GirfbH . Sie wird ersetzt
dadurch , daß das Recht der Aktien¬
gesellschaft die Errichtung außerordent¬
lich kleiner Aktiengesellschaften ermög¬
licht . Die Aktiengesellschaft —
Corporation — ist anders gebaut , als es
uns geläufig ist . Es besteht nicht die
Teilung von Aufsichtsrat und Vorstand ,
sondern nur ein zur Vertretung der Ge¬
sellschaft befugtes Kollegium , der Board
of Directors . Der Board delegiert ent¬
weder ein Mitglied als Manäging Direc -
tor ( Geschäftsrührendes Vorstandsmit¬
glied ) oder setzt einen oder mehrere
Manager ein , die etwa dem deutschen
Prokuristen entsprechen . Die Generalver¬
sammlung ( General meeting ) ist im we¬
sentlichen darauf beschränkt , die Direc¬
tors zu wählen . Die Aufstellung der Bi¬
lanz und die Feststellung der Dividende
steht dem Board zu . Im einzelnen ist
vieles von Staat zu Staat verschieden .
Die Aktie ist stets Namensaktie .
Weit verbreitet ist die sog . Quoten -
aktie — no par value share — die , ähn¬
lich wie der Kux des deutschen Rechts ,
dem sie bewußt nachgebildet ist , einen
Bruchteil an dem Unternehmen darstellt ,
ohne daß ein Nennwert ( face value ) , wie
wir ihn kennen , angegeben wird . Daneben
besteht die uns geläufige Nennwert¬
aktie . Die Unternehmungsform der Ak¬
tiengesellschaft wird für alle Unterneh¬
mungen von den größten herab bis zu den
allerkleinsten verwendet . Die Gesetze er¬
lauben in den verschiedenen Staaten die
Errichtung von Corporations mit ver¬
schwindend geringem Kapital , manchmal
mit wenigen hundert Dollar . Dazu kommt
die Zulässigkeit der Kleinaktie ( um
nicht zu sagen Zwergaktie ) , die . bis zu
5 Dollar , ja noch tiefer heTab , vorkommt .
Es ist so möglich , daß die Mitglieder
einer Familie oder einige Freunde einen
Geschäftsbetrieb kleinsten Umfanges als
Aktiengesellschaft aufziehen . Praktisch
wird damit dasselbe erreicht wie ander¬
wärts mit der G . m . b . H . , nur daß diese
Zwerg - Corporations kapitalmäßig noch
weit unter das Maß der G . m . b . H . bei
uns hinuntergehen können . Nach dem Ge¬
sagten wird es nicht verwunderlich sein
zu hören , daß sich die Zahl der Corpo¬
rations in den Vereinigten Staaten auf
mehrere hunderttausend beläuft . Nur ein
ganz geringer Bruchteil davon sind Gro߬
unternehmungen , die " man als börsen¬
fähig bezeichnen könnte . Allerdings ist
das Gesamtkapital dieser kleinen Anzahl
großer und größter Unternehmungen grö¬
ßer als das gesamte Kapital aller Klein¬
unternehmungen zusammengenommen .
( Schluß folgt . )
Bestellung
zum Vormund
Ein Runderlaß des Reichsministers des
Innern vom 17 . Oktober 1938 beschäftigt sich
mit den Grundsätzen der Rassengesetzgebung
bei Bestellung von Einzelpersonen zu Vor¬
mündern , Pflegern , Helfern oder Beistanden .
Danach wird für die Jugendämter , die bei
der Bestellung van Einzelpersonen zu Vor¬
mündern , Pflegern , Helfern oder Beiständen
gesetzlich mitzuwirken berufen sind * folgen¬
des bestimmt :
Juden , jüdische Mischlinge ersten Grades
oder mit einem Juden Verheiratete sind ^ für
die Bestellung zum Vormund usw . eines
Deutschbliitigen oder jüdischen Mischlings
zweiten Grades nicht in Vorschlag zu brin¬
gen . Deutschblütige oder jüdische Mischlinge
zweiten Grades sind für die Bestellung zum
Vormund usw . eines Juden nicht in Vor¬
schlag zu bringen . Deutschblütige oder jü¬
dische Mischlinge zweiten Grades sind für
die Bestellung zum Vormund usw . eines jü¬
dischen Mischlings ersten Grades nur in
Vorschlag zu bringen , wenn besondere Gründe
die Ausnahme rechtfertigen . In Zweifels¬
fällen ist vorher von den Jugendämtern die
Entscheidung der Aufsichtsbehörde einzu¬
holen . Ganz besonders gelagerte Fälle sind
dem Reichsminister des Innern zur Entschei¬
dung vorzulegen .
A „ E - Wassermann
Dr . Sigmund Wassermann ist aus
der Berliner Bankfirmä A . E . Wassermann
ausgeschieden . Damit hat das letzte Mitglied
der Familie Wassermann die Beziehungen zu
der Firma gelöst , deren Stammhaus in Bam¬
berg bereits im Jahre 1782 gegründet wurde .
Aus der süddeutschen Keimzelle hat sich in
der mehr als 150jährigen Geschichte durch
die Tatkraft der Begründer und ihrer Nach¬
kommen ein Unternehmen entwickelt , das weit
über den örtlichen Bezirk hinaus Ansehen
und Bedeutung erlangte . Neben den zahl¬
reichen Auslandsverbindungen der Firma war
es vor allem das interurbane Geschäft , die
sog . Arbitrage , die zu den Spezialgebieten des
Hauses gehört und mit großem Erfolg be¬
trieben wird . Im Zuge dieser Entwicklung
lag auch die Gründung des Berliner Hauses ,
das schließlich zum Hauptgeschäft der Firma
wurde .
Ein großer Stab geschulter Fachleute ist
aus dem Hause Wassermann hervorgegangen ,
aus der Familie selbst sind zahlreiche bedeu¬
tende Persönlichkeiten in das öffentliche Leben
getreten . Gelegentlich der Umwandlung bei
der Bamberger Niederlassung sind wir be¬
reits kurz darauf eingegangen . An dieser
Stelle sei nur daran erinnert , daß das lang¬
jährige Vorstandsmitglied der Deutschen Bank ,
Oscar Wassermann , der gleichen Familie ent¬
stammte und ebenfalls aus dem Bankhaus
A . E . Wassermann hervorgegangen war , und
daß auch der Seniorchef der Berliner Firma ,
Max von Wassermann , der Bruder des Medi¬
ziners August von Wassermann , über den
Kreis seines engeren Berufes hinaus eine
bedeutsame Rolle spielte . Der jetzt ausge¬
schiedene Inhaber , Dr . Sigmund Wassermann ,
der in Fachkreisen größte Wertschätzung ge¬
noß , und Jahre hindurch zahlreiche Ehren¬
ämter bekleidete , hat sich mit besonderer
Tatkraft von jeher allen Fräsen des jüdischen
Allgemeinwohls zugewandt . Er hatte wieder¬
holt Gelegenheit , bei wichtigen Aufgaben ent¬
scheidend und erfolgreich mitzuwirken und
darf mit Recht als warmher - ziger Förderer
aller sozialen Maßnahmen , besonders auch
der Wanderungsfrage angesehen werden .
C . Sch .
Offene Auslandsstellen
genehmigt durch das Landesarbeitsamf
Brandenburg
Gesucht werden :
für Australien jüdische . " zuverlässiger und
vielseitiger Fachmann für Reparaturen von
Piano - Accordeons . der sein Fach voll¬
ständig beherrschen und alle Teile , ob Holz oder
Cellüloid , behandeln kann ;
für ' S c h a n - g h a i jüdischer Fachmann für
die Leimfabrikation mit guten prakti¬
schen Erfahrungen und . mit guter technischer Vor¬
bildung ;
für Griechenland jüdischer Fach¬
mann , der mit der Herstellung von
Schwefelsäure vertraut ist . Einreise - und
Arbeitsbewilligung werden beschafft ;
für einen rituellen Haushalt in
Schweden erfahrene Säuglingspfle¬
gerin , die auch Hausarbeit übernimmt ;
für Britis ^ ch - Betschuanaland per¬
fekter jüdischer F e 11 z u r i c h t e r und Fär¬
ber .
Ausführliche Bewerbungen nur auf Luftpostdünn¬
papier , Lebenslauf , Zeugnisabschriften und Paßfoto
werden ausschließlich durch ' die Jüdi¬
sche Gemeinde , Berlin SW 68 , Linden -
straße 48 / 5 0 , weitergeleitet . Bewerbungen auf
gewöhnlichem Papier werden nicht mit Luftpost be¬
fördert . Die Staatsangehörigkeit ist wegen der Ver¬
schiedenartigkeit der Einreisebestimmungen in jedem
Fall anzugeben . Die Bewerbungen sind nur
schriftlich an diese Stelle einzureichen ; es
sind adressierte und für das Inland frankierte
Kuverts für Rücksendung beizufügen .
Der Verband Polnischer Juden ( Berlin W 35 ,
Kurfürstenstr . 42 , Sprechstunden : 10 — 12 , 14
bis 16 Uhr ) , gibt folgendes bekannt : Das Ge¬
neralkonsulat der Republik Polen in Berlin
bittet dringend , die nach der Verordnung
vom 6 . Oktober 1938 angeordnete Kontrolle
der Konsularpasse nach Möglichkeit
nicht sofort nach Inkrafttreten der Verord¬
nung vornehmen zu lassen . Die Verordnung
sieht eine Frist , in der die Kontrolle zu er¬
folgen hat , nicht vor . Es wird in den ersten
Tagen mit einem Massenandrang zu rech -
UosisäMsse MOtU ä & etsee
Erscheint wöchentlich ohne Gewähr . Postschluß für Luftpost¬
sendungen bei folgenden Postämtern : Berlin « . SW 11 ; Frank¬
furt/Main Bahnpostamt 19 oder Flughafen ; München Postamt 2
( Flughafen ) ; Köln Flughafen . Einwurf bei anderen Postämtern
oder in anderen Orten bis zu 1 Tag früher . Abkürzungen :
B . A . = Buenos Aires ; Cherb . = Cherbourg ; LH = LeHavre ;
Liss . = Lissabon ; Mars . = Marseille ; Melb . = Melbourne ;
Syd . = Sydney . Zitfern in Klammern = Fos » schlußz - : ten .
Ab Seeweg nach Nordamerika An
Berlin Hamburg Bremen Cherb . N . York
3 . 11 . 3 . 11 . ( 19 ) „ Normandie - 5 . 11 . ( LH ) 10 . 11 .
7 . 11 . 7 . 11 . ( 19 ) „ Bremen " 8 . 11 . 9 . 11 . 14 . 11 .
10 . 11 . 10 . 11 . ( 19 ) „ Queen Mary " 1211 . 17 . 11 .
Xufiweg : Nachbringeflüge Köln - Cherb . ( „ Mit
Luftpost ab Köln zum Dampfer " ) ; Zuschl . 10 Pf .
für - c 20 g
Berlin Köln Cherb . N . York
8 . 11 . ( 23 ) 9 . 11 . ( 10 ) Flug zur „ Bremen " 9 . 11 . 14 . 11 .
Seeweg nach Südamerika
Berlin Frankfurt München Neapel Liss . Rio B . A .
5 . 11 . ( 23 ) 6 . 11 . ( 14 ) 9 . 11 . 21 . 11 25 . 11 .
10 . 11 . ( 17 ) 10 . 11 . ( 19 ) 11 . 11 . ( 9 ) 12 . 11 . 24 . 11 . 28 . 11 .
Luftweg . - Zuschl . 1,50 RM für je 5 g ( 1,25 Brasil . )
Berlin Frankfurt Köln Rio B . A .
5 . 11 . ( 8 ) 5 . 11 . ( 10 ) 5 . 11 . ( 10 ) Fr . Luftp . 8 . 11 . 9 . 11 .
9 . 11 . ( 21 ) 9 . 11 . ( 24 ) Dt Luftp . 12 . 11 . 13 . 11 .
Seeweg nach Südafrika
Berlin Köln Southampton Kapstadt
9 . 11 . ( 16 ) 9 . 11 . ( 21 ) 11 . 11 . ( „ Carnarvon C " ) 25 . 11 .
Luftweg : Zuschlag 55 Pf . für je 5 g
Berlin München Frankfurt Brindisi
5 . 11 . ( 7 ) 5 . 11 . ( 10 ) 5 . 11 . ( 10 ) 6 . 11 . ( 9 ) ) „ Laufzeit
9 . 11 . ( 7 ) 9 . 11 . ( 10 ) 9 . 11 . ( 10 ) 10 . 11 . ( 9 ) - J 7 - 9 Tage
Seeweg nach Australien
Berlin Frankfurt Toulon Melb . Syd .
8 . 11 . ( 23 ) 9 . 11 . ( 11 ) 10 . 11 . 9 . 12 . 10 . 12
Luftweg : Zuschlag 50Pf . für je 5 g
Berlin München Brindisi Neapel LwiixtAt
5 . 11 . ( 7 ) 5 . 11 . ( 10 ) 6 . 11 . ( 9 ) ca . 10 Tage
6 . 11 . ( 7 ) 6 . 11 . ( ICH 7 . 11 . ( 9 ) 10 „
8 . 11 . ( 7 ) 8 . 11 . ( 10 ) 9 . 11 . ( 7 ) „ 9 „
10 . 11 . ( 7 ) 10 . 11 . ( 10 ) 11 . 11 . ( 7 ) „ 9 n
See - und Landweg nach Palästina
Berlin München Haifa
4 . 11 . ( 16 ) 5 . 11 . ( 9 ) via Belgrad - Istambul 9 . 11 .
6 . 11 . ( 14 ) 7 . 11 . ( 9 ) via Belgrad - Istambul 11 . 11 .
8 . 11 . ( 16 ) 9 . 11 . ( 9 ) Schiff 10 . 11 . ab Brindisi 14 . 11 .
Luftweg : Zuschlag 10 Pf . für je 5 g
Berlin München Brindisi Neapel Athen
4 . 11 . ( 7 ) 4 . 11 . ( 10 ) 5 . 11 . ( 11 ) S - ! } * ? ^ ! ?
5 . 11 . ( 7 ) 5 . 11 . ( 10 ) 6 . 11 . ( 7 ) , l - } } - ty * d *
6 . 11 . ( 7 ) 6 . 11 . ( 10 ) 7 . 11 . ( 9 ) „ f - H ' 5 b - f
7 . 11 . ( 7 ) 7 . 11 . ( 10 ) 8 . 11 . ( 11 ) ^ - U - Haife
8 . 11 . ( 7 ) 8 . 11 . ( 10 ) 9 . 11 . ( 7 )
10 . 11 . ( 7 ) 10 . 11 . ( 10 ) 11 . 11 . ( 7 ) 11 . 11 . ( 13 ) 12 . 11 . Lydda
Ferngespräche mit dem Ausland . Eine Reihe
neuer Bestimmungen über den Fernsprechdienst
mit dem Ausland ist auf der Weltnachrichten¬
tagung in Kairo beschlossen worden ; sie enthalten
z . ° T . auch Verbilligungen und Erleichterungen .
Für Blitzgespräche wird das Zehnfache der ge¬
wöhnlichen Gebühren auf das Fünffache herab¬
gesetzt . Der bisher erhobene Mindestsatz von .
0,50 Goldfranken ( 0 . 40 RM . ) kommt bei den Zu¬
schlägen für folgende Gesprächsarten in Forfail :
Für V - Gespräche ( mit Voranmeldung ) , XP - Gespräche
( Herbeii - ufuns einer bestimmten Person an eine
öffentliche SprechsteUe ) . Festzeitgespräche _ ( drin¬
gende V - Gespräche mit fester Auslührungszeit ) und
R - Gespräche ( mit Rückanmeldung , bei denen sich
die verlangte Sprechstelle zur Uebernahme der Ge¬
bühren bereiterklärt ) sowie für gebührenpflichtige
Auskünfte und bei Berechnung der Drlttelgebühx
im Falle der Ablehnung eines Gesprächs ; dagegen
ist der Zuschlag bei den genannten Gesprächsarfcen
auch für den Fall , daß der . Anmelder seine An¬
meldung zurückzieht , zu entrichten , sobald , das
Grenzausgangsamt des Ursprungslandes die An¬
meldung weitergegeben hat . R - Gespräche können
sowohl mit einer XP - als auch mit einer Voranmel¬
dung verbunden werden . Die DrLttelgebühx wird in
solchen Fällen künftig nur einmal erhoben . Für
Gespräche unter falscher Rufnummer wird die
Dreiminutenge ' k : • . . . ; be : i ; ersetzt jedoch der An¬
melder die irrtümliche Anmeldung sofort durch
eine andere Gesprächsanmeldung nach demselben
Lande , so wird für diese künftig nur die Drittel¬
gebühr erhoben . Die neuen Bestimmungen treten
am 1 . Januar 1939 in Kraft .
nen sein , der nach . Möglichkeit vermieden
werden , soll . Es liegt im eigensten Interesse
aller polnischen Staatsangehörigen , daß sie die
Vorlegung der Pässe nickt übereilen , sondern
nur dann die Vorlegung durchführen , wenn
dies aus einem , dringenden Grunde erforder¬
lich , ist . In diesem Falle empfehlen wir un¬
seren Mitgliedern , zunächst in unseren Sprech¬
stunden vorzusprechen .
Die Private Handelsschule der Jüdischen Ge¬
meinde . zu Berlin ( Handelsschule , Abendkurse ,
Sprachenklassen ) , Berlin W 15 , Joachimsthaler Str . 13 ,
ist telephonisch unter der Nummer 91 34 84 zu er -
■ reichen . Sprechstunde des Schulleiters Montag bis
Freitag . 11 — 12 Uhr .
i : m t m m m i t i ] n n t t i ; n n n i u n j i t j 11 m i n u 11 u n n n n 11 t u u u i n m u 1111 i n t s n i n 111 u n 11 ! 11 ! 11 ! h n n ? 1111 i
Steuertermine
im November
5 . November : Abführung der einbehaltenen
Lohn - , Bürger - und Wehrsteuer für Arbeit¬
nehmer ( ganzer Oktober bzw . zweite Ok¬
toberhälfte ) .
10 . November : VierteljahrsTate der Vermöge * :
Steuer gemäß Vermögensteuerbescheid . Ürr
satzsteuer für Monatszahler .
15 . November : Grund - und Gewerbesteuer
21 . November : Abführung der einbehalten
Lohn - , Bürger - und Wehrsteuer für Arbf
nehmer für die erste Novemberhälfte .
Außerdem sind bei den von den Jüdisc !
Gemeinden erhobenen Gemeind eb eitr
gen die Vorauszahlungen für 1938 an f .
in den einzelnen Veranlagungsbenachri •
gungen aufgeführten Terminen zu leiste .