209
tvinnt Erkenntniß . Er konnte rmr weinn . . jtzt kachelt
er . — Eiche da hebet de » Lächelnden , den Lallenden und
schon mit den Händen Reichenden — bald nun auch des
später » Kusses fähig — die Mutter aus ihrem Schooße
auf des Vaters Arm . Wie auf dem AnZesichke des
Menschen , die verborgene , unsichtbare Seele — sicht -
bar sich ausbrückt , bervordringt , unbegreiflich sich mit -
thei . ' t , und durch diese gcheimnißvolle Mitlbcilnnq Rede
und Verständlich der Rede zuerst gebiert , so drücket auf
dem Angesichte der Natur Gott unmittelbar sich aus ,
thcüct sich , durch die in Andacht verwandelte Empfin .
düng , dem Menschen unbegreiflich mit ; lehre den min
a u ch am U e b e r si n n l i ch > - n , am 11 { וו t r f ch affen ? n ,
erwachten Geist — stan : : nein Wonnelante des Schonen, -
Wonnelaute des Gute » , anssprechen endlich jedes Wort
des Lebens : Seinen Namen .
Mir alle nennen Vernunft , was uns in uns selbst
gewiß macht , was mit höchster Gewalt in uns de .
saht und verneint . Ohne Gcwißheir k - . i » e Vernunft ,
ohne Vernunft keine Gewißheit . Wer , dicß erkennend ,
jedem seiner Mitmenschen , wie sich selbst , die Befug -
niß der Intoleranz ; » gesteht , der allem ist wahr .
Haft tolerant ; und auf eine ai . dre Weise soll es
niemand sey » . Denn eine wirkliche Gle chgüliigkeir in
Absicht aller Meinungen , da sie nur aus einem durch ,
gäligigen Unglauben entspringen kann , ist die schrecklichste
Eutartlmg menschlicher Natur .
P
iv . Iahrg . 1 . Vaud .