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Stabt Baben der Grundstein zn einem Spitale gelegt
wurde , zu dessen Herstellung Christen und Juden mit
größter Bereitwilligkeit beitrugen , besorgte die würdige
Frau Baronin von Arnstein in Wien , zu dem
Ende 6660 Gulden , die sie bei ihren Israelitischen Glau «
bensverwandten sammelte , und d » e edle Frau Cacilia
von E s k e l e s , Schwester der Baronin von Arnstein ,
sandte dem Konvente der Elisabctherinnen , die ohne Un «
terschied der Religion , der leidenden Menschheit dienen ,
einen milden Beitrag von 7022 Gulden .
Jurisprudenz .
Seitdem es in einigen Landern gestattet wird , daß
auch Israeliten im jilristischcn Fache praktisch thatig sepn
dürfen , bemerkt man schon manche unter ihnen , die sich
dem Studium der Rechte widmen , und sich als Advoka -
tcn vortheilhaft auszeichncn . Wir wollen hier einige neue ,
uns bekannte , von Israeliten verfaßte juristische Abhand -
langen ansührcn , die einigermaßen als Belege zu dieser
Behauptung dienen .
1 ) De fVqiiclfi tcn itoi i ; 11i ( Landfolge ) , von Gumprecht ,
Doktor der Rechte , und Prokurator zir Hannover .
2 ) Das Erbrecht des Napolconschen Gesetzbuches in Deutsch «
land , ( Hannover ! 812 ) von S . P . Gans , Prokura «
tor in Celle .
3 ) Ueber das Fortbestehen der altern Civilgefttze neben
dem Code Napoleon , nach Art . 7 . des Gesetzes vom
Kosten Ventoft Xll . ( Wetzlar ! 8 ! ! , 42 Ouartseiten